iOS 27: Apple stellt KI-Siri und neue Kamera-Tools vor
26.05.2026 - 09:30:34 | boerse-global.deDer Konzern stellte am Wochenende eine Reihe neuer Accessibility-Funktionen vor, die Menschen mit Behinderungen die Nutzung von iPhone, iPad und der Datenbrille Vision Pro erleichtern sollen. Die Ankündigungen vom 24. und 25. Mai 2026 geben einen Vorgeschmack auf das, was Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC zu erwarten ist.
„Sag, was du siehst" – Sprachsteuerung wird intelligenter
Im Zentrum der Neuerungen steht ein grundlegend überarbeitetes Voice Control. Statt starrer Befehle soll das System künftig natürliche Sprache verstehen. Das Prinzip dahinter: „Say what you see" – der Nutzer beschreibt einfach, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, und das Gerät führt die Aktion aus. Möglich macht das maschinelles Lernen direkt auf dem Gerät, ohne Daten in die Cloud zu senden.
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Die Verbesserungen betreffen auch etablierte Hilfsmittel wie VoiceOver und die Lupe. Der Bildschirmvorleser VoiceOver erhält eine „Image Explorer"-Funktion, die Bilder und Umgebungen detaillierter beschreibt. Die Lupe wiederum lässt sich künftig per Sprachbefehl steuern. Ein neuer Accessibility Reader kann Texte automatisch zusammenfassen und übersetzen.
Augensteuerung für den Rollstuhl
Eine der spektakulärsten Neuerungen betrifft die Apple Vision Pro. In den USA können Nutzer künftig elektrische Rollstühle allein mit ihren Augen steuern. Die Technologie, die in Zusammenarbeit mit den Partnern Tolt und LUCI entwickelt wurde, erlaubt Bewegungen in acht Richtungen sowie gezielte Stoppbefehle – gesteuert durch die Blickrichtung des Nutzers.
„Das ist ein echter Durchbruch für die Mobilität", kommentieren Branchenbeobachter. Die Vision Pro wird damit vom Nischenprodukt zum potenziell lebensverändernden Hilfsmittel.
iOS 27: Siri wird erwachsen
Mit iOS 27, dessen offizielle Vorstellung für den 8. Juni erwartet wird, bekommt auch Siri ein massives Update. Der Sprachassistent soll Kontexte über mehrere Unterhaltungen und verschiedene Apps hinweg verstehen können. Er kann E-Mail-Entwürfe schreiben, lange Artikel zusammenfassen und Aktionen in Drittanbieter-Apps ausführen.
Eine eigenständige Siri-App ist ebenfalls in Entwicklung. Sie soll eine automatische Löschung des Chatverlaufs ermöglichen – ein Zugeständnis an Datenschutzbedenken. Das Interface des Assistenten erhält ein dunkleres Design.
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Kamera-Revolution mit KI-Werkzeugen
Die Kamera-App von iOS 27 steht vor dem größten Umbau seit Jahren. Das Interface wird vollständig anpassbar: Blitz, Belichtung, Timer und Auflösung lassen sich direkt auf dem Hauptbildschirm platzieren. Doch die eigentliche Sensation steckt in der Bildbearbeitung:
- Extend: Ein generatives Füllwerkzeug, das Bildränder erweitert
- Enhance: Automatische Korrektur von Belichtung und Farben
- Reframe: Nachträgliche Anpassung von Perspektive und Bildausschnitt
Allerdings: Für die volle KI-Power wird ein iPhone 15 Pro oder neuer benötigt. Ältere Modelle ab dem iPhone 12 erhalten zwar iOS 27, aber nicht alle „Apple Intelligence"-Funktionen.
EU erzwingt Öffnung
Hinter den Kulissen spielt auch die EU-Regulierung eine wichtige Rolle. Um den Digital Markets Act (DMA) zu erfüllen, bereitet Apple offenbar die Unterstützung von Google Cast als Alternative zu AirPlay vor. Das wäre eine kleine Sensation: Erstmals würde Apple sein eigenes Streaming-Protokoll für Drittanbieter öffnen.
Auch die AirPods-Einstellungen werden überarbeitet. Eine eigenständige App für die Kopfhörer bleibt jedoch aus – die Steuerung bleibt in den Systemeinstellungen, soll aber deutlich übersichtlicher werden.
Zeitplan: Beta im Juli, Release im September
Nach der WWDC-Präsentation am 8. Juni startet im Juli die öffentliche Beta. Der stabile Release von iOS 27, iPadOS 27, watchOS 27 und macOS folgt traditionell im September – zeitgleich mit der neuen iPhone-Generation.
Für watchOS 27 sind verbesserte Herzfrequenzmessung und ein neues „Modular Ultra"-Zifferblatt geplant. Ein KI-gestützter Gesundheitscoach (Codename „Project Mulberry") wurde allerdings verschoben.
Die Richtung ist klar: Apple setzt voll auf KI – aber auf eine, die auf dem Gerät läuft und die Privatsphäre schützt. Die neuen Accessibility-Funktionen zeigen, dass maschinelles Lernen nicht nur der Produktivität dient, sondern echte Barrieren abbauen kann.
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