JĂ€ger, Smartphones

JĂ€ger des verlorenen Smartphones

18.01.2024 - 09:45:00

Jena - Viele werden sich selbst wiedererkennen: Befand sich das Smartphone gerade noch an seinem angedachten Platz in der Hosentasche, herrscht dort nun gĂ€hnende Leere. Auch nach einer akribischen Suche will es nicht auftauchen: Das GerĂ€t ist weg und mit ihm alle darauf gespeicherten Daten. Das ist jedoch kein Grund zum Verzweifeln: Ist der erste Schock ĂŒberwunden, können Nutzer ihre verloren gegangenen GerĂ€te schon mit einfachen Mitteln wiederfinden oder zumindest Schlimmeres verhindern.

"TĂ€glich werden in Deutschland zahllose Smartphones und Tablets gestohlen oder sie gehen anderweitig verloren. Ein abhanden gekommenes Smartphone ist nicht nur in materieller Hinsicht Ă€rgerlich, in den falschen HĂ€nden bedeutet es darĂŒber hinaus Datenverluste und im schlimmsten Fall finanzielle SchĂ€den. Sie sollten deshalb schnell handeln, sobald der Verlust bemerkt wird. Zum GlĂŒck bieten alle großen Hersteller mittlerweile Funktionen zur Suche oder zum Sperren von GerĂ€ten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, greifen Sie zusĂ€tzlich auf Apps von IT-Sicherheitsherstellern zurĂŒck", sagt Hannes Reichel, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

Ist das Smartphone weg, gilt es, einen kĂŒhlen Kopf zu bewahren und folgende Tipps bei der Suche zu beachten:

1. Bordmittel nutzen

So gut wie alle Hersteller bieten werkseitig Such-Apps an, mit denen sich verloren gegangene GerÀte wiederfinden lassen.

* In iOS (zum Beispiel bei iPhones und iPads) öffnen Nutzer die "Wo ist?"-App und sehen sofort den letzten Standort aller GerĂ€te (iPads, iPhone, AirPods, Apple Watch, Apple TV), die mit der eigenen Apple-ID verknĂŒpft sind. Zudem können Sie GerĂ€te als verloren melden. In dem Fall werden alle Zahldienste blockiert und der Nutzer kann eine Abgabeadresse auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Sollte das nicht beim Wiederfinden helfen, kann das GerĂ€t ĂŒber die App gelöscht und gesperrt werden. Die gleichen Funktionen bietet die Seite https://www.icloud.com/find. Praktisch: Auch verloren gegangenes GepĂ€ck lĂ€sst sich ĂŒber diese App wiederfinden, wenn es mit einem registrierten AirTag versehen ist. * Google bietet eine Ă€hnliche Funktion namens "Mein GerĂ€t finden" . Gehen Sie hierzu auf https://www.google.com/android/find und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. In der Seitenleiste können Sie nun das verlorene GerĂ€t auswĂ€hlen und auf einer Karte sehen, wo es sich befindet. Auch hier lĂ€sst sich das GerĂ€t sperren und oder löschen.

Achtung: Sobald Sie die "Daten löschen"-Funktion aktivieren, ist das verlorene iOS- oder Android-GerĂ€t nicht mehr ĂŒber die jeweiligen Such-App ortbar.

* FĂŒr Windows-GerĂ€te , beispielsweise Laptops, gibt es die "Mein GerĂ€t suchen"-Funktion: Dazu muss die Suchfunktion auf dem jeweiligen Windows-GerĂ€t aktiviert sein. Gehen Sie hierfĂŒr auf Start > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Mein GerĂ€t suchen. Danach ist der verlorene Laptop unter https://account.microsoft.com/devices auffindbar.

2. Auf Apps von spezialisierten Drittherstellern zurĂŒckgreifen

Apps von IT-Sicherheitsherstellern, zum Beispiel die ESET Mobile Security App mit der ESET-Anti-Theft-Funktion, bieten Möglichkeiten, die weit ĂŒber die Bordmittel hinaus gehen. Ist auf Ihrem GerĂ€t der Diebstahlschutz Anti-Theft eingerichtet und mit Ihrem ESET HOME-Konto verbunden, können Sie ĂŒber https://home.eset.com/ ein GerĂ€t als gestohlen vermerken. Danach haben Sie folgende Möglichkeiten:

* VerdĂ€chtiges Verhalten auf dem GerĂ€t melden : Sie erhalten eine Benachrichtigung, wenn beispielsweise jemand versucht, die SIM-Karte zu tauschen oder das Entsperrmuster falsch eingibt. * Automatische Sperrung aktivieren , sobald eine bestimmte Anzahl an Login-Versuchen erreicht ist oder die SIM-Karte entfernt wird. * Eine Nachricht an das GerĂ€t senden , zum Beispiel eine Abgabeadresse. * Fotos ĂŒber integrierte Kameras aufnehmen. Diese sind dann im HOME-Portal in der Registerkarte "Bilder" einsehbar und geben RĂŒckschluss ĂŒber den Standort oder den Dieb. * Gefundene GerĂ€te wieder entsperren: Hierzu tippen Sie beim wiedergefundenen Smartphone oder Tablet auf die "Entsperren"-SchaltflĂ€che und geben danach Ihr ESET HOME-Passwort ein. Danach können Sie das GerĂ€t wie gewohnt nutzen.

Auf Notebooks spielt Anti-Theft einen besonderen Trumpf aus: Sobald der Rechner als gestohlen markiert wurde, startet die Software ein zuvor bei der Einrichtung angelegtes Phantom-Konto, welches alle wichtigen Daten vor dem potenziellen Dieb versteckt. Benutzt dieser den Laptop, starten sofort die Security-Maßnahmen mit Lokalisierung, Screenshots und Webcam-Aufnahmen sowie Protokollierung der IP-Adressen.

"Sollten weder die Bordmittel reichen noch Security-Apps von Drittanbietern installiert sein, ist es ratsam, Ihren Mobilfunkanbieter zu kontaktieren. Er kann Ihr Handy möglicherweise ĂŒber Mobilfunkmasten orten oder es fĂŒr Sie sperren, um Missbrauch zu verhindern", ergĂ€nzt Reichel.

3. Handeln, bevor es zu einem Verlust kommt

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Nutzer können sich schon mit ein paar einfachen Handgriffen fĂŒr den Verlustfall wappnen:

* Bildschirmsperre verwenden

Bei den meisten GerĂ€ten ist dieses Feature bereits standardmĂ€ĂŸig aktiviert. Mit der Bildschirmsperre verhindern Nutzer, dass unberechtigte Dritte bei einem GerĂ€t auf Bilder, Mails und alle anderen Daten auf Smartphone oder Tablet zugreifen können. Das verwendete Passwort sollte möglichst komplex und schwer zu erraten sein – und nicht aus Daten wie Geburtstag oder -ort bestehen, die leicht herauszufinden sind. Tipp: So gut wie alle neuen GerĂ€te bieten eine Entsperrung mit Hilfe von Gesichtserkennung an. Sie bietet einen besseren Schutz als ein Passwort.

* Ausweise ins Portemonnaie stecken

Kreditkarten oder Ausweise gehören in die Geldbörse, nicht in die SchutzhĂŒlle des Smartphones. Noch einfacher kann man es Dieben nicht machen, um Codes oder Passwörter zu knacken. Zu viele Anwender nutzen immer noch ihren Geburtstag, die Adresse oder Namen als Passwort. Zudem ist IdentitĂ€tsdiebstahl mit den erbeuteten Daten wie Ausweisnummer, Adresse und Geburtsdatum kein Problem.

* Handy gesperrt, Apps gesperrt

Installierte Apps und manche GerĂ€tefunktionen lassen sich auch im gesperrten Zustand verwenden – zum Beispiel der Kamerazugriff und die Inhalte von Push-Nachrichten. Je weniger Anwendungen diese praktische, aber unsichere Vorgehensweise erlauben, desto besser.

* Eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einrichten

Hinter dem kompliziert klingenden Wort verbirgt sich eine einfache, aber effektive Sicherheitsmaßnahme: Nutzer erweitern ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) um ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Dabei kann es sich um einen physischen SicherheitsschlĂŒssel, eine Authentifikationsapp auf einem ZweitgerĂ€t oder einen Fingerabdruck-Scan handeln. Ist diese MFA aktiviert, erhalten Kriminelle keinen Zugang zu Daten auf dem GerĂ€t.

* Backups planen

Sichern Sie Ihre Daten regelmĂ€ĂŸig, indem Sie Backups erstellen. Dies kann helfen, Informationen wiederherzustellen, wenn das GerĂ€t verloren geht. Die Auswahl an Anbietern ist groß und viele Backup-Apps sind kostenlos oder können fĂŒr kleines Geld abonniert werden.

* Diebstahlschutz (z. B. ESET Anti-Theft in ESET Mobile Security) installieren und aktivieren, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

(Ende)

Aussender: ESET Deutschland GmbH Ansprechpartner: Philipp Plum Tel.: +49 3641 3114 141 E-Mail: [email protected] Website: www.eset.de

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