Apples, Fotos-App

iOS 27: Apples Fotos-App bekommt generative KI-Werkzeuge

18.06.2026 - 13:13:08 | boerse-global.de

Apple integriert generative KI in iOS 27. Neue Funktionen korrigieren Bildausschnitte, Perspektiven und störende Objekte per Knopfdruck.

iOS 27: Apple stattet Fotos-App mit mächtigen KI-Tools aus
Apples - A hand holding an iPhone, displaying a photo being edited with AI tools, with digital interface elements overlaid. 18.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Die neuen Funktionen in iOS 27 korrigieren Bildfehler, die bisher nur Profis beheben konnten.

Anzeige

Apple-Fachchinesisch wie „Generative KI“, „Spatial Reframing“ oder „Clean-Up“ macht Ihnen das Leben schwer? Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. 53 Apple-Begriffe jetzt kostenlos verstehen

Der iPhone-Hersteller hat Anfang der Woche generative KI-Werkzeuge für die Fotos-App in der Entwickler-Beta von iOS 27 vorgestellt. Die Tools basieren auf Apples eigenem „Apple Intelligence“-Framework und sollen alltägliche Fotoprobleme wie schlechten Bildausschnitt oder störende Hintergrundelemente beheben. Drei Hauptfunktionen stehen im Mittelpunkt: Extend, Reframe und eine verbesserte Version des Clean-Up-Werkzeugs.

Bildkorrektur per KI: So funktionieren die neuen Tools

Die neuen Funktionen erzeugen nachträglich Bilddaten, die ursprünglich gar nicht vorhanden waren. Das Extend-Werkzeug weitet den Bildbereich um bis zu 25 Prozent aus – ideal für zu knappe Ausschnitte bei Natur- oder Innenaufnahmen. Es generiert einfach neue Bildinhalte rund um das ursprüngliche Foto.

Das Reframe-Tool (auch „Spatial Reframing“ genannt) verändert die Kameraperspektive im Nachhinein. Es erzeugt neue Pixel, um den Blickwinkel zu verschieben. Erste Tester berichten von guten Ergebnissen bei kleinen Winkelanpassungen – allerdings hapert es noch bei der Verarbeitung von Gesichtern.

Der Clean-Up-Staubsauger für störende Objekte wurde ebenfalls überarbeitet. Die neue Version arbeitet mit einem hybriden Ansatz: Einfache Aufgaben erledigt das iPhone lokal, komplexere Berechnungen wandern in die Cloud. Ein entscheidender Vorteil: Alle Änderungen sind nicht destruktiv. Nutzer können jederzeit zum Originalbild zurückkehren.

Visuelle Intelligenz: Die Kamera wird zum Assistenten

iOS 27 integriert Visual Intelligence direkt in die Kamera-App – und zwar über einen neuen Siri-Modus. Die Kamera analysiert Objekte in Echtzeit und gibt intelligente Vorschläge. Pflanzenarten erkennen, Nährwertangaben zu Lebensmitteln anzeigen oder Restaurantrechnungen splitten – all das soll möglich sein. Der Rechnungssplitter bleibt allerdings vorerst Nutzern in den USA vorbehalten.

Das System kann auch Verwaltungsaufgaben übernehmen: Mehrere Kontakte oder Kalendereinträge aus einem einzigen Bild importieren oder Barcodes direkt in Wallet-Pässe umwandeln. Laut technischen Berichten von Mitte Juni laufen diese Prozesse über Apples eigene KI-Modelle – ohne Drittanbieter.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach einem großen System-Update wie iOS 27 wichtige Sicherheitseinstellungen. Apple-Experte Detlef Meyer zeigt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr Gerät nach dem Update optimal konfigurieren und Ihre Daten schützen. Kostenlosen iOS-Update-Ratgeber herunterladen

Wasserzeichen fĂĽr KI-Bilder: Apple setzt auf Transparenz

Apple hat Googles SynthID-Technologie in iOS 27 integriert. Sie versieht KI-generierte oder -bearbeitete Fotos mit einem unsichtbaren Wasserzeichen. Diese Markierung übersteht selbst Formatkonvertierungen und Screenshots – eine Ergänzung zu den herkömmlichen Metadaten. So bleibt nachvollziehbar, welche Bilder mit KI-Hilfe entstanden sind.

Die Fotos-App erhält zudem organisatorische Neuerungen: Ein neues Album „Von mir aufgenommen“ und ein eigener Bereich für „Ausweisdokumente“ helfen bei der Sortierung. iCloud-geteilte Alben unterstützen jetzt auch die Vollauflösung für Windows- und Android-Nutzer. Dazu kommen Emoji-Reaktionen und die Möglichkeit, Ablaufdaten für freigegebene Ordner zu setzen.

Hardware-Voraussetzungen: Welche Geräte die KI-Features unterstützen

Die neuen KI-Funktionen bleiben nicht allen Nutzern zugänglich. Für Apple Intelligence und Visual Intelligence ist mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer erforderlich. iPads und Macs benötigen Apple-Silicon-Chips. Einige Features wie der neue Siri-Modus und die verbesserten Bearbeitungswerkzeuge laufen auch auf dem Vision Pro-Headset.

Weitere Neuerungen in der Entwickler-Beta aus der dritten Juni-Woche: eine eigenständige Siri-App, die Möglichkeit, einzelnde Videobilder als komprimierte Fotos (rund 500 KB) zu speichern, sowie neue Anpassungsoptionen für den Sperrbildschirm und die AirPods Pro. Die finale Version von iOS 27 wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres für alle Nutzer verfügbar sein.

de | wissenschaft | 69572217 |