Hotelbuchungs-Betrug: 148 FĂ€lle in Singapur verursachen 185.000 S$ Schaden
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Polizei in Singapur warnt vor einer Betrugswelle, bei der Kriminelle Reisende ĂŒber angebliche Hotelreservierungen ins Visier nehmen. Die TĂ€ter geben sich dabei als Hotels oder bekannte Unterkunftsplattformen aus und versenden manipulierte Buchungsdetails ĂŒber Nachrichtendienste wie WhatsApp oder per E-Mail.
Seit Januar 2026 wurden mindestens 148 FĂ€lle dieser Masche registriert, bei denen ein Gesamtschaden von mindestens 185.000 S$ (144.700 US-Dollar) entstand, wie Medien am 9. Oktober 2026 ĂŒbereinstimmend berichteten.
TĂ€ter nutzen teils echte Reservierungsdaten
Nach Angaben der Ermittler kontaktieren die BetrĂŒger ihre Opfer meist direkt ĂŒber WhatsApp oder E-Mail. Unter dem Vorwand einer notwendigen KartenprĂŒfung oder einer ausstehenden BuchungsbestĂ€tigung fordern sie die EmpfĂ€nger auf, aktiv zu werden.
Um Vertrauen zu erwecken und die Nachrichten tĂ€uschend echt wirken zu lassen, greifen die Kriminellen teilweise auf tatsĂ€chliche Reservierungsdetails wie konkrete Reisedaten und Reiseziele der Betroffenen zurĂŒck.
Ăbermittelt wird dabei in der Regel ein Phishing-Link, der auf eine gefĂ€lschte Website fĂŒhrt. Dort werden die Reisenden aufgefordert, ihre Bankkartendaten einzugeben. Um mögliche Zweifel zu zerstreuen, wird den Opfern mitunter zugesichert, dass keine Abbuchung vorgenommen werde.
Wer sich mit betrĂŒgerischen Maschen und Phishing-Links auf dem Smartphone konfrontiert sieht, sollte proaktiv handeln. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen fĂŒnf einfache Schritte, wie Sie Ihr GerĂ€t in wenigen Minuten effektiv gegen Hacker und Datendiebe absichern. 5 SchutzmaĂnahmen jetzt entdecken
Viele Betroffene bemerken den Betrug erst mit Verzögerung, sobald unautorisierte Abbuchungen auf dem Kontoauszug auftauchen oder der Schaden beim Einchecken vor Ort im Hotel auffÀllt.
Bereits am 12. September 2026 hatte ein Mann aus Singapur in einem Instagram-Beitrag, der mehr als 1 Million Aufrufe erzielte, vor einer verdÀchtigen WhatsApp-Nachricht gewarnt, die er im Zusammenhang mit seiner Reservierung erhalten hatte.
Die Buchungsplattform Booking.com erklĂ€rte am 18. September 2026 in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen niemals per SMS, WhatsApp, E-Mail oder Telefon nach Kartendaten frage und keine von der ursprĂŒnglichen BuchungsbestĂ€tigung abweichenden BankĂŒberweisungen verlange.
Empfohlene SchutzmaĂnahmen fĂŒr Reisende
Die Polizei in Singapur rĂ€t Verbrauchern zu erhöhter Wachsamkeit beim Erhalt unaufgeforderter Nachrichten. Buchungsdetails und Aufforderungen sollten stets direkt ĂŒber die offiziellen Kontaktdaten ĂŒberprĂŒft werden, die auf der regulĂ€ren Website des jeweiligen Hotels angegeben sind.
Da Kriminelle immer hĂ€ufiger versuchen, ĂŒber Messenger-Dienste wie WhatsApp sensible Daten abzugreifen, ist ein grundlegendes SicherheitsverstĂ€ndnis unerlĂ€sslich. In diesem kostenlosen PDF-Report erfahren Sie, wie Sie moderne Sicherheitstechnologien nutzen, die Hackern keine Chance mehr lassen. Kostenlosen Sicherheits-Report herunterladen
Links in verdÀchtigen Nachrichten sollten grundsÀtzlich nicht geöffnet werden. Zudem wird eindringlich davor gewarnt, Einmalpasswörter (One-Time-Passwords) an Dritte weiterzugeben.
Zur Absicherung empfiehlt die Behörde die konsequente Nutzung von Zwei-Faktor- oder Multi-Faktor-Authentifizierung fĂŒr Online-Konten sowie die Einrichtung von Transaktionslimits fĂŒr Bankkarten. Zudem verweist die Polizei auf Sicherheitsfunktionen wie Money Lock bei Banken sowie auf die Nutzung der staatlichen ScamShield-App. FĂŒr VerdachtsfĂ€lle steht BĂŒrgern in Singapur die ScamShield-Helpline unter der Nummer 1799 zur VerfĂŒgung.

