Bayerisches Start-up soll FrachtgefĂ€hrt fĂŒrs All entwickeln
22.05.2024 - 20:42:56Die europĂ€ische Raumfahrtagentur Esa hat ein deutsches und ein italienisches Unternehmen mit der Entwicklung eines neuartigen Frachters fĂŒr den Weltraum beauftragt. Die Firma The Exploration Company mit Sitz in Planegg bei MĂŒnchen und der italienische Konzern Thales Alenia Space sollen jeweils ein Raumfahrzeug gestalten, dass bis 2028 Fracht zur Internationalen Raumstation ISS und zurĂŒck zur Erde bringen kann. Das teilte die Esa bei einem Gipfel in BrĂŒssel mit.
Die GefĂ€hrte könnten auch fĂŒr andere Weltraumstationen zum Einsatz kommen oder spĂ€ter fĂŒr die bemannte Raumfahrt weiterentwickelt werden. Die beiden Unternehmen erhalten fĂŒr die Entwicklung jeweils 25 Millionen Euro.
Die Esa hatte im vergangenen Herbst einen Wettbewerb zwischen europÀischen Unternehmen auf den Weg gebracht, um ein solches FrachtgefÀhrt zu entwickeln. Sieben Firmen bewarben sich, unter ihnen sowohl etablierte Unternehmen als auch Start-ups.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa kann durch Partnerschaften mit den Firmen SpaceX und Northrop Grumman bereits Fracht zur ISS nachliefern und zurĂŒck zur Erde bringen. Die Esa setzt darauf, mit einem europĂ€ischen FrachtgefĂ€hrt kĂŒnftig den Transport von Fracht etwa im Gegenzug zum Transport europĂ€ischer Astronauten ins All anbieten zu können.
AnlĂ€sslich des Gipfels in BrĂŒssel schlossen Deutschland und elf weitere Esa-Mitgliedstaaten sich den BemĂŒhungen der Raumfahrtbehörde zur Vermeidung von WeltraummĂŒll an. Sie unterschrieben eine Charta, die zur kompletten Vermeidung von RĂŒckstĂ€nden im Weltraum fĂŒhren und Entstehung von MĂŒll in den Umlaufbahnen von Erde und Mond bis 2030 deutlich einschrĂ€nken soll.


