Apple, Standort-Ausblendung

iOS 27: Apple bringt Standort-Ausblendung ohne Benachrichtigung

20.06.2026 - 15:08:22 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher zeigen iPhone-Tracking via Kurzbefehle-App. iOS 27 bringt offizielle Privatsphäre-Features und schließt Hardware-Lücken.

iPhone-Ortung per SMS: Kurzbefehle-App macht es möglich
Apple - A hand holds a smartphone showing a map with a location pin, symbolizing device tracking and privacy features. 20.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Ein simpler Text genügt: Apples Kurzbefehle-App ermöglicht diskretes Tracking per SMS – während iOS 27 offizielle Privatsphäre-Features nachlegt.

Sicherheitsforscher haben am heutigen Samstag eine Methode vorgestellt, die iPhone-Besitzern erlaubt, ihr Gerät per SMS-Stichwort zu orten oder sogar Fotos aus der Ferne zu schießen. Möglich macht das die native Kurzbefehle-App von Apple. Wer einen bestimmten Begriff per Nachricht erhält, kann damit eine Automatisierung auslösen: Das iPhone schaltet in den Stromsparmodus, schießt ein diskretes Foto und sendet den Standort an einen vertrauten Kontakt. Die Positionsdaten sind dabei auf rund zehn Meter genau.

Das Ganze funktioniert unabhängig von Apples „Wo ist?“-Dienst – braucht aber eine aktive Netzverbindung, um die Automatisierung zu verarbeiten. Ein cleverer Trick für alle, die ihr Gerät aus der Ferne im Blick behalten wollen.

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iOS 27: Mehr Kontrolle ĂĽber den eigenen Standort

Parallel zu diesen Bastellösungen arbeitet Apple an offiziellen Verbesserungen. Die Entwickler-Beta von iOS 27, die im Juni gestartet ist, bringt eine „Standort ausblenden“-Funktion. Damit können Nutzer die Ortung für bestimmte Personen stumm schalten – ohne dass eine Benachrichtigung rausgeht. Die Pause gilt dann bis Tagesende.

Noch feiner justieren lässt sich die Freigabe-Dauer: Zwischen 15 Minuten und 30 Tagen ist alles möglich. Weitere Neuerungen für den öffentlichen Release im September 2026 sind der Querformat-Modus für die „Wo ist?“-App und eine einheitliche Tracking-App für die Apple Watch.

Die Nachfrage nach solchen Features ist vor allem bei jüngeren Nutzern hoch. Laut Branchenberichten nutzen rund 65 Prozent der Gen Z Standortdienste aktiv – und sehen das Teilen des Aufenthaltsorts als echtes Zeichen von Vertrauen.

Hardware-Lücke: Ältere iPhones in Gefahr

Doch nicht alles dreht sich um neue Software. Sicherheitsforscher von Paradigm Shift haben eine Hardware-Schwachstelle namens „usbliter8“ entdeckt. Sie betrifft den USB-Controller der Apple-Chips A12 und A13 – also Modelle vom iPhone XS bis zum iPhone 11 Pro Max sowie das iPhone SE (2020) und einige iPads und Apple Watches.

Der Angriff setzt physischen Zugriff und den DFU-Modus voraus, kann aber in weniger als zwei Sekunden Code im SecureROM ausführen. Weil der Fehler in der Hardware selbst steckt, ist ein reines Software-Update unmöglich.

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Schutz vor Diebstahl und Stalking

Apple hat bereits nachgebessert: Mit dem Update auf iOS 26.4.1 im April 2026 wurde der „Diebstahlschutz“ automatisch auf kompatiblen Geräten aktiviert. Er fordert zusätzliche Authentifizierung oder leitet eine Fernlöschung ein, wenn das Gerät in einer unbekannten Umgebung erkannt wird.

Auch die Hardware bekommt ein Upgrade: Ein Firmware-Update für den AirTag 2 erhöht die Lautstärke des Anti-Stalking-Alarms um bis zu 50 Prozent. Der schrille Warnton soll es einfacher machen, unerlaubte Tracker in der Nähe zu entdecken.

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