iOS 26.4.1: Apple aktiviert Diebstahlschutz jetzt automatisch
25.06.2026 - 09:46:28 | boerse-global.de
Mit dem Update auf iOS 26.4.1 aktiviert der Konzern den Diebstahlschutz nun automatisch â bisher mussten Nutzer die Funktion selbst einschalten. Zeitgleich ĂŒberarbeitete Apple seine Support-Hinweise, um auf neue Betrugsmaschen zu reagieren.
Vorsicht vor dem Sperrbildschirm
Die aktualisierten Ratgeber warnen vor einer unterschÀtzten Gefahr: persönliche Kontaktdaten auf dem Sperrbildschirm. Diebe nutzen diese Informationen, um sich als Support-Mitarbeiter auszugeben oder Phishing-Nachrichten zu verschicken. Apples Empfehlung: Keine privaten Daten auf dem Display anzeigen.
Ein abhandengekommenes GerĂ€t sollten Besitzer sofort ĂŒber den Dienst âWo ist?â als verloren markieren. Wichtig: Das iPhone nicht aus dem eigenen Account entfernen. Sonst erlischt die Aktivierungssperre, und das GerĂ€t wird fĂŒr Fremde wieder nutzbar. Die Ortung bleibt laut Apple auch bei ausgeschaltetem GerĂ€t fĂŒr einen begrenzten Zeitraum aktiv.
Hardware-LĂŒcke bleibt offen
Die neue Schutzfunktion verlangt fĂŒr sensible SystemĂ€nderungen eine biometrische BestĂ€tigung per Face ID oder Touch ID. Das erschwert Dieben den Zugriff auf gesperrte GerĂ€te erheblich.
Doch nicht alle LĂŒcken lassen sich schlieĂen. Die Schwachstelle âusbliter8â im BootROM der A12- und A13-Chips betrifft Ă€ltere Modelle wie das iPhone XS, das iPhone 11 und mehrere iPads. Da es sich um ein Hardware-Problem handelt, bleibt es von Software-Updates unberĂŒhrt. Ein Angriff setzt allerdings physischen Zugriff via USB voraus.
Konkurrenz zieht nach
Mit iOS 26.4.1 aktiviert Apple den Diebstahlschutz automatisch â doch viele Nutzer wissen nicht, ob die Funktion wirklich lĂ€uft. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie in 3 Schritten, wie Sie den Schutz prĂŒfen und bei Diebstahl richtig handeln. Jetzt Sicherheits-Check anfordern
Auch Google reagierte: Anfang der Woche veröffentlichte der Konzern Android 17 fĂŒr seine Pixel-Smartphones. Die neue Version enthĂ€lt eine KI-gestĂŒtzte Diebstahlerkennung und erweiterte biometrische Sperren.
Betrugswelle erreicht neue Dimensionen
Die Sicherheitsoffensive der Hersteller kommt nicht von ungefĂ€hr. Laut Daten von UK Finance stiegen die Verluste durch Zahlungsbetrug im Jahr 2025 auf rund 1,5 Milliarden Euro. Ein groĂer Teil entfĂ€llt auf den sogenannten APP-Betrug (Authorised Push Payment). Google geht derzeit juristisch gegen ein Netzwerk vor, das mit KĂŒnstlicher Intelligenz ĂŒber 8.000 gefĂ€lschte Webseiten erstellt haben soll. Die SchĂ€den gehen in die Milliarden.
WhatsApp warnt vor unbekannten Kontakten
Parallel zu den Betriebssystem-Updates hat WhatsApp am Mittwoch neue SicherheitsprĂŒfungen eingefĂŒhrt. Nutzer erhalten jetzt Warnhinweise bei Nachrichten von unbekannten Kontakten, die Standort- oder Gruppendaten enthalten. Ziel ist es, Betrug durch unbefugte GerĂ€tekopplungen (âDevice-Linkingâ) zu erschweren.
Sicherheitsforscher von Kaspersky warnen zudem vor einer aktuellen Kampagne: Ăber gekaperte WhatsApp-Kontote werden schĂ€dliche VBScript-Dateien verschickt. Getarnt als Rechnungen ermöglichen sie einen Fernzugriff auf Windows-Systeme.
Diebe nutzen persönliche Kontaktdaten auf dem Sperrbildschirm fĂŒr Betrug â Apples aktualisierte Warnungen zeigen, wie Sie sich schĂŒtzen. Dieser Leitfaden verrĂ€t, welche Einstellungen Sie sofort Ă€ndern sollten und wie Sie Ihr iPhone nach einem Diebstahl korrekt sperren. iPhone-Sicherheitsleitfaden jetzt sichern
Urlaubszeit ist Quishing-Zeit
Experten von G DATA CyberDefense weisen in einer aktuellen Umfrage auf eine weitere Gefahr hin: In der Urlaubszeit steigt das Risiko durch manipuliertes QR-Code-Scanning (âQuishingâ). Ihr Rat: Aktuelle Backups erstellen und die nun automatischen Diebstahlschutz-Funktionen nicht deaktivieren.
