Apple, Sperrmodus

iOS 27: Apple plant Sperrmodus für Leihgeräte bei Zahlungsrückstand

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 01:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple schließt Sicherheitslücken, Google führt Selfie-Video als Schlüssel ein. 2,67 Millionen Angriffe im ersten Quartal 2026 blockiert.

Apple und Google reagieren auf massive Mobilgeräte-Angriffe
Ein Smartphone in einer Hand zeigt eine biometrische Sicherheitsabfrage vor einem unscharfen städtischen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Tech-Riesen reagieren auf eine neue Welle von Mobilgeräte-Angriffen. Apple schließt kritische Sicherheitslücken, Google setzt auf Selfie-Identifikation. Die Bedrohungslage hat sich drastisch verschlechtert.

Apple schließt DarkSword-Lücke und plant Sperrmodus

Apple hat mit iOS 26.4.1 ein Update veröffentlicht, das die sogenannte DarkSword-Exploit-Kette schließt. Zuvor hatten die Kalifornier bereits mit iOS 26.3 mehrere Zero-Day-Lücken gestopft.

Für die kommende Generation iOS 27 plant Apple einen neuen Sperrmodus für Leihgeräte. Zusammen mit Finanzpartnern wie Klarna soll ein „Restricted Mode“ kommen. Bei Zahlungsverzug schränkt er das Gerät auf Telefonie, Wallet, Gesundheitsdaten und Nachrichten ein. Die Funktion bleibt selbst nach einer Löschung bestehen.

Google führt Selfie-Video als Ersatzschlüssel ein

Google setzt auf biometrische Sicherheit: Ein Selfie-Video mit Lebendigkeitserkennung soll künftig als digitaler Ersatzschlüssel dienen. Das Verfahren stellt die Identität des Nutzers zweifelsfrei fest.

Parallel verbessert Google die Migrationsfunktionen für Android 17. Der Umzug vom iPhone wird sicherer und umfassender. Fotos, Kontakte, Nachrichten, Passwörter, WLAN-Zugangsdaten und eSIM-Profile lassen sich drahtlos übertragen – ohne zusätzliche Apps. Verfügbar ist die Funktion zunächst für die Pixel-Reihe und aktuelle Samsung-Galaxy-Modelle.

2,67 Millionen Angriffe im ersten Quartal

Die Maßnahmen kommen nicht zu früh. Eine Kaspersky-Erhebung zeigt: 58 Prozent der Nutzer verwenden ihr Smartphone als primäres Internetgerät. Bei der Gen Z sind es sogar 67 Prozent. Besonders brisant: 41 Prozent der Befragten speichern Kopien von Ausweisdokumenten auf dem Handy.

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Im ersten Quartal 2026 blockierten Sicherheitslösungen rund 2,67 Millionen Angriffe auf Mobilgeräte. Über 306.000 neue Schadsoftware-Varianten wurden entdeckt. Die Zahl der Schwachstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf über 37.000 – die Hälfte davon hochriskant oder kritisch. Auch Ransomware-Fälle legten um 25 Prozent zu.

Ein Erfolg gelang dem Bundeskriminalamt: Zusammen mit internationalen Partnern zerschlug es das Phishing-Netzwerk „Kratos“. Die Plattform agierte als „Phishing-as-a-Service“ und hatte seit 2024 rund 1.800 Nutzer bedient. Über 200 Server wurden beschlagnahmt.

Branche setzt auf Passkeys und stärkere PINs

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Auch andere Anbieter reagieren. GMX und WEB.DE haben für ihre rund 38 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Anmeldung per Passkey eingeführt. Klassische Passwörter werden durch biometrische Verfahren ersetzt.

WhatsApp arbeitet an einer Verschärfung der Zwei-Faktor-Authentisierung. In einer Beta-Version für Android wird die sechsstellige PIN durch ein komplexeres Passwort ersetzt – mindestens eine Zahl und ein Buchstabe. Die Änderung soll auch für iOS kommen.

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