iMac-Reparatur: Apple-Speicher kostet 2.200 Euro extra
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 18:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein finder Mac-Besitzer hat eindrucksvoll bewiesen, wie teuer Apples hauseigene Aufpreise für mehr Speicherplatz sein können. Mit einer selbst durchgeführten, zwölfstündigen „Hardware-Operation" sparte er rund 2.200 Euro im Vergleich zur offiziellen Konfiguration. Der Eingriff war zwar extrem aufwendig, zeigt aber die enormen Preisunterschiede zwischen Eigenbau und Apple-Lösung.
iMac-Design: Schön, aber nicht reparierbar
Derartige Eigeninitiativen sind jedoch die absolute Ausnahme. Ein aktueller Teardown des 21,5-Zoll iMac 4K Retina durch die Reparatur-Experten von iFixit offenbart ein Design, das vor allem auf das brillante Display optimiert ist – aber nicht auf Nachrüstbarkeit. Auf der Hauptplatine fehlt ein freier SSD-Steckplatz. Die Konsequenz: eine Reparierbarkeitswertung von nur 1 von 10 Punkten.
Auch der größere Bruder macht es den Bastlern nicht leicht. Der 27-Zoll iMac verfügt zwar über zwei Einschübe für Laufwerke, benötigt aber proprietäre Apple-SSDs. Branchenbeobachter spekulieren, dass Drittanbieter-Adapater irgendwann Abhilfe schaffen könnten.
Framework 13: Das Gegenmodell
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Während Apple auf Geschlossenheit setzt, fährt ein anderer Hersteller eine radikal andere Strategie. Das Framework 13-Notebook, ebenfalls kürzlich von iFixit unter die Lupe genommen, lässt sich modular aufrüsten. Prozessoren der 13. Generation oder ein neuer Bildschirm? Etwa 20 Minuten Arbeit – ein krasser Gegensatz zur stundenlangen Bastelei am Mac.
Preisexplosion bei SSDs und MacBooks
Der Zeitpunkt für DIY-Upgrades könnte kaum besser sein – denn die Preise für Speicher und Computer steigen rasant. Apple selbst erhöhte im Juni 2026 die MacBook-Preise mit Verweis auf gestiegene Komponentenkosten. Aktuell kostet das MacBook Neo 699 Euro, das Air M5 1.299 Euro und das Pro M5 1.999 Euro.
Haupttreiber ist der NAND-Flash-Speicher, dessen Preise sich laut Marktanalysten in etwa verdoppelt haben. Eine Samsung 2TB 990 PRO SSD lag im April 2026 noch bei 640 Euro. Ein aktueller Sale Anfang Juli senkte den Preis auf 360 Euro. Besonders hochkapazitive Modelle mit 4TB sind betroffen: Einige kosten über 900 Euro. Zum Vergleich: Eine 2TB-Festplatte (HDD) liegt bei 80 bis 100 Euro, eine 2TB-SSD hingegen bei über 300 Euro.
KI-Features treiben Speicherbedarf
Doch nicht nur die Hardware-Kosten steigen – auch die Software wird hungriger. Aktuelle Beta-Notizen zu macOS Golden Gate deuten darauf hin, dass kommende KI-Funktionen einen 2TB iCloud+-Tarif voraussetzen. Dazu gehören automatisierte Bewegungsmelder-Zusammenfassungen und eine natürlichsprachliche Suche für Überwachungskameras.
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Noch einen Schritt weiter geht macOS Tahoe 26.2: Es erlaubt, mehrere Macs über Thunderbolt 5 zu einem Cluster zu verbinden, um große KI-Modelle auszuführen. Solche Konfigurationen mit mehreren Mac Studio-Einheiten benötigen enorme Speicher- und Arbeitsspeicher-Ressourcen.
Software-Hilfe für den Speicher-Engpass
Um den Überblick über den knappen Speicherplatz zu behalten, gibt es mittlerweile spezielle Helfer. Das kostenlose Tool Mister Plimsoll warnt Mac-Nutzer, sobald der freie Speicher unter zehn Prozent fällt. Programme wie DaisyDisk visualisieren die Speicherbelegung und helfen, System-Snapshots aufzuspüren, die oft unbemerkt wertvollen Platz belegen.
