iPhone Ultra: Apple startet Faltmarkt mit Flüssigmetall-Scharnier
Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 05:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ersten Berichten zufolge hat der Konzern Prototypen seines ersten faltbaren Smartphones an Mobilfunkanbieter weltweit zur Netzwerktestung verschickt. Das Gerät, das intern als iPhone Ultra bezeichnet wird, soll trotz früherer technischer Hürden noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Flüssigmetall-Scharnier als Schlüsseltechnologie
Ein zentrales Merkmal des iPhone Ultra ist das Scharnier aus Flüssigmetall. Dabei handelt es sich um eine amorphe Metalllegierung mit einem außergewöhnlich hohen Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Apple besitzt seit 2010 eine Exklusivlizenz für diese Technologie von Liquidmetal Technologies, setzte sie bislang jedoch nur für kleinere Bauteile wie SIM-Auswurfwerkzeuge ein.
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Die Verwendung dieses Materials soll die Planheit des Displays verbessern und die sichtbare Knickfalte minimieren – ein bekanntes Problem bei faltbaren Geräten. Bereits im März 2025 hatte der renommierte Analyst Ming-Chi Kuo das Flüssigmetall-Scharnier als Kernstück von Apples Faltstrategie identifiziert. Als exklusiver Zulieferer für den Scharniermechanismus wurde der chinesische Hersteller Dongguan EonTec genannt.
Ultradünn, aber mit Kompromissen
Technische Spezifikationen deuten auf eine Dampfkammerkühlung hin, die ähnlich wie im iPhone 17 Pro mit entionisiertem Wasser arbeitet. Dieses System soll die Wärme effizient ableiten – notwendig bei einer Dicke von nur 4,5 Millimetern im aufgeklappten Zustand.
Um diese schlanke Bauweise zu erreichen, hat Apple offenbar mehrere Abstriche gemacht. Das Gerät wird voraussichtlich kein Face ID enthalten, sondern auf einen seitlich angebrachten Touch-ID-Sensor setzen. Auch eine Telefonkamera, MagSafe-Ladefunktion, der Action-Button und ein physischer SIM-Slot fehlen. Die Kühlung soll dennoch eine um rund 40 Prozent bessere Dauerleistung ermöglichen als herkömmliche Designs.
Display und Innenleben
Das iPhone Ultra zeigt sich im Buchstil: Ein 7,8 Zoll großes OLED-Innendisplay und ein 5,5 Zoll Außenbildschirm sind vorgesehen. Samsung liefert die Panels, die durch integrierte Touch-Sensoren fast 20 Prozent dünner ausfallen sollen.
Im Inneren werkelt der A20-Chip, möglicherweise als „A20 Pro“-Variante im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Dazu kommen ein C2-Modem und 12 Gigabyte RAM. Zusammengeklappt misst das Gerät zwischen 9 und 9,5 Millimetern, an der Kamerabeule sind es rund 13 Millimeter.
Produktion und Preisgestaltung
Die Massenproduktion soll im Juli 2026 anlaufen. Einige Berichte deuten auf eine volle Produktionskapazität erst im vierten Quartal hin, die meisten Anzeichen sprechen jedoch für eine Markteinführung im September 2026 – gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max.
Das iPhone Ultra wird als Premium-Flaggschiff positioniert. Die Preisgerüchte beginnen bei mindestens 2.000 US-Dollar, höhere Konfigurationen könnten bis zu 2.900 US-Dollar kosten. Zum Start soll es nur in Silber und einem dunklen Blau- oder Indigoton erhältlich sein – eine Strategie, die Apple bereits bei früheren, technisch anspruchsvollen Produkteinführungen verfolgte. Die Präsentation wird von Apples neuem CEO John Ternus geleitet werden.
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