Apple, Polizei

iPhone-Diebstahl: Apple und Polizei schließen Sicherheitslücken

13.06.2026 - 09:53:02 | boerse-global.de

Apple und die Metropolitan Police verstärken Kooperation, um gestohlene iPhones unbrauchbar zu machen. Trotz technischer Hürden setzen Diebe vermehrt auf Betrugsmaschen.

Apple und Polizei: Neue Maßnahmen gegen iPhone-Diebstahl
Apple - Ein Smartphone mit einem digitalen Schlosssymbol auf dem Bildschirm, umgeben von einem leuchtenden Datennetzwerk, das Cybersicherheit darstellt. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Kern der Kooperation steht ein verbesserter Datenaustausch für ein globales Lagebild über die Vertriebswege der Hehlerware.

Neue Schutzfunktionen gegen Diebe

Apple verhindert zunehmend, dass Kriminelle gestohlene iPhones löschen und neu aktivieren können. Laut Londoner Polizei wurden zuletzt die meisten in der britischen Hauptstadt entwendeten Geräte nicht zurückgesetzt.

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Der sogenannte Stolen Device Mode – eingeführt mit iOS 17.3 im Jahr 2024 – ist seit der Version iOS 26.4 standardmäßig aktiviert. Für künftige Updates plant Apple eine automatische Sperre bei Diebstahlsverdacht. Sie erkennt mithilfe von Bewegungssensoren, Bluetooth- und WLAN-Analysen, wenn ein Gerät unter untypischen Umständen den Besitzer wechselt.

Ein ähnliches System gibt es bei Googles Konkurrenzprodukten unter dem Namen Theft Protection Lock.

Kriminelle setzen auf Betrugsmaschen

Trotz der technischen Hürden entwickeln Diebe neue Strategien. Ein Bericht von Infoblox Threat Intel zeigt: Täter setzen verstärkt auf Smishing-Texte und gefälschte Apple-Webseiten. Ihr Ziel: die Passcodes der rechtmäßigen Besitzer erbeuten.

Über spezialisierte Telegram-Kanäle bieten sie Werkzeuge an, mit denen sich Geräte für 5 bis 50 US-Dollar entsperren lassen. Der Datenverkehr zu solchen betrügerischen Domains stieg 2025 um rund 350 Prozent. Mehr als 10.000 schädliche Domains wurden identifiziert.

Erfolge und Schwerpunkte in Deutschland

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Während Apple an technischen Lösungen arbeitet, erzielt die Polizei hierzulande Erfolge durch Ortung. In Erfurt stellten Beamte Mitte Juni ein gestohlenes Smartphone im Wert von rund 1.000 Euro sicher – das Opfer hatte den Standort übermittelt.

Bei einer Kontrolle nahe Wunsiedel entdeckte die Grenzpolizei Selb am Dienstag hochwertige Elektroartikel und Smartphones im Gesamtwert von etwa 100.000 Euro. Der 23-jährige Fahrer sitzt in Untersuchungshaft.

Die Behörden warnen zudem vor saisonalen Diebstahlswellen. In München kam es Anfang Juni zu einer Serie in Freibädern, besonders im Westbad und Michaelibad. In Jena brachen Täter am Freitag in ein Einkaufszentrum ein und stahlen gezielt Technik aus einem Telekommunikationsshop und einem Elektronikmarkt. Die Polizei sucht mit Hubschraubern und Diensthunden nach den Tätern.

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