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Intel Nova Lake: Neue Prozessoren mit bis zu 28 Kernen ab Ende 2026

Veröffentlicht am: 09.07.2026 um 18:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intel bereitet Nova Lake mit 28 Kernen vor, Samsung kehrt mit KI-Beschleuniger Gaia zurück. Beide zielen auf Serienproduktion ab Ende 2026.

Intel Nova Lake und Samsung Gaia: Neue KI-Chips ab 2026
Nahaufnahme eines Computerprozessorchips mit leuchtend blauen und violetten Schaltkreisen, die fortschrittliche Technologie darstellen. Illustration mit AI erstellt.

Intel bereitet seine nächste Prozessorgeneration Nova Lake vor, während Samsung mit einem eigenen KI-Beschleuniger auf den Markt drängt. Beide Unternehmen zielen auf Serienproduktion ab Ende 2026 und 2027.

Intel setzt auf Nova Lake und neue Workstation-Plattform

Intels kommende Nova Lake-S-Prozessorfamilie umfasst eine spezielle Workstation-Serie namens Dunlow. Diese Plattform nutzt einen neuen Sockel (LGA1954) und bietet Einstiegs-Xeon-Prozessoren mit bis zu 28 Kernen. Die Chips arbeiten mit einer thermischen Verlustleistung von 95 Watt und unterstützen DDR5-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus.

Die Desktop-Varianten von Nova Lake zielen auf Gamer und Hochleistungsanwender. Ein Core-Ultra-5-Modell soll 22 Kerne bieten: sechs Performance-Kerne, zwölf Effizienz-Kerne und vier besonders stromsparende Effizienz-Kerne. Mit 108 Megabyte L3-Cache will Intel gegen Konkurrenten mit hohen Cache-Mengen bestehen. Die Desktop-Chips erscheinen in zwei Leistungsstufen: einer freigeschalteten 125-Watt-Version und einer 65-Watt-Variante.

Auch die integrierte Grafik erhält ein großes Update. Die Nova-Lake-Prozessoren enthalten Xe3- und Xe3P-Grafikeinheiten. Linux-Kernel-Patches identifizierten kürzlich mehrere interne Kennungen dieser Einheiten. Eine Version mit 12 Kernen soll sogar günstige Einsteiger-Grafikkarten übertreffen.

Samsung kehrt mit „Gaia“ auf den PC-Chip-Markt zurück

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Nach rund einem Jahrzehnt Pause wagt Samsung den Wiedereinstieg in den PC-Chipmarkt. Der KI-Beschleuniger „Gaia“ ist kein klassischer Prozessor, sondern eine neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) auf 4-Nanometer-Basis. Seine Hauptaufgabe: generative KI-Workloads in Mittelklasse- und Premium-Laptops beschleunigen.

Prototypen des Gaia-Beschleunigers liegen bereits bei großen PC-Herstellern wie HP und Lenovo zur Evaluierung. Die Serienproduktion soll 2027 anlaufen. Samsung will mit Gaia direkt gegen die KI-Hardware von Qualcomm und Nvidia antreten. Branchenanalysten schätzen, dass der KI-PC-Markt bis 2035 auf fast eine Billion Euro anwachsen könnte – mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 30 Prozent.

Revolution bei Architektur und Speicheranbindung

Beide Hersteller setzen auf tiefe Integration spezialisierter Recheneinheiten. Intels Nova-Lake-Architektur vereinheitlicht Befehlssätze über verschiedene Kerntypen hinweg. Die Chips unterstützen AVX10.2, was native 512-Bit-Berechnungen auf Performance- und Effizienz-Kernen ermöglicht. Diese Vereinheitlichung soll KI-Beschleunigung und wissenschaftliche Berechnungen auf dem gesamten Prozessor optimieren.

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Samsungs Gaia-Chip setzt auf eine besondere Speichertechnologie, um Datenengpässe zu vermeiden. Der Beschleuniger arbeitet mit Processing-In-Memory-DRAM zusammen. Indem Rechenleistung direkt in die Speichermodule wandert, will Samsung die Effizienz großer Sprachmodelle und anderer generativer KI-Anwendungen auf lokalen Rechnern drastisch steigern.

Während Intels Nova Lake zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 auf den Markt kommen soll, ist Samsungs Gaia als Schlüsselkomponente für den Hardware-Zyklus 2027 positioniert. Beide Entwicklungen zeigen: Der PC-Markt rüstet sich für eine Ära spezialisierter KI-Hardware.

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