Apple, Preissprung

iPhone 18: Apple plant Preissprung bis 300 Dollar im September

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple plant offenbar kräftige Preiserhöhungen für die iPhone-18-Serie. Als Gründe gelten teurere Chips und Speicher. Zudem startet ein Mietmodell in den USA.

Apple iPhone 18: Deutliche Preiserhöhungen und neue Mietoption
Schlanke, hochwertige Smartphone-Silhouette auf dunkler, reflektierender Fläche, für High-End-Mobiltechnologie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der iPhone-Hersteller treibt die Preise für seine kommende Produktgeneration offenbar weiter nach oben. Nach Anhebungen im Sommer könnten die neuen Modelle deutlich teurer werden – und das dürfte auch deutsche Verbraucher spüren.

Deutliche Aufschläge beim iPhone 18 erwartet

Branchenbeobachter rechnen bei der kommenden iPhone-18-Serie mit kräftigen Preissteigerungen. Analysten wie Jeff Pu von GF Securities gehen davon aus, dass die Pro-Modelle zwischen 250 und 300 Dollar teurer werden könnten. Der Einstiegspreis für das Pro Max läge damit bei umgerechnet rund 1.400 Euro, die 1-Terabyte-Variante könnte sogar die 2.000-Euro-Marke knacken.

Auch das Marktforschungsunternehmen IDC erwartet höhere Preise, schätzt den Anstieg mit bis zu 200 Dollar allerdings etwas moderater ein. Als Hauptgründe gelten die Umstellung auf den neuen 2-Nanometer-A20-Pro-Chip sowie gestiegene Kosten für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Hinzu kommen technische Aufwertungen wie eine Kamera mit verstellbarer Blende, größere Akkus und ein neues Mobilfunkmodem.

Breite Produktpalette betroffen

Die erwarteten Anpassungen im September folgen einem Muster: Bereits im Juni hatte Apple die Preise für MacBook Air, iPad Air, Apple TV, HomePod und Vision Pro erhöht. So verteuerte sich das MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher von 1.099 auf 1.299 Dollar, das iPad Air mit 128 Gigabyte von 599 auf 749 Dollar. Die Aufschläge lagen damals zwischen 17,6 und 25 Prozent.

Die Entwicklung sorgt bereits für Unruhe im Handel. In Großbritannien forderte der Händler KRCS von Kunden, die MacBook Pros bereits bestellt hatten, offenbar Nachzahlungen von bis zu 3.000 Dollar. Das Unternehmen distanzierte sich zwar von der Praxis – der Vorfall zeigt aber, wie sehr gestiegene Komponentenkosten die Vertriebskette unter Druck setzen.

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Chip-Knappheit als Haupttreiber

Der Preisauftrieb ist maßgeblich auf die weltweite Verknappung von Speicherchips zurückzuführen. Der Boom künstlicher Intelligenz verschlingt enorme Kapazitäten, Analysten erwarten eine anhaltende Knappheit bis zum Ende des Jahrzehnts. Auch der Chip-Auftragsfertiger TSMC plant offenbar eigene Preiserhöhungen für 2027, die Kosten für Kamerakomponenten sollen bereits um 50 Prozent gestiegen sein.

Trotz der Herausforderungen meldete Apple für das dritte Quartal 2026 Rekordzahlen: Der Umsatz stieg um 16,4 Prozent auf 109,42 Milliarden Dollar, das iPhone-Geschäft wuchs sogar um 21,7 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar. Allerdings verlor die Aktie nach enttäuschenden Prognosen für das vierte Quartal zuletzt 6,25 Prozent. Der Finanzvorstand warnt vor einer Verlangsamung des iPhone-Wachstums – auch wegen der anhaltenden Chip-Engpässe.

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Neuer CEO und Mietmodell als Antwort

Am 9. September will Apple seine neuen Produkte vorstellen, die offizielle Ankündigung wird Ende August erwartet. Neben der iPhone-18-Reihe sollen Apple Watch Series 12, Watch Ultra 4 und AirPods Pro mit integrierten Kameras debütieren. Erstmals dürfte dann auch John Ternus als neuer CEO auf der Bühne stehen.

Um die gestiegenen Einstiegspreise abzufedern, startet Apple in den USA gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Klarna ein Mietangebot namens „Apple Upgrade". iPhone, Mac und iPad lassen sich dort ab 11,99 Dollar monatlich mieten – das Programm ersetzt den bisherigen Upgrade-Service. Ob und wann das Modell nach Deutschland kommt, ist noch offen.

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