Instant-Porridge im Ă–ko-Test: Zehn Pestizide in Seitenbacher-Mischung
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 22:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test aus der Ausgabe 3/2026 zeigt deutliche Qualitätsunterschiede bei Instant-Porridges. Im Mittelpunkt der Laborergebnisse stehen erhebliche Pestizidfunde in einem konventionellen Produkt sowie das vergleichsweise gute Abschneiden von Bio-Erzeugnissen. Das Verbrauchermagazin prüfte insgesamt 19 Fertigmischungen auf bedenkliche Inhaltsstoffe und deren Nährwerte.
Mehrfachbelastung in konventioneller Fertigmischung
Besonders auffällig schnitt im Test die konventionelle Frucht Porridge der Marke Seitenbacher ab. Das beauftragte Labor wies in dieser Mischung zehn verschiedene Pestizide nach. Unter den Rückständen befanden sich die Fungizide Cyprodinil und Fludioxonil, bei denen ein Verdacht auf hormonelle Schadwirkungen besteht. Zudem identifizierten die Experten Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat sowie dessen Abbauprodukt AMPA.
Darüber hinaus fand sich in derselben Mischung der Wirkstoff Imidacloprid, dessen Einsatz in der Europäischen Union seit dem Jahr 2020 verboten ist. Neben den chemischen Rückständen fiel das Produkt auch durch seinen Nährwert auf: Mit 22 g Zucker pro 100 g verzeichnete die Mischung den höchsten Zuckergehalt des gesamten Teilnehmerfeldes. Öko-Test bewertete die Seitenbacher Frucht Porridge im Gesamturteil mit der Note „ungenügend“.
Bio-Erzeugnisse dominieren das Spitzenfeld
Dem mangelhaften Einzelfall steht eine breite Spitzengruppe gegenüber. Von den 19 untersuchten Instant-Porridges erhielten elf Produkte die Bestnote „sehr gut“. Diese Bestnoten entfielen ausnahmslos auf Bio-Produkte. Weitere zwei Erzeugnisse schlossen mit dem Gesamturteil „gut“ ab.
Wer morgens Instant-Porridge löffelt, will kein Pestizid-Cocktail zum Frühstück. Ein aktueller Labortest fand in einer konventionellen Fertigmischung zehn verschiedene Pestizide — darunter ein seit 2020 in der EU verbotenes Insektizid. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Produkte sauber abschnitten und wie Sie die Zuckerfalle umgehen. Jetzt kostenlosen Porridge-Leitfaden anfordern
Vier Mischungen wurden mit „befriedigend“ bewertet, worunter sich drei Bio-Artikel befanden. Ein einzelnes Produkt erhielt die Note „ausreichend“, während die Testtabelle mit dem einmal vergebenen „ungenügend“ abschloss.
Unterschiede bei Zuckergehalt und Preisen
Neben Verunreinigungen bildete der Zuckeranteil ein zentrales Kriterium des Tests. Ăśber alle untersuchten Produkte hinweg reichte die Spanne beim Zuckergehalt von 3 bis 22 Prozent. Nach den Bewertungskriterien von Ă–ko-Test fĂĽhrte ein hoher Zuckeranteil jedoch erst ab einem Schwellenwert von 25 Prozent Zucker zu einem Notenabzug, orientiert an den entsprechenden Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Nicht nur Pestizide sind ein Problem: Zwischen 3 und 22 Gramm Zucker pro 100 Gramm lagen die getesteten Instant-Porridges auseinander — und teurer Bio ist nicht automatisch die bessere Wahl. Unser kostenloser Leitfaden vergleicht Bio-Produkte nach Preis und Zuckergehalt, damit Sie beim nächsten Einkauf nicht zu viel zahlen. Bio-Porridge Preis-Leistungs-Check jetzt sichern
Auch im Bereich der Bio-Produkte zeigen sich deutliche Differenzen in Bezug auf Nährwerte und Preise:
- Das Rewe Bio Porridge Beere Naturland weist einen Gehalt von 8,3 g Zucker pro 100 g auf und liegt preislich bei 2,99 Euro pro 500 g.
- Das Bio Wildberry Chia von Mymuesli enthält dagegen 11,3 g Zucker pro 100 g und schlägt mit 8,69 Euro pro 500 g zu Buche.
Die Testergebnisse verdeutlichen damit, dass ökologische Alternativen nicht nur geringere Schadstoffbelastungen aufweisen, sondern sich auch innerhalb des Bio-Segments in Rezeptur und Preisgestaltung stark voneinander unterscheiden.

