Generation 60+: Doch nicht so anfĂ€llig fĂŒr Online-Betrug wie vermutet?
21.11.2023 - 09:05:00"Der Online-Handel hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Weniger Menschen kaufen ihre Geschenke im klassischen LadengeschĂ€ft oder Einkaufszentrum. HĂ€ndler ohne Online-Angebot haben das Nachsehen", erklĂ€rt Thorsten Urbanski, Sicherheitsexperte bei ESET. "Verbrauchern muss allerdings klar sein: Auch Hacker wissen um die Beliebtheit der Online-MarkplĂ€tze. Wir erwarten zwischen Black Friday und Weihnachten eine spĂŒrbare Steigerung von Online-Betrug. Verbraucher sollten eine gesunde Grundskepsis bei vermeintlichen SchnĂ€ppchen an den Tag legen."
Ăltere Nutzer sind vorsichtiger und fallen seltener auf Online-Betrug herein
Gefragt nach ihrer gröĂten Furcht beim Online-Shopping gaben die meisten Teilnehmer Fake-Shops (43,4 Prozent) an, gefolgt von IdentitĂ€tsdiebstahl (27,9 Prozent). GefĂ€lschte Online-Shops empfindet besonders die Generation im Alter von 18 bis 29 Jahren als bedrohlich, wohingegen Menschen ab 60 sich am meisten vor IdentitĂ€tsdiebstahl fĂŒrchten.
Geht es um die Frage, ob man schon einmal auf Online-Betrug beim Shopping hereingefallen ist, sind JĂŒngere eindeutig die Verlierer: Sie sind besonders anfĂ€llig fĂŒr gefĂ€lschte Bewertungen (27,1 Prozent) und Fake-Angebote (25,9 Prozent). Ăltere Internetnutzer sind bei weitem sicherer unterwegs: Knapp 68 Prozent sind laut eigener Aussage bis jetzt noch nie auf gefĂ€lschte Angebote, Shops, E-Mails und Ă€hnliches hereingefallen. Eine mögliche ErklĂ€rung: In dieser Gruppe kauft knapp jeder FĂŒnfte noch im stationĂ€ren Handel ein und man ist generell misstrauischer bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein.
Mehrheit achtet auf Preise, Bewertungen und Datenschutz
Insgesamt 83 Prozent der Befragten gaben an, dass hohe Preise bei einem Kauf abschreckend sind. Besonders Ă€ltere Nutzer achten stĂ€rker auf den Preis als JĂŒngere. Eine mögliche ErklĂ€rung hierfĂŒr ist die hohe ArmutsgefĂ€hrdung, der Ă€ltere Menschen ausgesetzt sind. Wie das Statistische Bundesamt ( https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/armutsgefaehrdung.html # : ~ :text=Nach%20Erstergebnissen%20von%20EU%2DSILC%202022%20betrug%20die%20Armutsgef%C3%A4hrdungsquote%20bei,bei%2015%2C9%20%25%20lag.) mitteilt, sind Personen ab 65 Jahren besonders armutsgefĂ€hrdet. Ăltere Befragte stehen auch schlechten Bewertungen (78 Prozent) und mangelhaftem Datenschutz (86,6 Prozent) kritischer gegenĂŒber als JĂŒngere. Grund hierfĂŒr kann eine gesunde Grundskepsis neuen Technologien und Angeboten gegenĂŒber sein, die nach landlĂ€ufiger Meinung mit dem Alter kommt.
Drei Tipps der ESET-Experten fĂŒr die sichere SchnĂ€ppchenjagd:
1. Nehmen Sie die Webseite unter die Lupe:
Stellen Sie sicher, dass die Website sicher ist, auf der Sie einkaufen möchten. ĂberprĂŒfen Sie dazu die URL auf "https://" anstelle von "http". Das "s" zeigt an, dass die Verbindung zwischen dem Browser und der Website verschlĂŒsselt ist. Auch bei einzelnen Buchstaben wird getrickst: Anstatt eines "a" nutzen Fake-Shops das kyrillische "?" in der Adresszeile, um seriöse Seiten zu imitieren. Sollten Sie sich bei einem Shop unsicher sein, helfen Seiten wie http://www.trustedshops.de.
2. Achten Sie auf sichere Zahlungsmethoden:
Verwenden Sie beim Online-Shopping sichere Zahlungsmöglichkeiten wie etablierte Online-Zahlungsdienste. Diese bieten oft zusĂ€tzliche Sicherheitsebenen, z.B. einen KĂ€uferschutz. Vermeiden Sie es, persönliche oder finanzielle Informationen per E-Mail zu versenden. BetrĂŒger wollen gĂ€ngige Bezahlmethoden aushebeln und versprechen beispielsweise Rabatt, wenn der Kauf per Vorkasse bezahlt wird - auf die Ware warten die KĂ€ufer dann vergeblich.
3. PrĂŒfen Sie Bewertungen und RĂŒckgaberichtlinien:
Bevor Sie einen Kauf tĂ€tigen, ĂŒberprĂŒfen Sie die Bewertungen der Produkte und des Online-Shops. Dies gibt Ihnen einen Einblick in die Erfahrungen anderer KĂ€ufer. Achten Sie besonders auf negative aber auch viele positive Bewertungen innerhalb kurzer Zeit. Diese können auf betrĂŒgerische AktivitĂ€ten oder minderwertige Produkte hinweisen. Die Verbraucherzentrale gibt weitere hilfreiche Tipps fĂŒr die sichere SchnĂ€ppchenjagd: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinehandel
Ăber die Umfrage FĂŒr die reprĂ€sentative Umfrage hat ESET 1.000 MĂ€nner und Frauen unterschiedlichen Alters im Zeitraum vom 6. bis 8.11. befragt. DurchgefĂŒhrt wurde die Online-Befragung im Auftrag des europĂ€ischen IT-Sicherheitsunternehmens ESET vom Marktforschungsinstitut Omniquest.
(Ende)
Aussender: ESET Deutschland GmbH Ansprechpartner: Philipp Plum Tel.: +49 3641 3114 141 E-Mail: [email protected] Website: www.eset.de

