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iPhone 17: Apple drosselt Produktion um ein Drittel wegen Chippreise

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 06:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple reduziert iPhone 17-Fertigung um ein Drittel. Grund sind massiv gestiegene Preise für Speicherchips. Analysten erwarten höhere Verkaufspreise im Herbst.

Apple drosselt iPhone 17-Produktion wegen steigender Chipkosten
Ein teilweise zerlegtes Smartphone auf einer Werkbank, mit sichtbaren inneren Komponenten und dezenten digitalen Projektionen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Steigende Komponentenpreise zwingen Apple zu einer deutlichen Reduzierung der Fertigungskapazitäten für das aktuelle Standardmodell. Branchenbeobachter rechnen mit spürbaren Preissteigerungen im Herbst.

Produktionskürzung um ein Drittel

Apple hat offenbar seine Produktionslinien für das iPhone 17 zurückgefahren. Nach Informationen aus chinesischen Industriekreisen wurde die Fertigungskapazität für das Standardmodell um rund ein Drittel gedrosselt – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 15 Prozent. Das Unternehmen führt demnach eine interne Bewertung durch, wie sich die explodierenden Hardwarekosten auf die Gewinnmargen auswirken.

Zwar ließen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen, doch sie passen ins Bild: Die gesamte Elektronikbranche leidet seit Monaten unter massivem Kostendruck in den Lieferketten.

Speicherchips werden zur Kostenfalle

Der Haupttreiber der Entwicklung ist der rasante Preisanstieg bei Speicherbausteinen. Die Preise für NAND-Flash-Speicher haben sich binnen eines Jahres vervierfacht, auch DRAM-Chips kosten inzwischen fast das Vierfache. Während Apple bei anderen Produkten bereits gegensteuerte, blieb die iPhone-Reihe bislang von Preiserhöhungen weitgehend verschont.

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Doch das könnte sich bald ändern. Laut Marktforschern von Counterpoint Research könnten die Komponentenkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max um umgerechnet bis zu 280 Euro steigen. Branchenanalysten erwarten daher, dass Apple die Verkaufspreise der nächsten Generation um durchschnittlich rund 185 Euro anheben wird.

Verkaufsschlager trotz Krise

Die Produktions drosselung überrascht angesichts der starken Marktposition Apples. Im ersten Quartal 2026 war das iPhone 17 das weltweit meistverkaufte Smartphone. In den USA legte Apple beim Absatz um 1,3 Prozent zu und erreichte bei den großen Mobilfunkanbietern einen Marktanteil von bis zu 77 Prozent.

Genau diese Zahlen lassen manche Analysten an der Dramatik der gemeldeten Kürzungen zweifeln. Es könnte sich um eine strategische Neuausrichtung handeln – schließlich bereitet sich Apple auf den Launch der nächsten Pro-Modelle im September vor. Ein reiner Nachfragerückgang scheint angesichts der Verkaufszahlen unwahrscheinlich.

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Wettbewerb zieht sich zurück

Der Kostendruck verändert auch das gesamte Smartphone-Marktumfeld. Android-Hersteller ziehen sich zunehmend aus dem günstigen Preissegment zurück, weil die Margen schrumpfen. Der Markt für Smartphones unter 370 Euro ist seit Anfang Juli um mehr als 22 Prozent eingebrochen.

Paradoxerweise könnte dieser Trend Apple langfristig in die Karten spielen: Wenn Wettbewerber aus dem Budget-Segment verschwinden, bleiben Kunden oft nur die teureren Geräte – selbst wenn Apple im Herbst die ersten deutlichen Preiserhöhungen seit Jahren umsetzt.

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