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iOS 27: Apple ermöglicht Austausch von Siri durch Claude oder ChatGPT

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 07:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Codefunde in iOS 27 und macOS Golden Gate weisen auf externe KI-Modelle für Siri hin; ein Freigabetermin für Nutzer bleibt offen.

Apple bereitet offenbar Siri-Austausch durch Claude und ChatGPT vor
Ein minimalistischer, moderner Innenraum mit poliertem Betonboden und einer großen Glasfront mit Blick auf eine Landschaft. Illustration mit AI erstellt.

Analysen des jüngsten iOS-27-Frameworks deuten darauf hin, dass Apple Vorbereitungen trifft, um Nutzern den Austausch des nativen KI-Assistenten Siri durch Modelle von Drittanbietern zu ermöglichen. Entsprechende Hinweise auf eine tiefe Integration von Diensten wie Claude oder ChatGPT wurden in den Code-Strukturen von iOS 27 und macOS Golden Gate entdeckt.

Neue Schnittstellen für die Modell-Delegation

In den Betriebssystemen iOS 27 und macOS Golden Gate wurden laut Berichten vom 14. September 2026 private Frameworks identifiziert, die eine sogenannte „Model Delegation“ erlauben. Diese Funktion ermögliche es dem Modell Claude des Anbieters Anthropic, als Siri-Extension zu fungieren.

Über ein „Ask...“-Menü könne Claude Aufgaben übernehmen, die über die herkömmliche Sprachsteuerung hinausgehen. Dazu gehöre unter anderem das Setzen von Erinnerungen sowie das Erstellen von CSV-Dateien.

Die technische Umsetzung basiere auf einer speziellen API für App Intents. Um diese Schnittstelle nutzen zu können, sei laut Code-Analysen ein privates Berechtigungsprofil mit der Bezeichnung „com.apple.developer.model-delegation“ erforderlich.

Bisher sei dieser Zugang jedoch nicht für externe Entwickler freigeschaltet worden. In der aktuellen Release-Candidate-Version von macOS Golden Gate funktioniere die „Ask...“-Option zudem ausschließlich mit ChatGPT.

Austausch des Server-Backends durch GPT-5.6 Terra

Neben der Erweiterung der lokalen Siri-Funktionen weisen die Funde auf ein zweites Protokoll hin, das innerhalb der „Model Manager Services“ angesiedelt ist. Dieses „Inference Providing Protocol“ erlaube es offenbar, das serverseitige Modell von Siri vollständig durch externe Lösungen zu ersetzen. Konkret werde im Code GPT-5.6 Terra als potenzieller Ersatz für das Siri-Servermodell genannt.

Dieses Drittanbietermodell könne tiefgreifende Systemaktionen durchführen. Dazu zählen die Suche in E-Mails, das Zusammenfassen von Texten sowie das Versenden von Nachrichten. Obwohl diese Funktionen im Code bereits angelegt sind, sind sie für Endnutzer derzeit noch nicht offiziell verfügbar oder in den Systemeinstellungen freigeschaltet.

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Regulatorischer Druck und strategische Hintergründe

Branchenexperten sehen im Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union einen möglichen Treiber für diese Entwicklung. Die Gesetzgebung könnte Apple dazu verpflichten, den Zugang für KI-Modelle von Drittanbietern auf seinen Plattformen zu öffnen, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Hintergrundberichte aus dem Anfang des Jahres 2026 deuten zudem darauf hin, dass Apple ursprünglich erwogen hatte, Siri auf Basis der Claude-Technologie von Anthropic neu aufzubauen. Diese Verhandlungen seien jedoch gescheitert, da Anthropic Forderungen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar pro Jahr gestellt habe, wobei eine jährliche Verdopplung des Preises vorgesehen war.

Stattdessen habe sich Apple für eine Kooperation mit Google entschieden, um Gemini für zirka 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr zu integrieren, während parallel eigene Modelle entwickelt wurden.

Hardware-Anforderungen und System-Spezifikationen

Mit der Veröffentlichung von iOS 27 und macOS 27 Golden Gate hat Apple die auf Large Language Models (LLM) basierende „Siri AI“ als zentrales Merkmal positioniert.

Das System nutzt verschiedene interne Modelle, darunter das „AFM 3 Core“ mit 3 Milliarden Parametern sowie das „AFM 3 Core Advanced“ mit 20 Milliarden Parametern. Für komplexere Aufgaben stehen zudem die Versionen „AFM 3 Cloud“ und „Pro“ zur Verfügung.

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Während iOS 27 grundsätzlich ab dem iPhone 11 installiert werden kann, bleibt die Nutzung der neuen Siri-KI-Funktionen auf neuere Hardware beschränkt. Diese erfordern mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein Modell der iPhone-16-Serie.

Für Nutzer älterer Software-Umgebungen ist macOS Golden Gate zudem als letzte Version gekennzeichnet, die noch Rosetta-Support bietet. Ein offizieller Zeitplan für die Freischaltung der Drittanbieter-Modelle liegt bislang nicht vor.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple's Siri AI Can Be Swapped Out for Claude, ChatGPT, Code Shows“

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