Kaspersky, Fake-Shops

iPhone 18 Pro: Kaspersky warnt vor Fake-Shops mit 25 Prozent Rabatt

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 21:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gefälschte iPhone-Angebote verlangen teils Bitcoin oder Vorauszahlungen und sammeln persönliche sowie finanzielle Angaben.

Kaspersky warnt vor iPhone-18-Fakeshops und Datendiebstahl
Ein einzelnes leuchtendes Glasfaserkabel auf einem rauen Betonboden in einer dunklen, minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Sicherheitsforscher des IT-Dienstleisters Kaspersky warnen derzeit vor einer Welle gefälschter Online-Shops, die den Marktstart des iPhone 18 für betrügerische Zwecke ausnutzen. Die Experten identifizierten zahlreiche Internetseiten, die vorgaben, das iPhone 18 Pro sowie das iPhone 18 Pro Max zum Kauf anzubieten. Ziel dieser Kampagnen sei es, sowohl finanzielle Mittel als auch sensible persönliche Daten der Verbraucher zu entwenden.

Professionelle Aufmachung und fiktive Produktvarianten

Die analysierten Webseiten zeichnen sich laut den Sicherheitsforschern durch eine professionelle Gestaltung aus, die den offiziellen Präsenzen des Herstellers Apple stark nachempfunden ist. Ein identifizierter Fake-Shop bewarb das iPhone 18 Pro mit einem angeblichen Rabatt von 25 Prozent. Trotz der täuschend echten technischen Daten forderte die Seite zur Zahlung mittels Bitcoin auf.

In anderen Fällen boten Betrüger Gerätekonfigurationen an, die vom Hersteller für den Marktstart überhaupt nicht angekündigt worden waren. So wurden iPhone-18-Varianten in Speichergrößen und Farben beworben, die nicht im offiziellen Katalog existieren. In Brasilien richteten sich solche Angebote speziell an portugiesischsprachige Nutzer.

Dort wurden Farben wie Orange, Lila, Café, Vinho und Branco gelistet, während das offizielle Farbspektrum lediglich Bordô, Glacial, Prateado und Preto umfasst. Als Lockmittel diente hierbei oft das Versprechen einer geringen Anzahlung („sinal“) sowie eine vollständige Rückerstattung im Falle einer Stornierung.

Internationales Ausmaß und Methoden des Datendiebstahls

Die betrügerischen Aktivitäten weisen eine hohe geografische Reichweite auf. Die Experten fanden Fake-Websites in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Arabisch, Portugiesisch, Russisch und Türkisch.

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Die Vorgehensweise variiert dabei je nach Region: In einem russischsprachigen Shop wurden Kunden dazu gedrängt, die Hälfte des Preises vorab zu zahlen und die weitere Kommunikation über den Messengerdienst Telegram abzuwickeln, um Zahlungen außerhalb gesicherter Shop-Systeme zu veranlassen.

Unabhängig von der Zahlungsmethode dienen die Portale primär der Datenspionage. Im Bestellprozess werden systematisch Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Wohnorte und WhatsApp-Daten abgefragt. Im weiteren Verlauf folgt die Erfassung von Kreditkarten- oder Bankdaten.

Olga Altukhova, Senior Web Content Analyst bei Kaspersky, erklärte hierzu, dass derartige Betrugsangebote zu großen Geräte-Launches kein neues Phänomen seien. Der aktuelle Hype verschaffe Cyberkriminellen einen Vorteil, wobei die erbeuteten Daten später für gezielte Phishing-Angriffe oder Social-Engineering-Maßnahmen genutzt werden könnten.

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Abgleich mit offiziellen Marktpreisen und Verfügbarkeiten

Um sich vor Betrug zu schützen, verweisen Experten auf die offiziellen Preisstrukturen und Vertriebskanäle. Apple stellte das iPhone 18 Pro und Pro Max am 09.09.2026 vor.

In Frankreich ist das iPhone 18 Pro beispielsweise seit dem 18.09.2026 offiziell erhältlich. Die Preise beginnen regulär bei 1.449 Euro für das iPhone 18 Pro und 1.599 Euro für das Pro Max in der 256-GB-Version.

Die Preisstaffelung für höhere Speicherkapazitäten sieht wie folgt aus:
- 512 GB: 1.699 Euro für das Pro / 1.849 Euro für das Pro Max
- 1 TB: 2.199 Euro für das Pro / 2.349 Euro für das Pro Max
- 2 TB: 2.949 Euro für das Pro / 3.099 Euro für das Pro Max

Sicherheitsanalysten von Kaspersky wie Fabio Marenghi betonten, dass Preise, die deutlich unter diesen Marktwerten liegen, als kritisches Warnsignal zu werten seien. Verbraucher sollten ausschließlich offizielle Shops oder autorisierte Händler nutzen.

Angebote, die Produkte außerhalb des offiziellen Katalogs zeigen oder ungewöhnliche Zahlungsmethoden fordern, seien laut Olga Altukhova klare Indizien für betrügerische Absichten. Bereits im Vorfeld des Verkaufsstarts waren zudem gefälschte Zahlungsbenachrichtigungen im Zusammenhang mit dem neuen Smartphone-Modell im Umlauf.

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