Meereis-Bedeckung, Allzeit-Minimum

Meereis-Bedeckung fÀllt auf Allzeit-Minimum

06.03.2025 - 04:00:40

Im spĂ€ten Winter sinkt die globale Meereis-FlĂ€che jeweils auf das Jahresminimum. In diesem Februar war eine besonders große FlĂ€che eisfrei.

  • Ein Eisberg im Antarktischen Ozean - Foto: Kyodo/dpa

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  • ILLUSTRATION. Ein EisbĂ€r steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle.  - Foto: Ulf Mauder/dpa

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Ein Eisberg im Antarktischen Ozean - Foto: Kyodo/dpaILLUSTRATION. Ein EisbÀr steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle.  - Foto: Ulf Mauder/dpa

Die Ausdehnung des Meereises ist Anfang Februar auf den niedrigsten globalen Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 gefallen. Wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus mitteilte, blieb die FlĂ€che auch fĂŒr den Rest des Monats unter dem bisherigen Tages-Negativrekord von Februar 2023.

Demnach lag in der Arktis die Ausdehnung des Meereises auf dem niedrigsten Wert fĂŒr einen Februar und 8 Prozent unter dem langjĂ€hrigen Mittel. Es sei der dritte Monat in Folge, der niedrigste Werte fĂŒr den jeweiligen Monat bringe, teilte Copernicus weiter mit.

In der Antarktis schrumpfte die Meereis-FlÀche auf den viertniedrigsten Februar-Wert und lag 26 Prozent unter dem Durchschnitt. Das absolute Jahresminimum erreicht diese Region, in der der Sommer gerade endet, aber gewöhnlich erst im MÀrz.

Weltweit drittwÀrmster Februar 

Der Februar war den Angaben zufolge auch der weltweit drittwĂ€rmste Februar - er war 0,63 Grad wĂ€rmer als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Zudem lag er 1,59 Grad ĂŒber der geschĂ€tzten mittleren Temperatur im Zeitraum von 1850 bis 1900. Nach Copernicus-Angaben lagen 19 der vergangenen 20 Monate mehr als 1,5 Grad ĂŒber dieser vorindustriellen Zeit. Im Pariser Klimaabkommen war 2015 vereinbart worden, die ErderwĂ€rmung möglichst auf 1,5 Grad ĂŒber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

In Europa lag die durchschnittliche Temperatur ĂŒber der LandflĂ€che im Februar bei 0,44 Grad. Das waren zwar 0,40 Grad mehr als im Februar-Mittel von 1991 bis 2020, zu den zehn wĂ€rmsten Februar-Monaten in Europa zĂ€hle der Monat aber bei weitem nicht, hieß es.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte ĂŒber die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Er stĂŒtzt sich auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus sowie auf Modellrechnungen.

@ dpa.de