HPV-Impfung: Nur 39% der Mädchen geimpft – Bayern startet Impfwoche
03.07.2026 - 14:20:26 | boerse-global.de
Der „Masterplan Prävention Bayern“ wird nun in den Kommunen konkret. Neben klassischer Vorsorge rücken psychische Gesundheit, Umweltschutz und lokale Netzwerke in den Fokus.
Unterfranken setzt auf Psyche und Fachkräfte
Im Landkreis Miltenberg brachte eine Präventionskonferenz Mitte Juni 40 Teilnehmer zusammen. Ihr Fazit: Die Stärkung der psychischen Gesundheit und besseres Gesundheitswissen haben oberste Priorität. Die Idee dahinter? Eine stabile persönliche Basis für jeden Bürger.
Anfang Juli folgte der nächste Schritt: die Vorstellung der „Gesundheitsregion plus“ Miltenberg. Das Netzwerk kümmert sich um die Sicherung der medizinischen Versorgung und Fachkräftegewinnung. Besonders brisant: Bei psychischen Gesundheitsberufen klafft eine Lücke, die nun geschlossen werden soll.
Impfwoche und UV-Schutz: Prävention mit konkretem Ziel
Vom 3. bis 12. Juli läuft die 8. Bayerische Impfwoche. Ihr Schwerpunkt: die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Das Ziel ist klar – die Impfquoten müssen steigen, um HPV-bedingte Tumorerkrankungen zu senken.
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Die Zahlen aus Rosenheim zeigen, warum das nötig ist. Bei 15-jährigen Mädchen liegt die Impfquote bei 39 bis 43 Prozent, bei Jungen sogar nur bei 17 bis 21 Prozent. Bundesweit erkranken jährlich rund 7.450 Frauen und 3.000 Männer an den Folgen einer HPV-Infektion.
Parallel dazu geht es auch um den Schutz vor der Sonne. Im Landkreis Aichach-Friedberg installierten Behörden Anfang Juli UV-Index-Tafeln in mehreren Freibädern. Die Botschaft: Hautkrebsprävention beginnt mit dem richtigen Verhalten in der Sonne.
Vom Bornavirus bis zur BlĂĽhwiese
Auch seltene Risiken nimmt der Masterplan ernst. Das Gesundheitsministerium meldete Anfang Juli fünf Bornavirus-Infektionen im laufenden Jahr – alle tödlich. Zum Vergleich: 2025 gab es fünf Fälle, 2024 zwei. Das allgemeine Risiko bleibt gering, doch Experten raten, Kontakt mit Feldspitzmäusen zu vermeiden. Sie gelten als Überträger.
Doch Prävention bedeutet auch, die Umwelt zu schützen:
- Hochwasser-Check: Über 1.750 Kommunen wurden beraten, rund 820 Gespräche fanden bereits statt. Für den nichtstaatlichen Wasserbau stehen 2026 Fördermittel von 11 Millionen Euro bereit.
- Blühpakt-Allianz: Eine Kooperation zwischen Umweltministerium und katholischer Kirche macht kirchliche Grünflächen insektenfreundlich – ein Beitrag zur Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen.
- Familienpaten: Im Landkreis Fürth wurden Anfang Juli neue Paten zertifiziert. Das Programm läuft seit 2013 und entlastet Familien im Alltag – psychosoziale Prävention in der Praxis.
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Die Vernetzung von Suchthilfe, Gesundheitsämtern und Kommunen bleibt das Rückgrat der Strategie. Ende Juli plant München einen Kongress zu den Risiken von Sportwetten und Online-Trading. Ziel: glücksspielbezogene Störungen gar nicht erst entstehen lassen.
