Apple, Preisanstieg

iPhone 18 Pro: Apple plant Preisanstieg auf 1.299 Dollar

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 01:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple weitet OLED-Lager auf sechs Wochen aus, um Preise zu stabilisieren. Gleichzeitig fordert der Konzern deutliche Rabatte von Display-Lieferanten.

Apple erhöht OLED-Lagerbestände: Preisdruck und neue iPhone-Strategie
Ein Techniker in einem Reinraum inspiriert OLED-Display-Panels an einer automatisierten Fertigungslinie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Rahmen einer Anpassung der globalen Lieferkette plant der Technologiekonzern Apple, die Lagerhaltung für OLED-Displays signifikant zu erhöhen. Ab dem zweiten Quartal 2026 soll der Bestand an entsprechenden Panels von einer vierwöchigen auf eine sechswöchige Reserve ausgeweitet werden. Hintergrund dieser Entscheidung sind laut Branchenberichten, die sich auf Informationen von ETNews stützen, die anhaltenden Preissteigerungen bei Speicherchips und anderen kritischen Hardware-Komponenten.

Die Entscheidung für eine verlängerte Lagerhaltung gilt als ungewöhnlich für die traditionell schlank organisierte Lieferkette des Unternehmens. Das primäre Ziel dieser Maßnahme sei es, die Preise für Endprodukte trotz der volatilen Beschaffungsmärkte zu stabilisieren. Zu den betroffenen Zulieferern der OLED-Panels gehören Branchengrößen wie Samsung Display und LG Display sowie der Hersteller BOE.

Kostendruck durch Rohstoffe und Komponenten

Obwohl die allgemeinen Marktpreise für OLED-Panels zuletzt rückläufig waren, sieht sich die Produktion mit steigenden Kosten in anderen Bereichen konfrontiert. Insbesondere die Preise für Iridium, das für blaue Emitter in den Displays benötigt wird, seien deutlich gestiegen. Um diese Mehrkosten sowie die Teuerungen bei Halbleitern aufzufangen, fordere Apple von seinen Partnern Samsung Display und LG Display erhebliche Preisnachlässe für die kommende iPhone-Generation.

Branchenanalysten verdeutlichen den angestrebten Preisdruck anhand konkreter Kalkulationen: Während die Panels für das iPhone 17 Pro Max preislich zwischen 110 US-Dollar und 120 US-Dollar liegen, strebe Apple für die Displays des iPhone 18 Pro einen Preis von etwa 68 US-Dollar an. Sowohl LG Display als auch Samsung Display sollen die Komponenten zu vergleichbaren Konditionen liefern. Trotz der harten Preisverhandlungen habe Apple das Bestellvolumen bei seinen Partnern Samsung Display, LG Display und BOE insgesamt erhöht, woraufhin die Lieferanten ihre Kapazitäten bereits hochfahren.

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Auswirkungen auf das iPhone 18 Pro

Die veränderte Einkaufsstrategie erfolgt vor dem Hintergrund einer bereits eingeleiteten Preisanpassung im gesamten Sortiment. Im Juni 2026 setzte Apple bereits Preiserhöhungen für 14 verschiedene Produkte um. Für das kommende iPhone 18 Pro wird ebenfalls mit einer Preissteigerung gerechnet. Schätzungen des Wall Street Journal zufolge könnte das Modell zu einem Einstiegspreis von 1.299 US-Dollar auf den Markt kommen.

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Neben den Displaykosten treiben vor allem technische Innovationen die Produktionsausgaben in die Höhe. Der erwartete A20-Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden soll, verursacht laut Marktbeobachtern um 50 Prozent höhere Kosten im Vergleich zur Vorgängergeneration. Weitere Faktoren für den erwarteten Preisanstieg seien die Integration einer variablen Blende im Kamerasystem, ein leistungsstärkerer Akku mit einer Kapazität von 5.200mAh sowie die generell steigenden Kosten für Speichermodule. Die Ausweitung der Lagerhaltung für Displays stellt in diesem komplexen Kostenumfeld einen Versuch dar, zumindest in einem Teilbereich der Produktion Planungssicherheit zu gewinnen und die Kalkulationsgrundlage abzusichern.

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