Huawei-Blutzuckermesser, Forschung

Huawei-Blutzuckermesser: Vier Jahre Forschung bis zur Fertigungsreife

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 12:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Messgenauigkeit des geplanten Huawei-Geräts ist noch unbekannt; Produktdaten und Marktstart hat der Konzern bislang nicht mitgeteilt.

Huawei kündigt Blutzuckermessgerät mit nicht-invasiver Technik an
Ein modernes, helles Labor mit medizinischen Forschungsgeräten und Glasbehältern in einer sauberen, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der chinesische Technologiekonzern Huawei bereitet die Einführung eines neuen Blutzuckermessgeräts vor. He Gang, Chief Executive Officer der Consumer Business Group des Unternehmens, kündigte das bevorstehende Produkt bei einer Rekrutierungsveranstaltung für den Absolventenjahrgang 2027 an der Peking-Universität an.

Die zugrunde liegende Technologieforschung habe insgesamt vier Jahre in Anspruch genommen, bis eine akzeptable und für die industrielle Fertigung geeignete Lösung bereitstand.

He Gang teilte zudem Aufnahmen seines Auftritts an der Universität in einem Video. Auf die Frage eines Studenten, ob Grundlagenprojekte eine Explorationsphase von drei bis fünf Jahren erhalten könnten, betonte der Manager die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Huawei lege Wert auf mittel- und langfristige Beiträge sowie nachhaltigen Nutzen und verfolge nicht das Ziel, zwingend in jedem einzelnen Jahr verwertbare Ergebnisse vorzulegen.

Technologie setzt auf nicht-invasive Messverfahren

Medienberichten zufolge nutzt das angekündigte Gerät Methoden der nicht-invasiven oder minimal-invasiven Messung. Das System richtet sich primär an Personen, die ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren und steuern müssen.

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Genaue Details zur Hardwareausstattung, zur Modellbezeichnung sowie zu den Verkaufspreisen behielt das Unternehmen bislang für sich. Auch Angaben zum konkreten Zeitpunkt des Marktstarts oder zu einer begleitenden Version für Smartwatches wurden noch nicht offiziell kommuniziert.

Im Mai 2023 hatte Yu Chengdong, Executive Director und Vorstandsvorsitzender der Consumer Business Group von Huawei, bereits entsprechende Schritte im Gesundheitssektor eingeleitet.

Damals kündigte er an, dass die Huawei-Watch-4-Modellreihe als erste eine Studie zur Risikobewertung von Hyperglykämie unterstützen werde. Nach Freigabe durch den Anwender und einer entsprechenden Tragedauer ermittelt die Smartwatch dabei die Risikostufe für erhöhte Blutzuckerwerte.

Herausforderungen bei der Messgenauigkeit tragbarer Geräte

In der Medizintechnikbranche gilt es als etablierter Konsens, dass tragbare Blutzuckermessgeräte hinsichtlich der Präzision klassischen, blutbasierten Messungen nachstehen. Entsprechende Geräte dienen in der Regel lediglich der begleitenden Überwachung und dürfen nicht als Entscheidungsgrundlage für medikamentöse Therapien oder Dosisanpassungen herangezogen werden.

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Als Kriterium für eine klinisch verlässliche Messung gilt in der Fachwelt eine mittlere absolute relative Abweichung, kurz MARD, von unter 15 Prozent. Inwiefern das angekündigte Gerät von Huawei diesen Schwellenwert erreicht, bleibt bis zur Veröffentlichung detaillierter Produktdaten offen.

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