iOS 27: Apple baut Siri zur visuellen KI-Assistentin um
06.07.2026 - 01:42:29 | boerse-global.de
Die für September 2026 geplante Vollversion von iOS 27 stellt die Sprachassistentin Siri und die Kurzbefehle-App auf eine völlig neue Basis. Was genau sich ändert und wer die neuen Funktionen nutzen kann.
„Beschreibe einen Kurzbefehl" – Automatisierung für alle
Bislang war die Kurzbefehle-App eine Domäne für Technikaffine. Mit iOS 27 soll sich das ändern. Die neue Funktion „Kurzbefehl beschreiben" erlaubt es Nutzern, ihre Automatisierungswünsche einfach in natürlicher Sprache zu formulieren. Das System analysiert die Eingabe und setzt die gewünschten Aktionen automatisch zusammen. Auch die Bearbeitung bestehender Abläufe funktioniert künftig per Sprachbefehl oder Texteingabe.
Doch damit nicht genug: Apple erweitert die Auslöser für Automatisierungen deutlich. Künftig können Aktionen unter anderem durch das Erstellen eines Screenshots, den Eingang einer bestimmten Benachrichtigung, die Nutzung einer externen Tastatur oder den Start eines Trainings gestartet werden. Um diese komplexeren Abläufe zu unterstützen, hat Apple neue Aktionen für System-Apps integriert und verlagert Berechnungen verstärkt auf das lokale Gerät – ein Gewinn für Geschwindigkeit und Datenschutz.
Siri wird zur visuellen Assistentin
Die wohl sichtbarste Neuerung betrifft Siri. Die Sprachassistentin erhält mit iOS 27 erweiterte Fähigkeiten für die kontextbezogene Suche und Objekterkennung. Die verbesserte Spotlight-Suche kann nun direkt auf Daten innerhalb von Apps zugreifen – etwa um bestimmte Informationen in E-Mails zu finden. Auch Anfragen zu Erinnerungen und Kalendereinträgen verarbeitet Siri deutlich flüssiger.
Ein besonderes Highlight ist der neue Kamera-Siri-Modus, den Apple als „Visuelle Intelligenz" bezeichnet. Die Kamera kann in Echtzeit Objekte identifizieren, Texte übersetzen und sogar Nährwertinformationen von Lebensmitteln anzeigen. In Tests erkannte das System unter anderem Hardware-Kabel, importierte Kontaktdaten von Visitenkarten, rechnete Rechnungen per Scan geteilt und fügte Termine von Flyern direkt in den Kalender ein.
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Für Profi-Anwender werden diese visuellen Abfragen in der Siri-App gespeichert. Auch auf dem Mac ist die Funktion per Tastenkürzel nutzbar.
Die Integration von Siri bringt zudem eine Änderung der Bedienung mit sich: Ist die KI-Funktion aktiviert, öffnet ein Wisch von oben auf dem Display künftig Siri – und nicht mehr das Benachrichtigungscenter. Dieses erreicht der Nutzer dann über die obere linke Bildschirmecke.
Automatischer Passwort-Schutz
Ein neues Sicherheitsfeature identifiziert und behebt schwache Passwörter automatisch. Die Funktion nutzt Apple Intelligence, um sich auf Websites einzuloggen, sichere Zugangsdaten zu generieren und diese ohne manuelles Eingreifen zu aktualisieren. Aktuell ist dieses Feature nur in der Entwickler-Beta verfügbar.
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Weitere Neuerungen im Überblick
Die Liste der Verbesserungen ist lang:
- Fotos: Neue Organisationswerkzeuge wie Bewertungen mit 1 bis 5 Sternen, benutzerdefinierte Stichwörter und spezielle Sammlungen für Ausweisdokumente. Eine „Sofort synchronisieren"-Funktion und die Möglichkeit, Videobilder als Fotos zu speichern, wurden ebenfalls gesichtet.
- Safari: Automatische Tab-Gruppen zur Ordnung im Browser-Chaos.
- Kommunikation: Inline-Antworten für Nachrichten an Android-Geräte und Echtzeit-Erkennung von Betrugsanrufen.
- Karten und Wallet: Verbesserte Flyover-Ansichten in Karten und ein überarbeitetes Design für Wallet-Pässe.
Diese iPhones sind kompatibel
Die fortschrittlichsten KI-Funktionen, darunter die neue Siri, benötigen spezifische Hardware. Kompatible Geräte sind das iPhone 15 Pro und neuere Modelle, iPads mit M-Serie oder A17 Pro-Chip sowie Macs mit Apple Silicon.
Branchenkreisen zufolge werden die kommenden Modelle iPhone 17 Pro, Pro Max und Air ein noch leistungsfähigeres On-Device-Modell mit ausdrucksstärkeren Stimmen erhalten. Wer die öffentliche Beta Mitte Juli 2026 installieren möchte, sollte rund 18 bis 20 Gigabyte freien Speicherplatz einplanen. Siri AI wird zunächst als Beta-Version ausgeliefert und muss vom Nutzer manuell aktiviert werden.
