Experten, Welt

Experten: Welt wÀre auf neue Pandemie nicht vorbereitet

30.10.2023 - 06:42:01

Im Laufe der Corona-Pandemie konnten viele LÀnder etwas zur Gesundheits-Krisenvorsorge lernen - allerdings nicht genug, so eine unabhÀngige Beobachtungsstelle. Was muss sich Àndern?

Die Welt ist nach wie vor schlecht auf eine mögliche neue Gesundheitskrise oder Pandemie vorbereitet. Zu diesem Schluss kommt die unabhÀngige Beobachtungsstelle Gesundheits-Krisenvorsorge (GPMB) in einem Bericht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank haben sie 2018 unter anderem als Reaktion auf einen verheerenden Ebola-Ausbruch in Westafrika eingerichtet. Die Beobachtungsstelle soll die Vorbereitungen in der Welt analysieren und Empfehlungen machen. Im Zuge der Corona-Pandemie sei einiges getan worden, hĂ€lt sie fest, aber manche LĂ€nder hĂ€tten ihre Vorkehrungen, um auf Ă€hnliche Krisen schnell reagieren zu können, wieder zurĂŒckgefahren und in anderen LĂ€ndern gebe es kaum Fortschritte.

Das muss sich Àndern

Die Organisation macht mehrere VorschlĂ€ge, um die Krisenvorsorge weltweit zu verbessern. LĂ€nder mĂŒssten ihre Überwachung stĂ€rken, um neue Krankheiten frĂŒhzeitig erkennen zu können. Dazu mĂŒssten Datenerhebung und AnalysekapazitĂ€t verbessert werden.

Ärmere LĂ€nder brauchten finanzielle UnterstĂŒtzung und einen Schuldenaufschub, um Ressourcen bereitstellen zu können. Ein geplanter Fonds mit zehn Milliarden Dollar fĂŒr Pandemievorbeugung und -vorbereitung mĂŒsse dringend finanziert werden.

Die Forschung und Entwicklung an neuen Medikamenten dĂŒrfe nicht wie bei der Coronapandemie in wenigen LĂ€ndern konzentriert sein. Die Zivilgesellschaft mĂŒsse in alle Vorbereitungen besser eingebunden werden. Die Co-Vorsitzende der Organisation, die frĂŒhere kroatische PrĂ€sidentin Kolinda Grabar-Kitarovi? sagte, mangelndes Vertrauen zwischen LĂ€ndern und zwischen BĂŒrgern und Behörden mache gute Pandemievorbereitung schwierig.

«Wir appellieren an die Staats- und Regierungschefs, diese Spaltungen zu ĂŒberwinden und einen neuen Weg einzuschlagen, der auf der gemeinsamen Erkenntnis beruht, dass unsere kĂŒnftige Sicherheit von sinnvollen Reformen und einem Höchstmaß an politischem Engagement fĂŒr die gesundheitliche Notfallvorsorge abhĂ€ngt.»

@ dpa.de