ESET-Umfrage: Mehrheit deutscher Unternehmen setzt bei der IT-Sicherheit auf Made in EU
06.05.2025 - 09:15:00"IT-Sicherheitslösungen aus der EuropĂ€ischen Union haben fĂŒr Unternehmen klare Vorteile: Bei einem europĂ€ischen Anbieter mĂŒssen sie sich um Datenschutz und Compliance keine Sorgen machen", erklĂ€rt Thorsten Urbanski, Leiter der TeleTrust Initiative "IT Security made in EU" und Director of Marketing DACH bei ESET. "Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sich Unternehmen lĂ€ngst mit der Herkunft ihrer IT-Sicherheitslösung beschĂ€ftigen. Und das ist gut so: Mehr denn je sollten sich Organisationen in Deutschland und Europa die Frage stellen, ob sie ihre wertvollen Daten in die HĂ€nde auĂereuropĂ€ischer Anbieter geben wollen. Die IT-Sicherheit ist einer der wichtigsten Bereiche eines Unternehmens und sollte deswegen nur an Anbieter gegeben werden, die dem europĂ€ischen Wertekanon folgen und dem hiesigen strengen Datenschutz unterliegen."
Der Status quo: EuropÀische Union und USA dominieren den IT-Sicherheitsmarkt
Befragt nach der Herkunft ihrer IT-Sicherheitslösung gab knapp die HÀlfte (44 Prozent) an, auf einen Anbieter aus der EU zu vertrauen. Gut ein Viertel (28 Prozent) nutzt Hersteller aus den USA. Andere LÀnder und Regionen wie beispielsweise Israel, das Vereinigte Königreich und Asien sind kaum vertreten. Auf die einzelnen Branchen heruntergebrochen zeigt sich: Insbesondere die deutsche Industrie (51 Prozent) setzt auf EU-Produkte, wohingegen andere Sektoren eher zu US-Lösungen tendieren oder nicht wissen, wo ihr Anbieter herkommt.
Diese Erkenntnisse offenbaren: Auch wenn US-Hersteller fĂŒr viele Bereiche noch in Frage kommen, setzt die Mehrheit inzwischen auf europĂ€ische Lösungen. Die strenge Gesetzgebung zum Datenschutz und die aktuell angespannten Beziehungen zwischen den USA und ihren VerbĂŒndeten dĂŒrften hierbei einer der HauptgrĂŒnde fĂŒr diese PrĂ€ferenz sein.
Herkunft ist wichtig: Unternehmen sind wechselbereiter
Generell geben zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten an, ihnen sei die Herkunft ihrer IT-Sicherheitslösung wichtig â nur gut jedem Achten (12,8 Prozent) ist sie egal. Fast die HĂ€lfte (44 Prozent) ziehen nach den jĂŒngsten Spannungen zwischen USA und Europa einen Herstellerwechsel in Betracht. GröĂere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wollen ihren Anbieter eher austauschen als kleinere Organisationen.
"Generell gilt: Besonders GroĂunternehmen achten darauf, ob der Hersteller von IT-Sicherheitslösungen unter dem gleichen Rechtsrahmen wie sie handelt", sagt Urbanski dazu. "Lösungen, die datenschutzkonform und zuverlĂ€ssig funktionieren, sind hier eindeutig im Vorteil. Denn je gröĂer die Organisation ist, desto schwerer wiegt jeder Sicherheits- oder Datenschutzvorfall."
Steigende Nachfrage bei europÀischen IT-Sicherheitsherstellern
Diejenigen, die wechseln wollen, kennen jedoch nur eine Richtung: ZurĂŒck nach Europa. Drei Viertel (75 Prozent) der Wechselwilligen zieht es hin zu EU-Anbietern â und das ĂŒber alle Branchen, Positionen und Altersgruppen hinweg. Datenschutzstandards spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Aussage, dass Unternehmen europĂ€ische Anbieter von IT-Sicherheitslösungen bevorzugen sollten, um hiesigen Datenschutzstandards zu genĂŒgen, stimmten vier von fĂŒnf Befragten zu.
"Hersteller aus der EuropĂ€ischen Union können besseren Datenschutz gewĂ€hrleisten als ihre auĂereuropĂ€ischen Mitbewerber", so Urbanski weiter. "Cybersicherheitsanbieter aus der EU verbindet nicht nur ihre geografische Herkunft. Sie fĂŒhlen sich den europĂ€ischen Werten stĂ€rker verpflichtet als Anbieter aus anderen Regionen."
Zudem lĂ€sst die aktuelle geopolitische Lage viele Menschen an der ZuverlĂ€ssigkeit auĂereuropĂ€ischer Partner zweifeln und hat bei vielen Unternehmen anscheinend groĂe Fragen aufgeworfen: Was, wenn auch die eigene Sicherheitslösung aus der Ferne deaktiviert wird â oder sogar eingebaute HintertĂŒren besitzt, die Zugang zu wertvollen Daten ermöglichen? Wird die eigene Lösung auch in Zukunft noch zuverlĂ€ssig mit Updates versorgt?
Datenschutz "Made in EU" ist Pflicht und keine KĂŒr
Angesichts dieser sich rasant verĂ€ndernden globalen Gemengelage wird der Ruf nach mehr europĂ€ischer EigenstĂ€ndigkeit lauter â insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit.
"Die EU verfĂŒgt ĂŒber starke TechnologiefĂŒhrer im Bereich IT-Sicherheit. Deren Potenzial sollte nun gezielt genutzt und weiter ausgebaut werden. In Zeiten wachsender Bedrohungen im Cyberraum ist digitale SouverĂ€nitĂ€t ein zentraler Pfeiler der VerteidigungsfĂ€higkeit. Die ersten Schritte auf diesem Weg wurden bereits gemacht: Das EU-Programm âReArm Europe' setzt genau hier an, indem es die Verteidigung der Region stĂ€rken soll. Dazu gehört explizit auch die Cybersicherheit als integraler Bestandteil", schlieĂt Urbanski ab.
Wie die aktuelle Umfrage zeigt, sind Unternehmen sich der Vorteile fĂŒr europĂ€ische IT-Sicherheitslösungen bewusst, da sie im Einklang mit europĂ€ischen Werten stehen und vor allem ausgezeichneten Datenschutz garantieren.
Weitere Informationen zum Thema "Made in EU" gibt es hier ( https://www.eset.com/de/about/made-in-eu/ ).
Ăber die Umfrage Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. FĂŒr diese Befragung wurden im Zeitraum 14. und 22.3.2025 insgesamt 536 Unternehmensentscheider befragt. Die Erhebung wurde quotiert und die Ergebnisse gewichtet. Die Befragten setzen sich reprĂ€sentativ nach BeschĂ€ftigtenanteil pro UnternehmensgröĂe, nach Geschlecht und Altersgruppen von Unternehmensentscheidern, nach sechs NACE-Wirtschaftszweigen sowie nach Nielsen-Regionsverteilung von Unternehmen zusammen.
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Aussender: ESET Deutschland GmbH Ansprechpartner: Philipp Plum Tel.: +49 3641 3114 141 E-Mail: philipp.plum@eset.com Website: www.eset.de

