IRMA Hamburg: 160 Aussteller zeigen Mobilitätshilfen 18.–20. Juni
30.05.2026 - 07:48:19 | boerse-global.deDer Markt für Hilfsmittel und spezialisierte Dienstleistungen für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen erlebt einen deutlichen Aufschwung. Internationale Fachmessen, innovative Erlebniswelten und lokale Initiativen prägen die Branche im Frühjahr und Sommer 2026.
Weltleitmessen in Frankfurt und Hamburg
Die SightCity in Frankfurt hat sich vom 27. bis 29. Mai 2026 erneut als weltweit größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel behauptet. Über 150 Aussteller präsentierten im Kap Europa Neuheiten – von klassischen Hilfsmitteln bis hin zu einem speziellen Gaming-Labor für Sehbehinderte.
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Nur wenige Wochen später, vom 18. bis 20. Juni 2026, öffnet die IRMA in Hamburg ihre Tore. Die Messe für Mobilitätshilfen erwartet mehr als 160 Aussteller aus neun Ländern auf 8.000 Quadratmetern. Zu den Highlights zählen der ergoflix vario mit einer Reichweite von 25 Kilometern, das ReWalk 7-Exoskelett und der kohlefaserbasierte WHILL C Lite. Besucher können auf einem Testparcours E-Roller wie den VOSS ello ausprobieren.
Ein Blick in den Herbst: Der 70. Internationale Kongress der Hörakustiker (EUHA) in Hannover (14. bis 16. Oktober 2026) setzt auf Nachwuchsförderung. Studenten, Azubis und Schüler erhalten freien Eintritt, um für den Beruf des Hörakustikers zu begeistern.
Erlebniswelten für besseres Hören
Der Fachhandel für Hörgesundheit setzt zunehmend auf interaktive Erlebnisse. Am 29. Mai 2026 eröffnete Hansaton, ein Unternehmen der Sonova-Gruppe, einen „World of Hearing"-Flagship-Store auf der Mariahilfer Straße in Wien. Der Laden lockt mit einem interaktiven Hörerlebnisraum und 3D-Ohrscan-Technologie – die Hürde für einen Besuch soll so deutlich sinken.
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Auch kleinere Spezialgeschäfte erweitern das Angebot. In Xanten öffnete im Mai 2026 „Ohrliebe", ein neuer Hörakustik-Betrieb mit Fokus auf persönliche Beratung.
In Bad Zwischenahn findet am 6. Juni 2026 die Ausstellung „Hören und Sehen" in der Wandelhalle statt. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen organisiert die kostenlose Veranstaltung, bei der Anbieter Hilfsmittel für Gehörlose, Schwerhörige, Blinde und Sehbehinderte vorstellen.
Sensibilisierung und Bildung vor Ort
Kommunen und soziale Organisationen haben ihre Bemühungen verstärkt, die Bevölkerung für die Herausforderungen von Menschen mit Sinnesbehinderungen zu sensibilisieren. In Rheine durchliefen städtische Auszubildende im Mai 2026 ein Training mit Simulationsbrillen, Schlafmasken und Ohrstöpseln, um Barrieren im Stadtraum hautnah zu erleben.
Ähnliche Aktionen gab es in Emsdetten: Eine Caritas-Delegation machte im Mai 2026 während einer Jubiläumstour auf Dienstleistungen für Menschen mit Sinnesbehinderungen aufmerksam. Das Programm umfasste Selbsterfahrungsübungen mit Gehörschutz und stellte regionale Gebärdensprachchöre vor.
In Stuttgart bietet die Grabkapelle auf dem WĂĽrttemberg am 6. Juni 2026, dem Welt-Seh-Tag, eine spezielle FĂĽhrung fĂĽr blinde und sehbehinderte Besucher an. Klang, Materialtexturen und physische Formen vermitteln die Geschichte und Architektur des Ortes.
Finanzspritzen und barrierefreie Infrastruktur
Die finanzielle UnterstĂĽtzung spezialisierter Einrichtungen bleibt ein wichtiger Baustein. Ende Mai 2026 erhielt das Blindeninstitut WĂĽrzburg eine Spende von 1.000 Euro fĂĽr Materialien in der Physio-, Ergo- und Sprachtherapie.
Auch die öffentliche Infrastruktur wird weiter barrierefrei gestaltet. Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn wurde Ende Mai 2026 mit dem „Fair Family"-Siegel ausgezeichnet. Der Park bietet eine vollständig barrierefreie Umgebung – ein Gewinn für den regionalen Tourismus, ebenso wie die zugänglichen Badebereiche am Zwischenahner Meer.
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