iPhone 18 Pro: Variable Blende mit sechs Lamellen ist kaum reparierbar
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das iPhone 18 Pro sieht von auĂen dem VorgĂ€nger Ă€hnlich, im Inneren hat sich laut einem Teardown von iFixit jedoch einiges verĂ€ndert. Wie iFixit in einem am 21. September 2026 veröffentlichten Bericht darlegte, verbaut Apple erstmals eine variable Blende mit sechs ĂŒberlappenden Lamellen, die jeweils nur etwa haardĂŒnn sind, sowie eine Infrarotkamera fĂŒr Face ID, die unter dem Display sitzt statt in der sichtbaren Aussparung.
Variable Blende aus Polymer-Verbundmaterial
Die neue Blende besteht laut iFixit aus einem Polymer-Verbundmaterial und wird durch Magnetkraft bewegt. Bereits kleine Verformungen oder eindringende Fremdkörper könnten laut dem Bericht Betriebsprobleme verursachen.
In technischen Kennzahlen bedeutet das Feature laut iFixit: Bei Blendenstufe f/1.48 betrĂ€gt die Ăffnung 4,6 Millimeter, verglichen mit 33,8 Millimetern bei einer 50-mm-Kamera. Die weiteste Blendenstufe lĂ€sst demnach rund 7,3-mal mehr Licht ein als bei f/4.0.
Zur Reparierbarkeit Ă€uĂerte sich iFixit deutlich: Die Blende sei "so nah an unmöglich wie es geht" zu reparieren. Bei einem Defekt eines einzelnen Blatts oder Mechanikteils sei ein Austausch des kompletten Kameramoduls wahrscheinlicher als eine gezielte Reparatur der Blende selbst â bedingt durch extrem kleine Toleranzen, schwer entfernbaren Kleber und den Bedarf an Spezialwerkzeug.
Wer sich mit den technischen Details moderner Smartphones befasst, verliert bei Fachbegriffen wie AirDrop oder iOS leicht den Ăberblick. Dieses kostenlose Lexikon erklĂ€rt die 53 wichtigsten Begriffe verstĂ€ndlich und hilft Ihnen, die Apple-Welt sofort besser zu verstehen. 53 iPhone-Begriffe jetzt kostenlos sichern
Das Hauptkameramodul insgesamt sei dagegen relativ leicht zugĂ€nglich und tauschbar. Zum Vergleich: Die Kamera-Baugruppe des iPhone 17 Pro kostete 249 US-Dollar; Preise fĂŒr Ersatzteile des iPhone 18 Pro hat Apple laut iFixit noch nicht veröffentlicht.
Samsung hatte eine variable Blende bereits 2018 im Galaxy S9 eingefĂŒhrt, sie in Folgemodellen jedoch wieder verworfen, da der BildqualitĂ€tsvorteil laut Samsung nur begrenzt gewesen sei.
Face ID wandert unter das Display
Nach Angaben von iFixit liegt beim neuen Face-ID-System nur die Infrarotkamera unter dem Display, wÀhrend der Dot-Projektor weiterhin in der Dynamic Island verbleibt.
Viele Nutzer verwenden nur einen Bruchteil der Möglichkeiten ihres GerĂ€ts, da technische HĂŒrden den Einstieg erschweren. Ein gratis Starter-Ratgeber enthĂŒllt nun die Funktionen und Einstellungen, die Ihnen den Alltag mit dem Smartphone spĂŒrbar erleichtern. Kostenloses Starterpaket fĂŒr Ihr iPhone herunterladen
Mikroskopaufnahmen von iFixit zeigen laut einem Bericht als Ursache fĂŒr eine leicht verzerrte oder weniger scharfe Stelle im Display nahe der Uhr in der oberen linken Ecke genau diese verdeckte Infrarotkamera: Ăber dem Sensor fehlt jede zweite Pixelreihe, mit einem graduellen Ăbergang zurĂŒck zum normalen Pixelmuster. iFixit betonte, die Stelle sei mit bloĂem Auge kaum sichtbar, Fotos könnten den Effekt ĂŒbertreiben; kontrollierte Vergleichstests zur Sichtbarkeit zwischen einzelnen Panels lĂ€gen nicht vor. Apple hat die Stelle bislang nicht als Displayproblem anerkannt und kein Reparaturprogramm angekĂŒndigt.
Auch beim REWA-Technology-Teardown fiel die kleinere Dynamic Island bei Pro und Pro Max auf, da die Infrarotkamera in die obere linke Ecke unter das Display verlegt wurde. Der vorhandene SIM-Schacht deute laut REWA auf einen kleineren Akku hin als bei den eSIM-only-Modellen.
FĂŒr Letztere nennt iFixit konkrete Werte: 4.288 mAh beim iPhone 18 Pro und 5.567 mAh beim Pro Max, was laut iFixit einem bereits im Juli aufgetauchten Zertifizierungs-Leak entspricht.
Akku leicht zugÀnglich, Display-Rahmen bricht hÀufig
Der Akku sitzt laut iFixit in einer verschraubten Metallwanne statt verklebt und lĂ€sst sich damit relativ leicht tauschen â der Zugang fĂŒhrt allerdings ĂŒber das verklebte Display. Bei drei von vier geöffneten GerĂ€ten brach dabei der Kunststoffrahmen des Displays, sodass ein komplettes Display-Modul ersetzt werden musste.
Dieser Rahmen wird laut iFixit bereits seit dem iPhone 15 Pro verbaut; vier untersuchte GerÀte reichten laut iFixit jedoch nicht aus, um eine belastbare Fehlerrate zu bestimmen. Isopropylalkohol könne beim Ablösen helfen. Ein Akkuwechsel kostet bei Apple direkt 129 US-Dollar, zehn US-Dollar mehr als im Vorjahr.
Weitere Beobachtungen aus dem Teardown: Der NAND-Speicher ist Teil von Apples Chip-Packaging-Sandwich und lÀsst sich nur mit feinchirurgischem Eingriff tauschen, wÀhrend das Selfie-Kamera-Array leicht zugÀnglich ist. Der USB-C-Anschluss gilt wegen eines langen Flexkabels als schwierig zu ersetzen. Zudem verbaut Apple eine Vapor Chamber der zweiten Generation, die laut iFixit bei Volllast geringere Temperaturen ermöglicht.
VorlÀufiger Reparierbarkeits-Score bleibt bei 7 von 10
iFixit vergab dem iPhone 18 Pro vorlÀufig denselben Repairability Score wie dem VorgÀnger: 7 von 10 Punkten, wobei die SchÀden am Display-Rahmen noch nicht eingerechnet sind. iFixit-Direktorin Elizabeth Chamberlain bewertete das GerÀt nach eigenen Angaben insgesamt dennoch als schlechter reparierbar als seinen VorgÀnger.
Mehr zum Thema bei heise online: âiPhone 18 Pro (Max) im Teardown: Neue Blende, neues Face ID, alter USB-C-Nervâ
