Illegale, Streams

Illegale Streams: 3,7 Millionen schauten CL-Finale ohne Lizenz

03.06.2026 - 17:16:57 | boerse-global.de

EuropÀische Behörden zerschlagen neun illegale Streaming-Netzwerke. Europol warnt vor Malware-Risiken und Datendiebstahl.

Illegale Streams: 3,7 Millionen schauten CL-Finale ohne Lizenz - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Illegale Streams: 3,7 Millionen schauten CL-Finale ohne Lizenz - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die siebenmonatige „Operation Kratos 2" unter Leitung Bulgariens und mit UnterstĂŒtzung von Europol fĂŒhrte zu Festnahmen in 13 LĂ€ndern.

Die Beamten löschten mehr als 27.000 illegale Streaming-Adressen. Sie identifizierten rund 18.000 IP-Adressen und ĂŒber 4.300 betroffene Domains. 29 VerdĂ€chtige sitzen in Haft.

Europol warnt: Illegale Streaming-Portale sind Einfallstore fĂŒr Malware und Datendiebstahl. Kriminelle Netzwerke nutzen die Plattformen gezielt, um Schadsoftware zu verbreiten.

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Millionen schauten Champions-League-Finale illegal

Die Dimension des Problems zeigt ein aktuelles Beispiel: Beim Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal Anfang Juni griffen allein in Großbritannien rund 3,7 Millionen Nutzer illegal auf die Übertragung zu.

Laut Marktforscher Gaming Compliance International (GCI) gab es weltweit etwa 16,2 Millionen unautorisierte Abrufe. Zum Vergleich: Offizielle Anbieter erreichten ĂŒber 7 Millionen Zuschauer.

624 Millionen gestohlene Zugangsdaten

IT-Sicherheitsunternehmen wie NordVPN und NordStellar schlagen Alarm: Weltweit wurden bereits 624 Millionen Zugangsdaten durch Infostealer entwendet. Die Zahl der Infektionen mit dieser Schadsoftware stieg zwischen 2024 und 2025 um 35 Prozent auf ĂŒber 26 Millionen FĂ€lle.

Besonders erschreckend: 98,5 Prozent der betroffenen Zugangsdaten galten als schwach. Kriminelle hatten leichtes Spiel.

In Deutschland verzeichnen Experten zudem einen rasanten Anstieg von Attacken auf NFC-Schnittstellen von MobilgerĂ€ten – plus 188 Prozent zwischen Januar und April 2026. Auch Messenger-Betrug bleibt lukrativ: Pro Fall liegt der durchschnittliche Schaden bei rund 1.180 Euro.

BrieftrÀger vor Gericht

Die Behörden gehen zunehmend gegen einzelne Anbieter vor. In Swansea (Wales) musste sich ein ehemaliger BrieftrĂ€ger verantworten. Er soll einen millionenschweren IPTV-Dienst betrieben haben – inklusive spezieller Apps und modifizierter Hardware fĂŒr Premier-League-Inhalte.

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Rechteinhaber wie Sky UK und die Premier League sowie die Anti-Piraterie-Organisation FACT trieben die Ermittlungen voran.

Erfolge gegen die technische Infrastruktur meldete die niederlÀndische Polizei: Sie zerschlug das Asocks-Botnetz mit rund 17 Millionen infizierten GerÀten weltweit.

Experten raten: Vermeidet veraltete Systeme und ungeschĂŒtzte Internetverbindungen. Infektionen mit Schadsoftware können bereits Minuten nach dem Verbindungsaufbau erfolgen.

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