iOS 27: Apple gibt Kontrolle über Liquid-Glass-Effekte frei
20.06.2026 - 17:03:15 | boerse-global.de
Apple reagiert auf Kritik an seiner schwebenden Glas-Oberfläche und gibt Nutzern erstmals manuelle Kontrolle über die Transparenz-Effekte.
Die aktuellen Entwickler-Betas von iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 Golden Gate bringen eine lang erwartete Neuerung: einen speziellen Regler für die Liquid-Glass-Transparenz. Damit können Anwender selbst bestimmen, wie stark die glasartigen Effekte in der Benutzeroberfläche zur Geltung kommen – von „glasiger" bis hin zu „matter" Optik. Die Voreinstellung liegt in der Mitte.
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Anpassbare Transparenz für bessere Lesbarkeit
Der neue Schieberegler findet sich in den Systemeinstellungen unter dem Bereich für das Erscheinungsbild. Er adressiert ein wiederkehrendes Problem: Seit der Einführung von Liquid Glass mit iOS 26 und macOS Tahoe im September 2025 beklagten viele Nutzer, dass die starken Transparenzeffekte die Lesbarkeit beeinträchtigten, besonders auf kleineren iPhone- und Apple-Watch-Displays.
Besonders bemerkenswert: Unter macOS 27 Golden Gate wird der Regler bereits während der Ersteinrichtung des Systems angezeigt. Das deutet darauf hin, dass Apple die Anpassung als grundlegende Funktion betrachtet – nicht als versteckte Option.
Der Weg zum schwebenden Design
Apple hatte die Liquid-Glass-Ästhetik auf der Entwicklerkonferenz am 9. Juni 2025 vorgestellt. Inspiriert von der visionOS-Oberfläche der Apple Vision Pro, schweben Bedienelemente seither in glasartigen „Pillen" über dem Inhalt, statt an festen Positionen zu kleben. Die Elemente reagieren dynamisch auf Hintergrundfarben und Scrollbewegungen.
Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Während die schwebenden Effekte auf dem großen Mac-Display und der Vision Pro gut funktionierten, wirkte die Oberfläche auf dem iPhone schnell überladen. Erste Beta-Phasen Ende 2025 zeigten zudem, dass die aufwendigen Licht- und Transparenzeffekte den Akku belasteten.
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App-Design und neue Funktionen
Auch die Kern-Apps bekommen ein Update: In Apple Music verschmelzen Künstlerbilder nun direkt mit dem Hintergrund der Album- und Künstlerseiten. Die Farbpalette des Artworks bestimmt die gesamte Seitenästhetik – ein Ansatz, der an die dynamischen Farben von visionOS erinnert.
Die iPadOS-27-Beta bringt neben den Design-Verfeinerungen auch neue Produktivitätsfunktionen. Dazu gehören systemweite Schreibwerkzeuge und ein „Image Playground" zur Bilderzeugung. Allerdings: Funktionen wie das neue „Visual Intelligence"-Tool zur Objekterkennung in Screenshots bleiben Geräten mit M-Serie-Chips oder dem A17-Pro-Prozessor vorbehalten.
Abschied von Intel
Mit macOS 27 Golden Gate vollzieht Apple den endgültigen Schnitt: Das System wird keine Intel-basierten Macs mehr unterstützen. Der Fokus liegt auf KI-Funktionen rund um Siri und verbesserte visuelle Analyse – Technologien, die auf die Neural Engine der Apple-Silicon-Chips angewiesen sind.
Um Entwicklern die Umstellung zu erleichtern, hat Apple im Frühjahr 2026 seine offiziellen UI-Kits aktualisiert. Sie enthalten nun Komponenten für das Liquid-Glass-Layout sowie aktualisierte Farbvorgaben für professionelle Designsoftware. Drittanbieter-Apps können sich so an der neuen Floating-Element-Philosophie ausrichten – und dabei die vom Nutzer gewählten Transparenzstufen respektieren.
