Komponentenkosten, Komponentenpreise

iPhone 18 Pro: Komponentenkosten um 38 Prozent gestiegen

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 17:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Komponentenpreise für Apples kommendes Pro-Modell steigen massiv. Speicherkosten sind Haupttreiber, Preiserhöhungen werden erwartet.

iPhone 18 Pro: TrendForce-Analyse zeigt 38 Prozent höhere Produktionskosten
Ein teilweise zerlegtes High-End-Smartphone auf einer Werkbank mit Fokus auf interne Hardware-Komponenten und Speicherchips. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Analyse des Marktforschungsunternehmens TrendForce vom 10. August 2026 verdeutlicht einen massiven Anstieg der Produktionskosten für das kommende iPhone 18 Pro. Demnach kletterten die Komponentenkosten (Bill of Materials, BOM) für das Modell mit 256 GB Speicher im dritten Quartal 2026 um 38 Prozent im Vergleich zum iPhone 17 Pro. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung seien die weltweit drastisch gestiegenen Preise für Speicherbausteine.

Massive Verschiebungen in der Kostenstruktur

Die detaillierte Aufschlüsselung der Produktionskosten zeigt eine signifikante Verschiebung der Budgetanteile. Während der Speicheranteil an den gesamten BOM-Kosten vor einem Jahr noch bei 10 Prozent lag, erreichte er im dritten Quartal 2026 bereits 34 Prozent. Branchenexperten von TrendForce gehen davon aus, dass dieser Wert in der ersten Jahreshälfte 2027 die Marke von 40 Prozent überschreiten wird.

Hintergrund dieser Entwicklung ist ein beispielloser Preisanstieg am Speichermarkt. Die Preise für entsprechende Komponenten haben sich seit Anfang 2025 um das Fünf- bis Siebenfache erhöht. Während Apple durch seine Marktposition und langfristige Lieferverträge gewisse Puffer besitzt, sind Android-Hersteller laut den Analysten von dieser Entwicklung noch stärker betroffen. Insbesondere Anbieter im Mittelklasse-Segment könnten gezwungen sein, Preise deutlicher anzuheben oder geplante Produkte gänzlich zu streichen.

Strategische Preisgestaltung und Margendruck

Angesichts der gestiegenen Herstellungskosten steht Apple vor strategischen Entscheidungen. Das Unternehmen erwäge, Teile der Marge zu opfern, um die Auslieferungszahlen stabil zu halten. Alternativ stünden Preiserhöhungen im Raum, die entweder das neue Modell direkt betreffen oder durch eine Anhebung der Preise für ältere Modelle kompensiert werden könnten.

Marktbeobachter diskutieren bereits verschiedene Szenarien für die Preisgestaltung. Schätzungen von JPMorgan zufolge könnte die iPhone 18 Pro-Serie eine moderate Preiserhöhung von 50 US-Dollar bis 100 US-Dollar erfahren. Andere Prognosen gehen von einem deutlicheren Sprung aus. So wird spekuliert, dass der Startpreis des iPhone 18 Pro bei 1.299 US-Dollar bis 1.399 US-Dollar liegen könnte, während das Vorgängermodell noch ab 1.099 US-Dollar erhältlich war. Für das iPhone 18 Pro Max werden Preise zwischen 1.399 US-Dollar und 1.499 US-Dollar (Vorgänger: 1.199 US-Dollar) in Betracht gezogen. Um den Absatz trotz höherer Preise zu stützen, könnte das Unternehmen verstärkt auf Upgrade-Programme setzen.

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Technische Neuerungen und Zulieferer

Trotz des Kostendrucks integriert Apple neue Technologien in die kommende Generation. Das iPhone 18 Pro soll mit dem A20 Pro-Chip ausgestattet werden, der im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt wird. Zudem wird eine Verkleinerung der „Dynamic Island“ um etwa 35 Prozent von 20,76 mm auf 13,49 mm erwartet, was zu einem Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 94,7 Prozent führen würde.

Bei den Displays setzt Apple weiterhin auf eine duale Zuliefererstrategie. Samsung Display übernimmt demnach 64 Prozent der OLED-Produktion für die Pro-Modelle, während LG Display die restlichen 36 Prozent liefert. Der chinesische Hersteller BOE blieb bei der Auftragsvergabe für die aktuelle Generation offenbar unberücksichtigt, da die geforderte Ausbeute bei der LTPO+-Technologie nicht erreicht wurde.

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Wirtschaftliche Einordnung

Die Apple-Aktie notierte zum Zeitpunkt der Kostenanalyse bei 313,33 US-Dollar. Finanzanalysten bewerten das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 35,93x, was über dem Fünf-Jahres-Median von 30,6x liegt. Ein gängiger Indikator für den Unternehmenswert (GF Value) beziffert diesen auf 281,88 US-Dollar, womit der aktuelle Kurs als moderat überbewertet gilt.

Die offizielle Vorstellung der neuen Hardware-Generation, zu der neben dem iPhone 18 Pro und Pro Max auch ein faltbares „Ultra“-Modell erwartet wird, dürfte Anfang September erfolgen. Analysten weisen darauf hin, dass das Standardmodell des iPhone 18 voraussichtlich erst im ersten Quartal 2027 auf den Markt kommen wird.

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