StÀndige, Impfkommission

StĂ€ndige Impfkommission wird grĂ¶ĂŸtenteils neu besetzt

12.02.2024 - 18:36:17 | dpa.de

Insbesondere in der Corona-Pandemie sind die StĂ€ndige Impfkommission und ihr Vorsitzender Thomas Mertens einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Jetzt stehen personelle Änderungen bevor.

Thomas Mertens, der Vorsitzende der StÀndigen Impfkommission (Stiko), gibt sein Amt auf. - Foto: David Young/dpa
Thomas Mertens, der Vorsitzende der StÀndigen Impfkommission (Stiko), gibt sein Amt auf. - Foto: David Young/dpa

Die fĂŒr die Impfempfehlungen in Deutschland verantwortliche StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) wird personell in großen Teilen neu aufgestellt. Die Stiko habe in der Pandemie große Leistungen erbracht, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag laut einer Mitteilung. «Jetzt wird sie mit vielen neuen Mitgliedern aus sehr unterschiedlichen Fachbereichen jĂŒnger und noch interdisziplinĂ€rer besetzt.» 

Das Bundesgesundheitsministerium hat demnach im Benehmen mit den obersten Gesundheitsbehörden der LĂ€nder turnusmĂ€ĂŸig die Mitglieder des ehrenamtlichen Gremiums neu berufen. Zu einer konstituierenden Sitzung kommt die kĂŒnftig 19-köpfige Runde am 12. und 13. MĂ€rz zusammen, dabei wĂ€hlt sie auch einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Erweitert wird die Stiko nach Ministeriumsangaben um Fachleute aus den Bereichen Modellierung und Kommunikation. Vertreten sind daneben etwa Spezialistinnen und Spezialisten aus Virologie, Immunologie und Allgemeinmedizin sowie aus GesundheitsĂ€mtern. 

Ein großer Teil der bisherigen 17 Stiko-Mitglieder scheidet nun aus. Darunter ist auch der Virologe Thomas Mertens, seit 2017 Vorsitzender des Gremiums. Er hatte bereits vor lĂ€ngerer Zeit angekĂŒndigt, nicht mehr fĂŒr eine weitere Amtszeit zur VerfĂŒgung zu stehen. Unter den Fachleuten, die in der Stiko bleiben, sind etwa der Virologe Klaus Überla (UniversitĂ€tsklinikum Erlangen) und Jörg Meerpohl vom Cochrane Zentrum Deutschland. 

Die grĂ¶ĂŸeren personellen VerĂ€nderungen waren schon lĂ€nger angekĂŒndigt. Im Zuge dessen wurde auch die Berufungszeit auf maximal drei Perioden Ă  drei Jahre begrenzt. Dies soll dazu beitragen, die UnabhĂ€ngigkeit des Gremiums zu sichern, wie es vom Ministerium hieß. 

Die Stiko gibt Empfehlungen zu Impfungen fĂŒr die Bevölkerung in Deutschland ab. In der Corona-Krise gab es auch einige Kritik an der Arbeit des Gremiums, vorgehalten wurden den Fachleuten zum Beispiel teils langsame Entscheidungsprozesse.

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