IRS-Phishing: GefÀlschte Briefe mit QR-Codes zielen auf Krypto-Besitzer
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 17:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Steuerbehörde IRS warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Kriminelle verschicken gefĂ€lschte Briefe an Krypto-Besitzer, um an digitale Vermögenswerte zu gelangen. Die Schreiben imitieren offizielle IRS-Post und enthalten QR-Codes, die auf eine betrĂŒgerische Website fĂŒhren.
GefÀlschtes Compliance-Portal soll Daten abgreifen
Die Briefe beziehen sich auf Steuerjahre von 2017 bis 2026 und fordern die EmpfĂ€nger auf, sich auf einer Plattform namens âDigital Asset Compliance Portal" zu registrieren. Dieses Portal existiert jedoch nicht â es handelt sich um eine Falle. Wer den beigefĂŒgten QR-Code scannt, landet auf einer Phishing-Seite, die tĂ€uschend echt wie eine offizielle Regierungsdomain aussieht.
Ermittler haben die Infrastruktur der Betrugsmasche bereits analysiert. Die verwendeten Domains wurden ĂŒber einen Anbieter in Hongkong registriert und auf Servern in RumĂ€nien gehostet. Die Vorbereitungen liefen offenbar unmittelbar vor dem Versand der Briefe an. Jarod Koopman, Chef der Ermittlungsabteilung IRS-CI, betont: Kriminelle nutzen weiterhin das Vertrauen der Bevölkerung in offizielle Institutionen aus, um ihre DiebstĂ€hle durchzufĂŒhren.
So kommuniziert die IRS wirklich
Die Steuerbehörde stellt klar: Offizielle IRS-Schreiben enthalten keine QR-Codes. Auch nimmt die Behörde grundsĂ€tzlich keinen Kontakt per E-Mail oder ĂŒber soziale Medien auf, um persönliche oder finanzielle Daten anzufordern. Die Kommunikation lĂ€uft ausschlieĂlich ĂŒber die US-Post. Wer unsicher ist, sollte verdĂ€chtige Schreiben ignorieren und direkt die offizielle Website IRS.gov aufrufen.
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Auch die Krypto-Branche schlÀgt Alarm. Die Plattform Coinbase warnte bereits am 28. Juli vor den gefÀlschten Briefen und beschreibt die Aktion als professionell organisierte, internationale Operation. Sicherheitsexperten raten: Wer einen solchen Brief erhÀlt, sollte auf keinen Fall den QR-Code scannen. Auch Anrufe, die sofortige Zahlungen oder Registrierungen auf externen Portalen verlangen, sollten sofort beendet werden.
Milliardenverluste durch Krypto-Betrug
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SchĂ€den durch Krypto-KriminalitĂ€t neue Rekorde erreichen. Laut FBI-Daten verloren Amerikaner im Jahr 2025 mehr als 11 Milliarden Dollar durch Krypto-Betrug â ein Anstieg von 22 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Im Durchschnitt verlor jedes Opfer rund 62.604 Dollar.
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Auch die erste JahreshĂ€lfte 2026 zeigt ein dĂŒsteres Bild: Marktforscher von Blockaid registrierten Verluste von ĂŒber einer Milliarde Dollar durch Hackerangriffe und Exploits auf Krypto-Projekte. Die aktuelle Phishing-Welle dĂŒrfte zwar keine groĂen Auswirkungen auf die Marktpreise haben â doch die Behörden mahnen zur Wachsamkeit. Denn die TĂ€ter setzen zunehmend auf traditionelle Methoden wie physische Post, um digitale Sicherheitsfilter zu umgehen.
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