IgG4-RD: Obexelimab hält 93 Prozent der Patienten zwölf Monate schubfrei
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 15:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue klinische Daten zur Behandlung der Immunglobulin-G4-assoziierten Erkrankung (IgG4-RD) liefern vertiefte Einblicke in die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffs Obexelimab.
Auf dem 6. Internationalen Symposium zu IgG4-RD, das vom 8. bis zum 10. Oktober 2026 im US-amerikanischen Cambridge in Massachusetts stattfand, stellte das biopharmazeutische Unternehmen Zenas BioPharma aktuelle Auswertungen aus der Phase-3-Studie INDIGO sowie der anschließenden offenen Verlängerungsphase (Open-Label-Extension) vor. In den USA leben Schätzungen zufolge rund 25.000 Menschen mit einer diagnostizierten IgG4-RD.
Langzeiteffekte in der offenen Verlängerungsphase
In der offenen Verlängerungsstudie erhielten die Teilnehmer nach einer vorangegangenen 52-wöchigen randomisierten kontrollierten Phase wöchentlich 250 mg Obexelimab subkutan.
Die Auswertung ergab eine 12-Monats-Wahrscheinlichkeit, schubfrei zu bleiben, von 0,93 für behörden- und komiteebestätigte Schübe, bei denen eine Notfalltherapie erforderlich war. Betrachtet man die von den Prüfärzten bestimmten Schübe, lag die ermittelte Wahrscheinlichkeit für einen schubfreien Verlauf über zwölf Monate bei 0,87.
Zum Zeitpunkt des Daten-Cutoffs befanden sich fünf Patienten noch im Begutachtungsverfahren. Die mediane kumulative Glukokortikoid-Rescue-Dosis betrug 0 mg, während der Mittelwert bei 105 mg lag. Insgesamt wurde der Antikörperkandidat Obexelimab bereits im Rahmen von neun Studien mit insgesamt 667 Probanden untersucht.
Die neuen 12-Monats-Daten aus der offenen Verlängerungsphase zeigen: 93 Prozent der Patienten blieben unter der Therapie schubfrei – bei einer medianen kumulativen Glukokortikoid-Rescue-Dosis von 0 mg. Wie Sie diese Ergebnisse für Ihren eigenen Verlauf einordnen und die Steroid-Last senken, erklärt unser kostenloser Leitfaden in drei Schritten. Jetzt kostenlosen IgG4-RD-Leitfaden anfordern
Deutliche Verringerung der Glukokortikoid-Toxizität
Ein zentrales Thema bei der langfristigen Behandlung der chronisch-entzündlichen Bindegewebs- und Organkrankheit ist die Verringerung der Nebenwirkungen von Steroidtherapien. Eine Subanalyse mittels des Glucocorticoid Toxicity Index (GTI) zeigte für Woche 52 im Vergleich zur Placebogruppe einen Unterschied von -11,4 Punkten beim Cumulative Worsening Score zugunsten von Obexelimab (p=0,021).
Zusätzliche Analysen sekundärer Endpunkte belegten laut Zenas BioPharma, dass signifikant weniger Patienten eine klinisch relevante kumulative Glukokortikoid-Toxizität entwickelten. Das Sicherheitsprofil erwies sich dabei als stabil: Die beobachteten Nebenwirkungsraten in der Verlängerungsphase fielen vergleichbar mit jenen der randomisierten Phase aus oder lagen darunter.
Immunantwort bei Impfungen untersucht
Ergänzend zu den Wirksamkeitsdaten wurden Resultate einer Impf-Substudie mit sieben Teilnehmern präsentiert. Bei sechs von sieben Patienten (86 Prozent) zeigte sich eine Influenza-Seroimmunität, während bei einer Impfung gegen COVID-19 alle vier untersuchten Probanden (100 Prozent) eine Seroimmunität erreichten. Bei den vorbestehenden Immunmarkern der sieben Patienten lag die Quote zuvor bei 71 Prozent für Influenza und bei 50 Prozent für COVID-19.
Viele IgG4-RD-Patienten kennen das Problem: Trotz Steroidtherapie kommt der nächste Schub – und mit ihm die Nebenwirkungen. Die aktuelle Subanalyse zeigt eine um 11,4 Punkte geringere kumulative Glukokortikoid-Toxizität gegenüber Placebo. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Steroid-Dosis Schritt für Schritt reduzieren und welche Impfungen unter Therapie sinnvoll sind. Checkliste zur Steroid-Reduktion jetzt sichern
Während des behandlungsfreien Intervalls, das im Durchschnitt 34,6 Tage umfasste, traten bei den Patienten keine Krankheitsschübe auf. An den Finanzmärkten begleitete reges Interesse die Publikationen; die Aktie von Zenas BioPharma (Ticker: ZBIO) notierte bei 26,94 US-Dollar.
