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Jay Clayton als KI-Beauftragter: Trump erwägt Doppelrolle für Geheimdienstchef

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 22:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trump erwägt den Geheimdienstkoordinator für die KI-Spitzenrolle; ob Clayton beide Ämter übernimmt, ist noch offen.

Jay Clayton als möglicher KI-Berater im Weißen Haus im Gespräch
Das Weiße Haus in Washington bei spätem Nachmittagslicht. Illustration mit AI erstellt.

US-Präsident Donald Trump beabsichtigt übereinstimmenden Medienberichten zufolge, den nationalen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum neuen Sonderbeauftragten für Künstliche Intelligenz im Weißen Haus zu berufen. Eine offizielle Bekanntgabe dieser Personalentscheidung könnte zeitnah erfolgen. Clayton soll damit zum wichtigsten Berater der US-Regierung im Bereich der Schlüsseltechnologie aufsteigen.

Doppelrolle im Sicherheitsapparat im Gespräch

Derzeit leitet Clayton als Director of National Intelligence (DNI) die 18 US-amerikanischen Geheimdienste. Das Amt trat er am 3. August 2026 an, nachdem ihn der Senat im Juli 2026 mit 51 zu 47 Stimmen bestätigt hatte. Für die neu geschaffene Position des KI-Beauftragten im Weißen Haus ist eine Bestätigung durch den Senat nicht erforderlich.

In der Administration wird derzeit erwogen, dass Clayton die KI-Aufgaben zusätzlich zu seinem Posten als Geheimdienstchef übernimmt. Ob er beide Funktionen tatsächlich parallel ausüben wird, ist bislang noch ungeklärt. Zudem verfügt Clayton über keinen eigenen technologischen Hintergrund. Zu Fragen der Künstlichen Intelligenz lässt sich Trump derweil weiterhin von Nvidia-Chef Jensen Huang beraten.

Vorgeschichte und Zeitplan der Nominierung

Trump hatte bereits im September 2026 angekündigt, eine sogenannte AI Force sowie einen eigenen KI-Beauftragten ins Leben zu rufen. Die Einrichtung der neuen KI-Einheit stellte er am 19. September vor. Wenige Tage später, am 25. September, schloss der Präsident Finanzminister Scott Bessent für den Spitzenposten der Technologiekoordination aus.

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Nach einem Treffen mit Vertretern der Technologiebranche am Dienstag, den 29. September 2026, kündigte Trump an, innerhalb von drei bis vier Tagen eine Personalie zu benennen. Im Rahmen dieses Treffens im Weißen Haus unterzeichneten führende KI-Unternehmen freiwillige Sicherheitsstandards, die auch eine externe Aufsicht umfassen. Trump stufte diese Selbstverpflichtung der Branche als moralisch bindend ein.

Spagat zwischen Sicherheitsbedenken und Deregulierung

Das Weiße Haus wies die Berichte über die bevorstehende Ernennung zunächst als haltlose Spekulation zurück. Personalentscheidungen würden ausschließlich durch den Präsidenten selbst bekannt gegeben, hieß es aus der Regierungszentrale.

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Die geplante Besetzung fällt in eine Phase intensiver Debatten über den Umgang mit der Technologie: Die Regierung prüft derzeit Sicherheitsrisiken neuer Modelle, während Forderungen nach staatlichen Leitplanken und Schutzmaßnahmen zunehmen.

Gleichzeitig lehnt Trump eine strengere Regulierung der Technologie ab. Er begründet seine Haltung mit der Notwendigkeit, im weltweiten Innovationswettbewerb, insbesondere gegenüber China, nicht an Boden zu verlieren.

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