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Kaffee: 460.000-Personen-Studie zeigt Schutz vor Stimmungserkrankungen

30.05.2026 - 05:30:52 | boerse-global.de

Omega-3, Beeren und Gewürze können die Erholung beschleunigen. Experten raten zu mehr pflanzlicher Vielfalt und warnen vor überdosierten Nahrungsergänzungsmitteln.

Kaffee: 460.000-Personen-Studie zeigt Schutz vor Stimmungserkrankungen - Foto: über boerse-global.de
Kaffee: 460.000-Personen-Studie zeigt Schutz vor Stimmungserkrankungen - Foto: über boerse-global.de

Experten setzen zunehmend auf eine antientzündliche Ernährungsweise – nicht nur für Sportler, sondern auch zur Prävention chronischer Erkrankungen.

Die Idee dahinter: Bestimmte Nährstoffe modulieren Entzündungsprozesse im Körper. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Antioxidantien aus Beeren sowie Gewürze wie Kurkuma und Ingwer gelten als besonders förderlich. Auch Nüsse, Samen und Olivenöl stehen auf der Empfehlungsliste.

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Was die Regeneration bremst

Im Gegensatz dazu können stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Transfette und Alkohol die Erholungsphasen verlängern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät daher zu mehr pflanzlicher Vielfalt: Etwa 30 verschiedene pflanzliche Produkte pro Woche sollten auf dem Speiseplan stehen. Gleichzeitig empfiehlt die DGE, Fleisch- und Wurstkonsum zu reduzieren.

Kaffee: Gut für die Stimmung?

Eine Langzeitstudie im Journal of Affective Disorders mit über 460.000 Probanden über 13 Jahre brachte überraschende Ergebnisse: Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich senken das Risiko für Stress- und Stimmungserkrankungen. Verantwortlich sind neben Koffein vor allem Antioxidantien wie Chlorogensäuren, die entzündungshemmend wirken. Mehr als fünf Tassen bringen jedoch keinen zusätzlichen Nutzen.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Bei Supplementen warnen Fachleute vor Übertreibung. Eine Untersuchung von Öko-Test (Ausgabe 06/2026) von 28 Magnesium-Präparaten zeigte: Jedes zweite Produkt ist überdosiert und liegt über der Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung von 250 mg pro Tag. Für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung ist eine Supplementierung oft unnötig.

Besonders kritisch sehen Experten Omega-3-Kapseln ohne medizinische Notwendigkeit. Eine Beobachtungsstudie an 800 Personen im Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease deutete auf einen möglichen Zusammenhang mit beschleunigtem kognitivem Abbau hin – auch wenn die Forscher keine Kausalität ableiten konnten.

Abnehmen: Drei Säulen für den Erfolg

Laut Robert Koch-Institut (RKI GEDA 2019/2020) sind 53,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland übergewichtig. Ein Drei-Säulen-Modell aus Ernährungsumstellung, Schlafhygiene und Stressmanagement gilt als effektiv.

Eine zwölfmonatige Studie mit 165 Erwachsenen zeigte: Das 4:3-Intervallfasten (vier Tage normale Ernährung, drei Tage Fasten) ist einer täglichen Kalorienrestriktion überlegen – es reduziert Heißhunger und fördert den Gewichtsverlust. Eine Meta-Analyse im International Journal of Environmental Research and Public Health betont zudem die Bedeutung von Bewegung: Rund 8.500 Schritte täglich sind nötig, um das Gewicht nach einer Abnehmphase zu halten.

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Wenn die Lunge leidet

Helmholtz Munich startete Ende Mai 2026 eine Studie zum Einfluss des Fett- und Zuckerstoffwechsels auf COPD. Im Fokus stehen Adipokine – Botenstoffe aus dem Fettgewebe, die Entzündungsprozesse in der Lunge verstärken könnten.

Herzpflaster aus Stammzellen

In der Kardiologie gibt es ebenfalls Fortschritte. Eine klinische Studie im New England Journal of Medicine zeigte die Wirkung eines aus Stammzellen gezüchteten Herzpflasters bei schwerer Herzschwäche. Nach über vier Jahren verbesserte sich bei den Patienten die Pumpfunktion, die Herzwand verdickte sich.

Ab 40: Was der Körper braucht

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse. Ab dem 40. Lebensjahr verändert sich die Knochenstruktur messbar. Besonders Frauen verlieren in den ersten zehn Jahren nach der Menopause bis zu 20 Prozent ihrer Knochendichte. Die Universität Ulm empfiehlt daher progressives Krafttraining (zwei- bis dreimal pro Woche) sowie ausreichend Calcium (1.000 mg/Tag), Vitamin D und Protein.

Zusätzlich kann die Supplementierung von 3 g Kreatin täglich laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Leistung bei Schnellkrafttraining erhöhen – eingebettet in einen strukturierten Plan aus Training und Schlaf. Bei Vorerkrankungen, insbesondere der Nieren, ist jedoch ärztliche Rücksprache nötig.

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