iOS 27: Apple Wallet erstellt Mitgliedskarten auch ohne offizielle Schnittstelle
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 01:21 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit dem Betriebssystem iOS 27 können Nutzer von Apple-Smartphones physische Mitgliedskarten künftig per Foto oder Bildschirmfoto direkt in digitale Wallet-Pässe umwandeln. Wie Medienberichte zeigen, entfällt damit die Voraussetzung, dass der jeweilige Aussteller der Karte eine offizielle Wallet-Schnittstelle bereitstellen muss.
Automatische Erkennung und Hardware-Voraussetzungen
Die Digitalisierung wird maßgeblich durch Apple Intelligence unterstützt. Das System erkennt Barcodes oder QR-Codes auf aufgenommenen Bildern und schlägt automatisch vor, die entsprechende Karte zur Wallet-App hinzuzufügen. Diese automatisierte Erkennungsfunktion steht jedoch nur auf ausgewählten Geräten zur Verfügung: Unterstützt werden das iPhone 15 Pro, das iPhone 15 Pro Max sowie die gesamte iPhone 16-Reihe. Zudem ist die Einführung der KI-gestützten Erkennung an bestimmte Sprachen und Regionen gebunden.
Manueller Baukasten für Karten ohne Partner-Anbindung
Für Geräte ohne KI-Unterstützung sowie für Regionen außerhalb des anfänglichen Rollouts steht ein manueller Pass-Baukasten bereit, der nahezu weltweit funktioniert. Dieser erlaubt es Anwendern, Karten für Bibliotheken, Fitnessstudios oder Kundenprogramme eigenhändig zu erstellen.
Beim Erstellungsprozess öffnen Nutzer die Wallet-App, tippen auf das Plus-Symbol und wählen die Option zur Passerstellung. Nach dem Fotografieren der Karte gleicht die visuelle Intelligenz die Vorlage ab. Alternativ stehen manuell wählbare Vorlagen für Mitgliedschaften, Veranstaltungen oder frei definierte Karten mit Barcode- beziehungsweise QR-Code-Scan bereit.
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Anschließend lassen sich spezifische Felder wie Name, Ort und Eintrittsart definieren. Für die visuelle Gestaltung stehen zwölf Hintergrundfarben sowie sieben spezialisierte Hintergründe für die Bereiche Theater, Musik, Sport und Film zur Auswahl. Sämtliche Angaben und Farben lassen sich auch nachträglich über ein Drei-Punkte-Menü im Pass anpassen.
Einsatzgrenzen und Sicherheitsaspekte
Apple stellt klar, dass sich die selbst erstellten Pässe vorrangig für risikoarme Karten mit einfachem Barcode eignen. Sie stellen keinen Ersatz für offiziell verifizierte Dokumente dar. Nachweise mit hohen Sicherheitsanforderungen wie Führerscheine, Zahlungskarten, Arbeitsausweise oder Tickets mit dynamischen Barcodes können über diesen Weg nicht abgebildet werden.
Parallel zu dieser Neuerung erweitert iOS 27 die Funktionen für offizielle Dokumente: Mit der Funktion Digital ID erhalten iPhone-Nutzer die Möglichkeit, ihren Reisepass digital direkt auf dem Gerät zu hinterlegen.
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Mit dem Schritt zur manuellen Digitalisierung zieht Apple mit Wettbewerbern gleich. Auf Smartphones der Reihen Samsung Galaxy und Google Pixel existieren bereits seit Längerem vergleichbare Funktionen, um Plastikkarten und Barcodes direkt auf dem Gerät in digitale Brieftaschen zu überführen.
