Jugendtheater „Netzwerkfehler“: Aufführungen am 25. und 26. September
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Theatergruppe „Peter von Orb“ bringt im Kulturkreis Bad Orb das Jugendtheaterstück „Netzwerkfehler“ auf die Bühne. Das Werk aus der Feder von Arno Boas greift zentrale Konflikte der modernen Mediennutzung auf und setzt sich mit Smartphone-Abhängigkeit, digital ausgeübter Macht und Gruppendruck unter Heranwachsenden auseinander, wie die Gelnhäuser Neue Zeitung berichtet.
Digitale Dynamiken und sozialer Druck auf der Bühne
Die Inszenierung widmet sich einer Problematik, die den Alltag vieler junger Menschen prägt. Durch die permanente Verfügbarkeit von Chatgruppen, sozialen Medien und Online-Plattformen verlagern sich Konflikte und soziale Hierarchien zunehmend in den digitalen Raum.
Das Theaterstück veranschaulicht, wie die ständige Bindung an das Mobiltelefon nicht nur die persönliche Aufmerksamkeit bindet, sondern auch subtile Mechanismen von Kontrolle und Ausgrenzung befördern kann.
Unter der Regie von Michaela Hähndel setzt das Ensemble die thematische Bandbreite des Textes von Arno Boas um. Dabei geht es vor allem um die Wechselwirkung zwischen individueller Verletzlichkeit und dem Zwang, innerhalb einer digital vernetzten Gemeinschaft konform zu handeln.
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Der Titel „Netzwerkfehler“ fungiert dabei als Metapher für zwischenmenschliche Risse, die entstehen, wenn virtuelle Kommunikation das reale Miteinander überschattet oder verzerrt.
Schirmherrschaft betont Relevanz für Familien
Die gesellschaftliche Bedeutung des behandelten Stoffes wird auch von offizieller Seite unterstrichen. Schirmherr Steffen Kempa hob im Zusammenhang mit der Produktion hervor, dass das Theaterstück zu einem Pflichtprogramm für Jugendliche sowie für deren Eltern werden sollte.
Die Auseinandersetzung mit der Medienkompetenz und den psychosozialen Begleiterscheinungen intensiver Smartphonenutzung stelle nicht allein den Nachwuchs vor Herausforderungen, sondern erfordere gleichermaßen das Verständnis und die Begleitung der Erziehungsberechtigten.
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Für das Publikum bietet die Inszenierung damit einen konkreten Anlass, das eigene Nutzungsverhalten kritisch zu hinterfragen und über die unsichtbaren Zwänge des digitalen Alltags ins Gespräch zu kommen.
Weitere Spieltermine im Alfons-Lins-Haus
Nach den Darbietungen im Kulturkreis stehen zeitnah weitere Aufführungen auf dem Spielplan. Als Spielort dient hierfür das Alfons-Lins-Haus. Interessierte haben die Möglichkeit, das Stück dort am Freitag, 25. September, sowie am Samstag, 26. September, zu sehen. Die Vorstellungen beginnen an beiden Tagen jeweils um 18 Uhr.
