Jalapeño-Chip, OpenAI

Jalapeño-Chip: OpenAI entwickelt KI-Hardware in nur neun Monaten

27.06.2026 - 00:02:28 | boerse-global.de

Apple verliert einen Top-Ingenieur an OpenAI, das mit neuem Chip und Führungspersonal aufrüstet. Die Vision Pro wird teurer, während der Smart-Glasses-Markt boomt.

Apple-Vision-Manager wechselt zu OpenAI: Paukenschlag für räumliches Computing
Jalapeño-Chip - Leuchtendes neuronales Netz über einer Platine mit Apple Vision Pro Silhouette und OpenAI-Logo, symbolisiert Tech-Führungswechsel. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Vizepräsident für Hardware-Engineering der Vision Products Group verlässt Apple und schließt sich OpenAI an – ein Paukenschlag für die räumliche Computertechnik.

Ein hochrangiger Apple-Manager macht den Schritt in die KI-Branche: Paul Meade, bislang Vize-Präsident für Hardware-Engineering bei den Vision-Produkten, wird bereits in der kommenden Woche zu OpenAI wechseln. Das bestätigen Berichte vom heutigen Freitag. Meade war maßgeblich für die Entwicklung der Vision Pro und Apples laufender Smart-Glasses-Initiativen verantwortlich.

OpenAI baut Führungsriege massiv aus

Der Abgang von Meade ist kein Einzelfall – OpenAI befindet sich auf einer regelrechten Einkaufstour für Spitzenpersonal. Noch am selben Tag gab das Unternehmen bekannt, dass Denise Dresser, die ehemalige CEO von Slack, als Chief Revenue Officer einsteigt. Zudem wurde Prabhjeet Singh zum Managing Director für Indien ernannt. Singh, zuvor Präsident von Uber Indien und Südasien, soll dort das Enterprise-Geschäft ausbauen und lokale Partnerschaften schmieden.

Doch nicht nur OpenAI profitiert vom Talent-Poker. Bereits am Donnerstag verließen mehrere prominente Forscher Googles KI-Abteilungen. Jonas Adler und Alexander Fritzel, beide am Gemini-Projekt beteiligt, wechselten zu Anthropic. Mit ihnen ging John Jumper, ein Nobelpreisträger für seine Arbeit an AlphaFold. Noam Shazeer, Mitautor des bahnbrechenden Transformer-Papers, schloss sich ebenfalls OpenAI an.

Hardware-Offensive: „Jalapeño“ als Schlüsselprojekt

Meades Hardware-Erfahrung passt perfekt zu OpenAIs wachsendem Engagement in der physischen Infrastruktur. Erst am Donnerstag enthüllte das Unternehmen „Jalapeño“ – einen maßgeschneiderten KI-Inferenz-Chip, entwickelt mit Broadcom und gefertigt von TSMC. Der Chip ist speziell für große Sprachmodelle wie ChatGPT und Codex ausgelegt.

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Bemerkenswert: Das Jalapeño-Projekt wurde in nur neun Monaten fertiggestellt. Erste Engineering-Muster laufen bereits mit einer speziellen Modellversion namens GPT-5.3-Codex-Spark. OpenAI plant, die vollständige Auslieferung der Chips bis Ende 2026 zu starten – Teil einer gigantischen 10-Gigawatt-Infrastruktur-Partnerschaft, die die Abhängigkeit von Drittanbietern reduzieren soll.

Vision Pro unter Druck: Preise steigen, Konkurrenz wächst

Während Apple einen Schlüssel-Ingenieur verliert, kämpft das Unternehmen auch mit Lieferketten-Problemen für sein Flaggschiff-Headset. Am Donnerstag erhöhte Apple die Preise für die Vision Pro (M5) aufgrund einer globalen Knappheit von RAM und Speicherkomponenten. Das Basismodell mit 256 GB kostet nun 3.699 Euro, die 1-TB-Version liegt bei 4.199 Euro. Branchenanalysten bestätigen, dass auch Wettbewerber wie Meta und Valve in den letzten Monaten ihre Preise angehoben haben.

Trotz der Kostenbelastung treibt Apple die Software-Entwicklung voran. Noch heute veröffentlicht das Unternehmen visionOS 27, das erstmals Unterstützung für Drittanbieter-Bewegungscontroller bietet.

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Der breitere Wearable-Market zeigt indes eine andere Dynamik. Meta brachte am Donnerstag neue Smart Glasses für 299 Euro auf den Markt. Marktdaten zufolge wuchs das Segment der intelligenten Brillen im ersten Quartal 2026 um 167 Prozent im Jahresvergleich – während High-End-Geräte wie die Vision Pro unter den hohen Komponentenkosten leiden.

Apples Chip-Roadmap: Fokus auf KI

Interne Planungen deuten darauf hin, dass Apple bei künftigen Chip-Designs verstärkt auf Künstliche Intelligenz setzt. Zwar soll Ende 2026 ein Basis-M6-Chip mit 200 GB/s Bandbreite erscheinen, doch Berichte vom heutigen Freitag legen nahe, dass Apple auf leistungsstärkere M6-Varianten verzichtet. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die M7-Serie – inklusive Pro-, Max- und Ultra-Versionen – die primär auf KI-Leistung ausgelegt sind und zwischen 2027 und 2028 erwartet werden.

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