Kaffeekonsum: FĂŒnf Tassen tĂ€glich senken Bauchfett bei MĂ€nnern
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wissenschaftliche Untersuchungen der UniversitĂ€t Oulu geben Aufschluss ĂŒber die Korrelation zwischen regelmĂ€Ăigem Kaffeekonsum und verschiedenen körperlichen Parametern.
In einer im August 2026 ausgewerteten Beobachtungsstudie, die auf Daten der NFBC1966-Kohorte basiert, analysierten Forscher die Auswirkungen von Kaffeekonsum auf die Körperzusammensetzung und den Hormonhaushalt bei Probanden im Alter von 46 Jahren. Die Untersuchung umfasste eine StichprobengröĂe von n=2264 Teilnehmern und liefert differenzierte Ergebnisse fĂŒr MĂ€nner und Frauen.
Signifikante Korrelationen bei mÀnnlichen Probanden
Die Analyse der Daten zeigt deutliche Tendenzen bei MĂ€nnern mit einem hohen Kaffeekonsum von fĂŒnf oder mehr Tassen pro Tag. Laut der Studie ist eine solche Konsummenge bei mĂ€nnlichen Teilnehmern mit einem geringeren Anteil an Gesamtkörperfett sowie einem reduzierten Anteil an viszeralem Fett assoziiert. Gleichzeitig wurde in dieser Gruppe eine höhere Muskelmasse beobachtet.
Interessanterweise spiegelten sich diese Unterschiede in der Körperzusammensetzung nicht in allen gĂ€ngigen Messwerten wider. Den Ergebnissen zufolge wiesen der Body-Mass-Index (BMI) sowie der Taillenumfang keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Konsumgruppen auf. Dies deutet darauf hin, dass Kaffee zwar die interne Gewebeverteilung beeinflussen könnte, jedoch nicht zwingend das Ă€uĂere Erscheinungsbild oder das Gesamtgewicht im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern verĂ€ndert.
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EinflĂŒsse auf den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel
Ein wesentlicher Teil der Untersuchung der UniversitÀt Oulu widmete sich den endokrinen Auswirkungen des Kaffeekonsums. Bei MÀnnern wurde festgestellt, dass mit jeder zusÀtzlich konsumierten Tasse Kaffee am Tag das Gesamttestosteron statistisch um +0,29 nmol/L anstieg.
Ebenso erhöhten sich das bioverfĂŒgbare Testosteron um +0,08 nmol/L sowie das sexualhormonbindende Globulin (SHBG) um +0,57 nmol/L. Trotz des Anstiegs des Gesamttestosterons war jedoch ein niedrigeres freies Testosteron zu verzeichnen.
Bei Frauen fielen die beobachteten ZusammenhĂ€nge deutlich weniger ausgeprĂ€gt aus. Zwar wurde auch hier ein höheres SHBG-Niveau und ein niedrigeres freies Testosteron festgestellt, die deutlichen Effekte auf die Fett- und Muskelmasse, wie sie bei den mĂ€nnlichen Probanden auftraten, lieĂen sich in diesem MaĂe jedoch nicht nachweisen.
Zudem untersuchte die Studie metabolische Marker und stellte fest, dass ein regelmĂ€Ăiger Kaffeekonsum mit niedrigeren Werten von verzweigtkettigen AminosĂ€uren (BCAA) assoziiert ist. Diese AminosĂ€uren spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und im Muskelaufbau.
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Methodische EinschrÀnkungen und wissenschaftliche Einordnung
Trotz der detaillierten Ergebnisse betonen Fachleute die methodischen Grenzen der vorliegenden Untersuchung. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, lassen die Daten keine direkten RĂŒckschlĂŒsse auf eine KausalitĂ€t zu. Es kann somit nicht abschlieĂend belegt werden, ob der Kaffeekonsum die VerĂ€nderungen direkt verursacht oder ob andere Lebensstilfaktoren in der untersuchten Kohorte eine Rolle spielten.
Ein weiterer Aspekt der methodischen Kritik betrifft die Datenerhebung. Der Kaffeekonsum wurde von den Teilnehmern selbst berichtet, was eine Fehlerquelle fĂŒr die Genauigkeit der Mengenangaben darstellen kann. Zudem erfolgte die Messung des Körperfetts mittels Bioimpedanzanalyse, einem Verfahren, das im Vergleich zu klinischen Goldstandards wie der DEXA-Messung gewisse Ungenauigkeiten aufweisen kann.
Empfehlungen fĂŒr den Alltag
In der begleitenden Fachberichterstattung zur Studie wird die Einordnung der Ergebnisse fĂŒr Verbraucher thematisiert. Experten empfehlen auf Basis der aktuellen Erkenntnisse einen moderaten Konsum von drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag.
Idealerweise sollte das GetrĂ€nk schwarz genossen werden, um zusĂ€tzliche Kalorien durch Milch oder Zucker zu vermeiden. Eine Menge von vier Tassen tĂ€glich sollte nach EinschĂ€tzung von Fachleuten im Regelfall nicht ĂŒberschritten werden, um die positiven Assoziationen zu nutzen, ohne potenzielle Nebenwirkungen zu riskieren.
