Apple, KI-Musikgenerator

iMessage: Apple integriert KI-Musikgenerator Suno direkt in Chat

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 05:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple integriert Suno-KI-Musik in iMessage und erweitert iOS 27 um Handschrift-Features. Google präsentiert zeitgleich 3D-Emojis.

iMessage wird kreativ: KI-Songs und neue Zeichen-Tools in iOS 27
Eine Hand hält ein Smartphone mit einer iMessage-Unterhaltung, generativen Musikwellen und digitalen Handschriftwerkzeugen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple rĂĽstet seinen Messaging-Dienst iMessage mit KI-generierter Musik und verbesserten Zeichenfunktionen auf. Der iOS-27-Beta bringt zudem ĂĽberraschende Grafik-Features.

Der Messaging-Markt erlebt einen grundlegenden Wandel: Generative KI-Inhalte und verbesserte taktile Oberflächen halten Einzug in die alltägliche Kommunikation. Nach der Veröffentlichung der iOS-27-Public-Beta und mehreren Drittanbieter-Integrationen zeigt sich: iMessage wird zum kreativen Studio.

Suno liefert KI-Songs direkt in den Chat

Die KI-Musikplattform Suno hat ihre Dienste direkt in iMessage integriert. Nutzer können nun 30-sekündige Audioclips per Text- oder Sprachbefehl generieren – ohne die Messaging-App zu verlassen. Das Tool ist über das Plus-Menü erreichbar und soll eine ausdrucksstärkere Alternative zu herkömmlichen Sprachnachrichten bieten.

Voraussetzung: Sowohl Sender als auch Empfänger müssen die Suno-App auf ihrem iPhone installiert haben. Das Unternehmen zählt aktuell zwei Millionen zahlende Abonnenten und generiert täglich rund sieben Millionen Songs. Doch nicht alle sind begeistert: Kritiker bezeichnen KI-generierte Musik als unpersönlichen Ersatz für echte Sprachnachrichten.

Die Integration kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Suno steht wegen seiner Trainingsmethoden in der Kritik. Universal und Sony haben Klagen eingereicht – der Vorwurf: Millionen von Titeln von Plattformen wie YouTube Music, Deezer und Genius seien unrechtmäßig abgegriffen worden. Warner Music hingegen hat offenbar eine Einigung mit dem KI-Entwickler erzielt.

iOS 27: Handschrift und flĂĽssiges Glas

Mit der iOS-27-Beta, die am 16. Juli 2026 in die öffentliche Testphase ging, führt Apple native Verbesserungen für iMessage ein. Im Mittelpunkt: die bessere Zugänglichkeit von Handschrift-Features. Ein neues Zeichen-Applet im Plus-Menü übernimmt die Werkzeugpalette der Notizen-App – handschriftliche Nachrichten lassen sich so deutlich einfacher erstellen.

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Doch das Update hat noch mehr zu bieten. Am 17. Juli sorgte ein besonderes Detail für Aufsehen: Die Vorschau-App fürs iPhone erhält eine „Flüssigglas“-Lupe – ein Feature, das bisher dem iPad vorbehalten war. Nutzer können damit eine virtuelle Lupe über Texte ziehen, die eine realistische, flüssigkeitsähnliche Verzerrung erzeugt.

Ein struktureller Einschnitt: Siri wird zur eigenständigen App im neuen Betriebssystem. Allerdings haben regulatorische Hürden die Verfügbarkeit dieser KI-Features in bestimmten Regionen – darunter Europa und China – verzögert. Das dürfte vor allem Nutzer in der EU verärgern, die auf die neuen Funktionen vorerst verzichten müssen.

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Googles Emoji-Revolution in 3D

Der Trend zu aufwendigerer visueller Kommunikation beschränkt sich nicht auf Apple. Am 17. Juli 2026 präsentierte Google eine umfassende Neugestaltung seiner Emoji-Bibliothek: 3.977 Zeichen wurden von 2D-Designs in 3D-Modelle überführt. Das Google-Noto-Emoji-Projekt stellte fest, dass Nutzer zunehmend Ganzkörperdarstellungen und mehr visuelle Tiefe bevorzugen.

Um die neuen Designs optimal zur Geltung zu bringen, führte Google ein KI-gestütztes Kontrast-Tool ein. Es stellt sicher, dass Emojis in verschiedenen Oberflächeneinstellungen – etwa im Dark Mode – gut sichtbar bleiben. Die 3D-Modelle werden als Open-Source-Assets veröffentlicht und sollen später im Jahr 2026 auf Pixel-Geräten verfügbar sein.

Die Entwicklungen in beiden Ökosystemen deuten auf einen breiten Branchentrend hin: Hochauflösende, KI-gestützte und dreidimensionale Kommunikationsformate ersetzen zunehmend statische Texte und 2D-Symbole. Die Zukunft des Messaging ist dynamisch, generativ und deutlich kreativer.

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