iPhone 18: Apple kĂŒrzt Produktion wegen DRAM-Mangel
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 12:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Technologiekonzern Apple sieht sich gezwungen, seine LieferplĂ€ne fĂŒr das Jahr 2026 massiv anzupassen. Wie der Analyst Ming-Chi Kuo am 12. August 2026 bestĂ€tigte, reduziert das Unternehmen die Auslieferungsmengen der kommenden iPhone-18-Serie aufgrund einer kritischen Knappheit an DRAM-Speicherbausteinen. Insbesondere die High-End-Modelle iPhone 18 Pro, Pro Max und das neue Ultra-Modell seien hiervon betroffen, was bereits zur MarkteinfĂŒhrung im September zu massiven EngpĂ€ssen und ausverkauften BestĂ€nden fĂŒhren könnte.
Globale Speicherknappheit belastet Hardware-Sparte
Die Ursache fĂŒr die ProduktionskĂŒrzungen liegt in einer Verschiebung der PrioritĂ€ten bei den groĂen Speicherherstellern. Diese konzentrieren ihre KapazitĂ€ten verstĂ€rkt auf die BestĂŒckung von KI-Rechenzentren, was zu einem weltweiten Mangel an DRAM fĂŒr EndverbrauchergerĂ€te fĂŒhrt. Laut Marktforschern von Gartner sind die DRAM-Preise im Jahr 2026 bereits um 125 % gestiegen. Diese Entwicklung hat bereits seit Juni deutliche Auswirkungen auf die Preisgestaltung von Apple-Produkten: So stiegen die Preise fĂŒr das MacBook Air um 18,2 %, wĂ€hrend das iPad um 28,7 % und das iPad Pro um 20 % teurer wurden.
Neben den iPhones sind auch andere Hardware-Kategorien wie der Mac Studio, der Mac mini und das MacBook Air von den LieferkĂŒrzungen betroffen. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Engpass etwa zwei Jahre andauern könnte. Apple-CEO Tim Cook habe die aktuelle Situation in GesprĂ€chen mit der US-Regierung als eine auĂergewöhnliche Jahrhundertflut bezeichnet.
Produktionskosten treiben iPhone-Preise in die Höhe
Die steigenden Komponentenkosten, allen voran fĂŒr Speicherchips, treiben die Herstellungskosten (Bill of Materials, BOM) fĂŒr die iPhone-18-Serie um fast 40 % nach oben. Analysten erwarten daher eine deutliche Preiserhöhung fĂŒr die Endkunden. Das iPhone 18 Pro könnte demnach mit einem Startpreis von 1.399 US-Dollar auf den Markt kommen, was einer Steigerung von 300 US-Dollar entsprĂ€che. Generell werden Preiserhöhungen zwischen 200 und 300 US-Dollar fĂŒr die Pro-Modelle prognostiziert.
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Um die PreisstabilitĂ€t zum Launch zumindest teilweise zu sichern, hat Apple seinen Lagerpuffer fĂŒr OLED-Displays von den ĂŒblichen vier auf sechs Wochen erhöht. Gleichzeitig ĂŒbe der Konzern Druck auf seine Zulieferer Samsung Display und LG Display aus, um Preissenkungen von etwa 20 % bei den Panels zu erwirken. Ein Lichtblick in der Kostenstruktur zeigt sich bei den OLED-Panels fĂŒr das iPhone 18 Pro Max: Diese kosten Apple derzeit circa 68 US-Dollar, was deutlich unter den Kosten fĂŒr das iPhone 17 Pro Max liegt, die zwischen 110 und 120 US-Dollar lagen.
Strategischer Split-Launch und Verzögerungen beim Basismodell
Aufgrund der Komponentenknappheit wird Apple eine verĂ€nderte MarkteinfĂŒhrungsstrategie verfolgen. Informationen aus einem Earnings Call des Fertigungspartners Pegatron vom 12. August 2026 zufolge werden im September lediglich die Pro-Modelle und das iPhone Ultra erscheinen. Die MarkteinfĂŒhrung des Standard-iPhone 18 wird sich hingegen auf das erste Quartal 2027 verzögern. Auch weitere Varianten wie das iPhone 18e und das iPhone Air 2 werden erst fĂŒr MĂ€rz 2027 erwartet.
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Trotz der Lieferprobleme wies Analyst Ming-Chi Kuo Berichte zurĂŒck, wonach Apple bei seinem Fertiger TSMC unfertige Chips im Wert von 1 Milliarde US-Dollar lagere. Ein Anstieg der BestĂ€nde sei beim Hochlauf der neuen 2nm-Fertigungstechnologie normal. Apple plane seine Produktion bei TSMC ĂŒblicherweise drei Monate im Voraus basierend auf der VerfĂŒgbarkeit von Speicherkomponenten. MarktschĂ€tzungen gehen davon aus, dass durch die aktuelle Krise insgesamt rund 130 Millionen Smartphones weniger verkauft werden könnten als ursprĂŒnglich geplant.
