Hydration, Vollmilch

Hydration: Vollmilch versorgt Körper länger mit Flüssigkeit als Wasser

06.07.2026 - 13:09:45 | boerse-global.de

Eine Studie zeigt, dass Milch den Körper länger mit Feuchtigkeit versorgt als Wasser. Zudem belasten Dürre und Rückrufe die Wasserversorgung.

Wasserbedarf und Hydration: Neue Studien zu Getränken
Hydration - Ein klares Glas Wasser steht auf einer sauberen Oberfläche, mit sanftem Licht, das es von hinten beleuchtet. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wasser ist an fast allen Körperfunktionen beteiligt. Ein dauerhafter Mangel kann ernste Folgen haben. Die Wahl der richtigen Getränke wird besonders bei Hitze oder Belastung entscheidend.

Die richtige Menge für den Alltag

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser. Eine präzisere Formel: 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Bei starker Hitze oder sportlicher Anstrengung steigt der Bedarf deutlich – Experten raten dann zu zusätzlich 0,5 bis einem Liter pro Stunde.

Sport-Experte Dr. Wolfgang Friedrich unterscheidet zwischen Basisbedarf und Leistungssport. Im Alltag reichen rund 1,3 Liter. Bei intensivem Training können es 3 bis 4 Liter sein. Als beste Durstlöscher gelten Leitungswasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen.

Besonders gefährdet sind Senioren: Das Durstgefühl lässt im Alter nach. Erste Warnsignale für Flüssigkeitsmangel sind dunkler Urin, Müdigkeit und nachlassende Konzentration.

Milch hält länger fit als Wasser

Die Forschung untersucht zunehmend, welche Getränke den Körper am längsten mit Feuchtigkeit versorgen. Eine Studie im American Journal of Clinical Nutrition testete die Hydrationswirkung verschiedener Getränke an 72 gesunden Männern. Das Ergebnis: Vollmilch, Magermilch und Elektrolytlösungen binden Flüssigkeit länger im Körper als stilles Wasser. Kaffee, Tee und Orangensaft schnitten ähnlich ab wie Wasser.

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Auch die Zusammensetzung der Getränke spielt eine Rolle. Mineral- und Heilwässer mit Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat unterstützen die Regeneration. Magnesium kann Muskelkater reduzieren, Hydrogencarbonat puffert Säuren. Natrium verbessert die Flüssigkeitsaufnahme. Zusätzlich weisen Fachberichte auf Kreatin-Monohydrat hin – es erhöht die intrazelluläre Hydration und beschleunigt die Regeneration der Energiespeicher.

Rückruf und Dürre: Wenn das Wasser knapp wird

Trotz hoher Standards kann die Trinkwasserversorgung ins Stocken geraten. Im Juli 2026 rief Raffelberger Mineralbrunnen bestimmte Chargen der Sorten „Medium“ und „Klassik“ zurück. Grund waren bakterielle Verunreinigungen durch einen technischen Defekt. Betroffen war der Vertrieb in Nordrhein-Westfalen.

Parallel dazu machen klimatische Veränderungen die Wasserversorgung schwieriger. Anfang Juli 2026 wurde in Süddeutschland eine außergewöhnliche Dürre bis in tiefe Bodenschichten registriert. Im Landkreis Nordsachsen verbot eine Allgemeinverfügung die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen. Verstöße kosten bis zu 50.000 Euro.

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Bewegung als zweite Säule der Gesundheit

Neben ausreichendem Trinken rückt ein weiterer faktor in den Fokus: Bewegung. Eine Studie der University of Glasgow und der Harvard University zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen langem Sitzen und Krebssterblichkeit. Jede Stunde ununterbrochenen Sitzens erhöht das Risiko um 9 Prozent. Kurze, intensive Bewegungspausen von fünf Minuten senken es dagegen um bis zu 22 Prozent. Die Botschaft ist klar: Wer gesund leben will, sollte nicht nur trinken, sondern auch regelmäßig aufstehen.

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