IBM und OpenAI: KI erkennt Schwachstellen im Quellcode
24.06.2026 - 10:27:59 | boerse-global.de
Der IT-Riese ist dafür dem Daybreak Cyber Partner Program von OpenAI beigetreten. Das Ziel: Unternehmen helfen, Schwachstellen in ihrer Software automatisiert zu erkennen und zu bewerten.
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KI erkennt Angriffspunkte im Quellcode
Der neue Managed Service nutzt spezialisierte KI-Modelle von OpenAI, darunter GPT-5.5 mit Trusted Access for Cyber, Codex Security und GPT-5.5-Cyber. Die Systeme durchforsten den Quellcode und priorisieren Schwachstellen nach ihrer tatsächlichen Ausnutzbarkeit. Das spart wertvolle Zeit – denn bisher mussten Sicherheitsanalysten diesen Prozess weitgehend manuell durchführen.
Die Dringlichkeit ist hoch: Laut dem aktuellen Verizon Data Breach Investigations Report 2026 sind Software-Sicherheitslücken die Hauptursache für Cybervorfälle. Sie stecken hinter 31 Prozent aller Sicherheitsverletzungen. IBMs neuer Dienst automatisiert genau diesen Erkennungs- und Validierungsprozess.
Fünf-Milliarden-Projekt als Grundlage
Die Sicherheitslösung baut auf Project Lightwell auf – einer milliardenschweren Initiative von IBM und Red Hat. Rund fünf Milliarden Euro haben die Partner dort investiert. Die Integration erlaubt es IBM, moderne KI-Modelle in einem Rahmen einzusetzen, der für Unternehmenssicherheit ausgelegt ist.
Ein entscheidendes Detail: Der Dienst arbeitet mit schreibgeschütztem Zugriff auf den Kunden-Code. Die Analyse erfolgt in abgeschotteten Umgebungen (sogenannten bounded execution environments). Die KI kann Code prüfen und testen – aber weder verändern noch sensible Daten abgreifen. Ausgeliefert wird die Lösung über IBM Consulting Advantage.
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Börse reagiert positiv
Die Ankündigung vom 23. Juni 2026 kam an den Märkten gut an. IBMs Aktie legte im nachbörslichen Handel um 3,6 Prozent zu. Der Dienst ist ab sofort verfügbar. IBM zielt damit auf Unternehmen, die sich gegen zunehmend raffinierte, KI-verstärkte Cyberangriffe wappnen wollen.
Die Partnerschaft markiert einen Strategiewechsel bei IBM. Statt nur auf eigene Technologien zu setzen, kombiniert der Konzern seine Beratungskompetenz und die Red-Hat-Infrastruktur mit externen Spitzenmodellen. Das Ziel: Schwachstellen finden und schließen – bevor Angreifer sie ausnutzen können.
