Hyundai-Waymo, Zehntausende

Hyundai-Waymo: Zehntausende Ioniq-5-Robotaxis ab Q4 2026

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hyundai verlagert in Georgia Kapazitäten auf Waymo-Robotaxis, während der private US-Elektroautomarkt nach dem Förderende deutlich nachgibt.

Hyundai baut in Georgia Zehntausende Ioniq-5-Robotaxis für Waymo
Ein modernes, weitläufiges Automobilwerk in Georgia mit industriellen Roboterarmen und sauberen Fertigungslinien. Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai weitet seine Kooperation mit dem US-Technologieunternehmen Waymo massiv aus. Wie José Muñoz, CEO von Hyundai, am 17. September 2026 bei einer Veranstaltung in San Jose bekannt gab, wird das Unternehmen im neuen Werk in Georgia Zehntausende Einheiten des Modells Ioniq 5 als Robotaxis fertigen. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf den aktuellen Nachfragerückgang im privaten US-Markt für Elektrofahrzeuge.

Strategische Neuausrichtung infolge des Marktabschwungs

Die großangelegte Robotaxi-Fertigung stellt für Hyundai eine strategische Antwort auf die veränderten Marktbedingungen in den USA dar. Da staatliche Steuergutschriften in Höhe von 10.500 US-Dollar sowie regulatorische Erleichterungen für Kraftstoffe ausgelaufen sind, verzeichnete der Markt einen deutlichen Einbruch. Im Januar lag der Absatz von Elektroautos um 20 Prozent unter dem Niveau des Dezembers 2025 und erreichte den tiefsten Stand seit 2022.

Infolge dieser Entwicklung passte Hyundai das Werk „Hyundai Motor Group Metaplant America“ (HMGMA) in Savannah, Georgia, bereits für eine verstärkte Produktion von Hybridmodellen an. Die Fertigung von Robotaxis für Waymo dient nun als weiterer profitabler Absatzweg.

Muñoz betonte, dass sich die Produktion autonomer Fahrzeuge bereits zu einem eigenständigen Geschäftsfeld entwickelt habe und den profitabelsten Pfad innerhalb der gesamten Elektroautoproduktion darstelle.

Technische Details und Produktionsplan

Die Vereinbarung zwischen den beiden Partnern wurde bereits im Jahr 2024 angekündigt, doch erst jetzt wurde der Umfang der geplanten Stückzahlen öffentlich. Die ersten für den kommerziellen Einsatz vorgesehenen Ioniq-5-Modelle sollen im vierten Quartal 2026 bereitstehen.

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Während der private US-E-Auto-Absatz nach dem Auslaufen der 10.500-Dollar-Steuergutschrift auf den tiefsten Stand seit 2022 fällt, baut Hyundai im Werk Georgia Zehntausende Ioniq-5-Robotaxis für Waymo — und nennt die autonome Fertigung bereits heute den profitabelsten Pfad der gesamten E-Auto-Produktion. Wer die Wertschöpfungskette von der Karosserie bis zur Endmontage der Autonomie-Systeme versteht, kann den Umbau der Branche für eigene Flotten-Entscheidungen nutzen. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

Diese Fahrzeuge verfügen über redundante Lenk- und Bremssysteme, um die Sicherheitsanforderungen für den fahrerlosen Betrieb zu erfüllen, und werden mit Waymos System der sechsten Generation ausgestattet. Während die Basisfertigung in Georgia erfolgt, wird die Endmontage der autonomen Systeme in Arizona durchgeführt.

Waymo betreibt derzeit rund 4.000 Fahrzeuge in 14 bis 15 US-Großstädten. Für den europäischen Markt strebt das Unternehmen einen Start in München an, wo kommerzielle Fahrten für Ende 2027 geplant sind. Hyundai ist indes nicht der einzige Partner; Waymo nutzt für andere Projekte beispielsweise Karosserien des Herstellers Zeekr.

Ausbau der Robotik und langfristige Konzernziele

Neben der Fahrzeugproduktion forciert Hyundai am Standort Georgia die Integration von Robotik-Lösungen. In Zusammenarbeit mit Boston Dynamics wurde im HMGMA ein spezialisiertes Anwendungszentrum eröffnet. Dort werden Atlas-Roboter für Logistikaufgaben und die Teilebereitstellung trainiert.

Bis 2030 soll ihr Einsatzbereich auf die Montage von Komponenten ausgeweitet werden. Hyundai plant, in den kommenden Jahren weltweit 25.000 dieser Einheiten in seinen Werken einzusetzen und eine neue US-Produktionsstätte mit einer jährlichen Kapazität von 30.000 Robotern zu errichten.

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Tesla startete seinen CyberCab Anfang September in Austin, Rivian, Lucid und Stellantis haben Lieferverträge mit Mobilitätsdienstleistern abgeschlossen — der Wettbewerb um autonome Flotten läuft, und Hyundai verschiebt sein eigenes Level-2-plus-System auf die zweite Hälfte 2029. Wer fahrerlose Betriebe plant, braucht jetzt einen belastbaren Compliance-Fahrplan statt später Reaktion. Compliance-Checkliste für fahrerlose Betriebe jetzt sichern

Die Maßnahmen sind Teil der umfassenden „Strategie 2030“ der Hyundai Motor Group. Diese sieht einen globalen Absatz von 5,55 Millionen Fahrzeugen vor, wobei elektrifizierte Modelle rund 60 Prozent des Mixes ausmachen sollen. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant der Konzern zudem die Einführung von über 100 neuen oder überarbeiteten Modellen sowie den Aufbau eines eigenen KI-Rechenzentrums ab 2029.

Im Wettbewerbsumfeld des autonomen Fahrens verstärkt sich der Druck unterdessen. Tesla startete den Betrieb seines „CyberCab“ Anfang September in Austin, Texas. Auch andere Hersteller wie Rivian, Lucid und Stellantis haben bereits Lieferverträge mit Mobilitätsdienstleistern wie Uber oder weiteren Partnern im Bereich der Autonomie abgeschlossen.

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de | wissenschaft | 70152008 |