WĂ€lder, Kanada

WaldbrÀnde in Kanada verursachen Rekordemissionen

03.08.2023 - 16:01:29

In Kanada brennen seit Wochen die WĂ€lder. Damit wurden Rekordmengen an Kohlenstoff in die AtmosphĂ€re gepustet. Das hat schwere Folgen fĂŒr das Klima.

Die seit Wochen wĂŒtenden WaldbrĂ€nde in Kanada haben nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus Rekordmengen an Kohlenstoff in die AtmosphĂ€re gebracht: Die diesjĂ€hrigen Emissionen durch die Feuer bis Ende Juli liegen nach SchĂ€tzungen des Copernicus-AtmosphĂ€rendienstes (CAMS) mehr als doppelt so hoch wie im gesamten bisherigen Rekordjahr 2014. Demnach belaufen sich die Kohlenstoff-Emissionen 2023 bislang auf schĂ€tzungsweise 290 Megatonnen. Im Jahr 2014 gelangten in Kanada SchĂ€tzungen zufolge 138 Megatonnen Kohlenstoff durch BrĂ€nde in die AtmosphĂ€re.

«Wir haben die Emissionen von WaldbrĂ€nden in ganz Kanada seit Anfang Mai drei Monate lang ĂŒberwacht», erklĂ€rte der leitende CAMS-Wissenschaftler Mark Parrington. «In dieser Zeit sind sie fast kontinuierlich auf ein Niveau angestiegen, das bereits deutlich ĂŒber den bisherigen jĂ€hrlichen Gesamtemissionen von BrĂ€nden in Kanada in unserem Datensatz liegt.» Der Datensatz reicht zurĂŒck bis Anfang 2003. Da die BrĂ€nde in weiten Teilen Kanadas andauern, geht Parrington von weiter steigenden Emissionen aus.

Der AtmosphĂ€renĂŒberwachungsdienst ist eine von mehreren Komponenten des Copernicus-Programms der EuropĂ€ischen Union. Es stellt unter anderem aus Satellitenbildern gewonnene Daten zu den Bereichen AtmosphĂ€re, Meere, Land, Klimawandel, Sicherheit und Energie zur VerfĂŒgung.

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