HyperOS 4: Xiaomi bringt Glass-UI und Smart Privacy Display
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 22:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Xiaomi hat die nĂ€chste Generation seines Betriebssystems HyperOS vorgestellt. Die Version HyperOS 4 basiert auf der kommenden Systemarchitektur Android 17 und fĂŒhrt eine grundlegende Neugestaltung der BenutzeroberflĂ€che ein, die unter dem Namen Glass-UI-Design firmiert. Der Rollout der neuen Software beginnt nach Unternehmensangaben zunĂ€chst auf dem chinesischen Markt, wo bereits seit Mitte August eine Beta-Phase lĂ€uft.
Das Glass-UI-Design umfasst eine optische Ăberarbeitung wichtiger System- und App-Komponenten. Im Fokus stehen dabei erweiterte Möglichkeiten zur Personalisierung von Benachrichtigungen, der Uhrzeitanzeige sowie von Ordnern und Widgets. Zudem soll das System einen nahtlosen Wechsel der Orientierung unterstĂŒtzen.
Neben optischen Anpassungen meldet der Hersteller signifikante Leistungssteigerungen. Interne Messungen zeigen, dass Anwendungen unter HyperOS 4 nach einer neunstĂŒndigen Betriebsdauer bis zu 18 % schneller öffnen als unter der VorgĂ€ngerversion HyperOS 3. Dies werde unter anderem durch eine prĂ€diktive Ressourcenzuweisung ermöglicht, die SystemkapazitĂ€ten vorausschauend bereitstellt.
Fokus auf PrivatsphÀre durch Smart Privacy Display
Ein zentraler Bestandteil der neuen Software ist das sogenannte Smart Privacy Display. Diese softwarebasierte Sicherheitsfunktion zielt darauf ab, die PrivatsphĂ€re der Nutzer in öffentlichen RĂ€umen zu schĂŒtzen.
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Durch eine gezielte Steuerung der Pixel werden seitliche Blicke auf das Display unterbunden, sodass der Bildschirminhalt fĂŒr AuĂenstehende unlesbar bleibt. Eine integrierte Gaze-Erkennung ĂŒberwacht zudem das Umfeld und warnt den Nutzer, falls eine fremde Person den Bildschirm betrachtet.
Die Funktion bietet drei verschiedene Betriebsmodi: einen gerĂ€teweiten Schutz, eine BeschrĂ€nkung auf sensible Anwendungen wie Gmail oder die Fotogalerie sowie einen modis speziell fĂŒr Benachrichtigungen. Bestimmte Optionen wie das Page Privacy Display sind laut vorliegenden Analysen jedoch vorerst der chinesischen Software-Variante vorbehalten.
Das System deaktiviert den Sichtschutz automatisch im Querformat, bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten oder im Energiesparmodus. Es wird erwartet, dass diese Technologie im Oktober mit dem DebĂŒt der neuen Flaggschiff-Modelle Xiaomi 18 Pro und Xiaomi 18 Pro Max erstmals zum Einsatz kommt.
KĂŒnstliche Intelligenz und neue Gestensteuerung
Xiaomi integriert in HyperOS 4 zudem den Super AI Assistant 2.0, der auf dem hauseigenen MiMo Large Language Model basiert. Teil der KI-Strategie ist die Funktion HyperIsland. Diese nutzt eine neue Drei-Finger-Geste, mit der das System Informationen wie Abholcodes, Bestellnummern oder Warteschlangendaten automatisch erkennt und speichert.
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Diese Daten werden anschlieĂend fĂŒr den schnellen Zugriff direkt auf dem Sperrbildschirm angezeigt. FĂŒr die Nutzung ist die Super AI App ab Version 8.2 sowie eine manuelle Aktivierung durch den Nutzer erforderlich.
Hardware-Anforderungen und Update-Zyklen
Hinsichtlich der KompatibilitĂ€t setzt Xiaomi bei HyperOS 4 strikt auf Android 17. Code-Analysen deuten darauf hin, dass keine Entwicklung fĂŒr GerĂ€te auf Basis von Android 16 stattfindet. Aktuell befinden sich 108 von 112 fĂŒr Android 17 vorgesehenen GerĂ€ten in internen Tests.
Dies bedeutet fĂŒr Besitzer Ă€lterer Modelle, dass sie keine weiteren Funktions-Updates auf die neue HyperOS-Generation erhalten werden. Zu den betroffenen GerĂ€ten gehören unter anderem das Redmi Note 13 Pro 4G, das Redmi Note 14S, das Poco M6 Pro 4G sowie das Poco X6 5G.
Trotz des Fehlens der neuen Systemversion soll die Sicherheit der GerĂ€te gewahrt bleiben: FĂŒr das Redmi Note 13 Pro wird ein Sicherheits-Support bis Anfang 2028 prognostiziert, wĂ€hrend das Redmi A5 4G voraussichtlich bis April 2029 mit Sicherheits-Updates versorgt wird.
Branchenkenner weisen jedoch auf potenzielle Herausforderungen hin. Die neue OberflĂ€che und die rechenintensiven KI-Prozesse könnten zu einer erhöhten Belastung des Arbeitsspeichers fĂŒhren. Offizielle Informationen zum globalen Rollout und zur finalen VerfĂŒgbarkeit auĂerhalb Chinas hat Xiaomi bislang nicht kommuniziert.
