Impostor-Syndrom, Millionen

Impostor-Syndrom: Millionen Führungskräfte leiden unter Dauerstress

15.06.2026 - 19:32:40 | boerse-global.de

Viele Fachkräfte zweifeln an ihren Fähigkeiten und fühlen sich als Hochstapler. Experten zeigen Wege aus der Selbstzweifel-Falle auf.

Impostor-Syndrom: Wenn Erfolg zur Belastung wird
Impostor-Syndrom - Hände halten eine zerbrechliche Glasfigur eines Menschen, mit einem verschwommenen Bürohintergrund, der Selbstzweifel symbolisiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Betroffene führen ihre Erfolge nicht auf eigene Fähigkeiten zurück, sondern auf Zufall oder Glück. Die ständige Angst, als Hochstapler entlarvt zu werden, belastet massiv.

Die Wurzeln der Selbstzweifel

Die Ursachen liegen oft in der Kindheit oder Erziehung. Auch Perfektionismus treibt das Gefühl der Unzulänglichkeit an. Steffen Häfner, Facharzt für Psychosomatische Medizin, warnt vor den gesundheitlichen Folgen.

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Der Dauerstress begünstigt Schlafstörungen, Depressionen oder Burn-out. Betroffene können Lob nicht annehmen und hinterfragen ihre Leistungen ständig. Die psychische Belastung geht weit über normale Arbeitsbelastung hinaus.

Wege aus der Gedankenfalle

Fachleute empfehlen verhaltenstherapeutische Ansätze. Der erste Schritt: Die psychologischen Muster erkennen. Betroffene sollten ihre Erwartungen reflektieren und einen wohlwollenderen Blick auf die eigene Leistung entwickeln.

Ein Erfolgstagebuch hilft, die objektive Wahrnehmung der eigenen Kompetenz zu stärken. Experten raten zudem, Fehler als Lernprozess zu akzeptieren. Differenziertes Feedback von Kollegen oder Vorgesetzten verringert die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung.

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Wann professionelle Hilfe nötig ist

Leichte Selbstzweifel lassen sich oft durch Selbstmanagement oder Gespräche bewältigen. Bei hohem Leidensdruck ist professionelle Unterstützung ratsam. Häfner betont: Führt die Belastung zu klinischen Symptomen wie Depressionen, ist eine Psychotherapie der richtige Weg.

Ziel ist es, die tief liegenden Ursachen aufzuarbeiten und neue Denkstrukturen zu etablieren. Das Syndrom trifft oft Leistungsträger, die nach außen erfolgreich wirken. Die Hemmschwelle zur Hilfe ist hoch – doch eine frühzeitige Auseinandersetzung ist essenziell, um langfristige gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

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