iPhone Pro wird 200 Dollar teurer: Apple warnt vor Chip-Knappheit
20.06.2026 - 13:45:56 | boerse-global.de
Sein Nachfolger wird John Ternus, derzeitiger Hardware-Chef. Der Konzern steht vor einer doppelten Zäsur: Führungswechsel und steigende Preise.
Der Führungswechsel: Ternus übernimmt
Am 1. September 2026 endet eine Ära. Tim Cook gibt den CEO-Posten ab, bleibt dem Unternehmen jedoch als Executive Chairman erhalten. Sein Nachfolger: John Ternus, bisher verantwortlich für die Hardware-Entwicklung von iPhone, iPad und Mac.
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Cook begründet den Schritt mit der starken Unternehmensentwicklung. Apple meldete zuletzt ein Umsatzplus von 17 Prozent. Der scheidende Chef zeigt sich überzeugt: Ternus sei bestens vorbereitet. Die Aktie reagierte dennoch mit einem Minus von rund zwei Prozent – Anleger wägen ab, ob ein Hardware-Spezialist die richtige Wahl für die Zukunft ist.
Die Bilanz von Cooks Amtszeit seit 2011 ist beeindruckend: Der Börsenwert stieg um über 1.200 Prozent auf rund 4,35 Billionen US-Dollar (etwa 4,0 Billionen Euro). Der Gesamtumsatz wuchs um 300 Prozent. Analysten fragen sich nun, wie Ternus' hardware-lastiger Hintergrund die Software- und KI-Strategie des Konzerns prägen wird.
„Unvermeidliche" Preiserhöhungen
Nur zwei Tage vor der Bekanntgabe warnte Cook in einem Interview vor drastischen Preisanpassungen. Die Ursache: eine eklatante Knappheit bei Speicherchips. Der KI-Boom treibe die Nachfrage nach High-Bandwidth-Speicher derart in die Höhe, dass DRAM- und NAND-Komponenten massiv knapp werden.
Cook spricht von einem „Jahrhundert-Hochwasser" für die Halbleiterindustrie. So extreme Bedingungen habe Apple seit vier Jahrzehnten nicht erlebt. Die Folgen sind konkret: Die Preise für Speicherchips steigen seit Ende 2025 um mindestens 50 Prozent pro Quartal.
Für Verbraucher bedeutet das: Das iPhone Pro könnte über 200 US-Dollar teurer werden. Schätzungen zufolge läge der Preis künftiger Flaggschiff-Modelle bei rund 1.299 US-Dollar. Betroffen sind auch Mac und iPad – inklusive möglicher Rekordpreise für die kommenden OLED MacBook Pro Modelle.
Branchenweite Preiswelle
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Der gesamte Smartphone-Markt muss mit Preissteigerungen von rund 20 Prozent in diesem Jahr rechnen. Der Markt für Speicherchips explodiert parallel: von 220 Milliarden US-Dollar 2025 auf geschätzte 890 Milliarden US-Dollar Ende 2026.
Cook betont, Apple werde seine Finanzreserven nutzen, um die Engpässe abzufedern. Doch er macht keinen Hehl daraus: Preiserhöhungen für die Kunden sind unvermeidlich. Die Ankündigung des iPhone 18 im September dürfte zur ersten Bewährungsprobe für den neuen Chef werden.
Kann Ternus die Balance zwischen Innovation, Margen und Kundenerwartungen halten? Die Branche schaut gespannt auf den 1. September.
