Nach Gipfel: Regenwald-Staaten wollen Kooperation stÀrken
29.10.2023 - 13:31:36Staaten mit den gröĂten Regenwald-Gebieten der Erde wollen beim Schutz dieser wertvollen Ăkosysteme stĂ€rker kooperieren. Das haben Regierungsvertreter der AnrainerlĂ€nder von Amazonas und Kongo sowie des Gebiets Mekong-Borneo-SĂŒdostasien am Wochenende in Brazzaville vereinbart.
An dem dreitÀgigen sogenannten Drei-Becken-Gipfel (Three Basins Summit) hatten Vertreter von Brasilien, Indonesien, der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo teilgenommen. Auch die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union, die EuropÀische Union und Nicht-Regierungs-Organisationen waren vertreten.
In der am Samstag vereinbarten AbschlusserklĂ€rung bekrĂ€ftigten die Teilnehmer ihre Absicht, die Abholzung der RegenwĂ€lder einzudĂ€mmen, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimawandel zu bekĂ€mpfen. Die drei Regionen enthalten demnach zwei Drittel der terrestrischen Artenvielfalt und stellen die Lebensgrundlage fĂŒr mehr als eine Milliarde Menschen.
Die Umweltorganisation WWF begrĂŒĂte die Vereinbarung einer verstĂ€rkten Zusammenarbeit zwar, Ă€uĂerte sich jedoch enttĂ€uscht. Das Treffen habe nicht zu einer Allianz der drei Weltregionen gefĂŒhrt. Davon hatte sich die Organisation eine bessere Kooperation vor allem zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der RegenwĂ€lder erhofft. Mehr Anstrengungen fĂŒr eine konkrete Zusammenarbeit wĂŒrden benötigt, um die Entwaldung zu stoppen und die WĂ€lder zu schĂŒtzen, betonte der WWF in einer ErklĂ€rung.
Das Treffen war der zweite Drei-Becken-Gipfel. Die erste Zusammenkunft hatte 2011 ebenfalls in Brazzaville stattgefunden. Damals war der Bedarf fĂŒr eine Plattform betont worden, um die Kooperation zwischen den beteiligten LĂ€ndern zu stĂ€rken.


