Kalender-Phishing: 302.000 gefÀlschte Einladungen zielen auf Zugangsdaten
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 00:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deSicherheitsforscher warnen vor einer Welle gefĂ€lschter Kalendereinladungen, die gezielt darauf ansetzen, Anmeldedaten fĂŒr E-Mail-Konten auf MobilgerĂ€ten zu erbeuten. Da Terminerinnerungen und Meeting-Benachrichtigungen von vielen Anwendern im Alltag als unverdĂ€chtig eingestuft werden, nutzen Cyberkriminelle diesen Weg vermehrt als Einfallstor.
Hunderttausende Phishing-Nachrichten registriert
Check Point Research identifizierte mehrere groĂ angelegte Phishing-Kampagnen, bei denen die TĂ€ter gefĂ€lschte Kalendereinladungen missbrauchen, um Anmeldedaten abzugreifen. Nach Erkenntnissen von Check Point versendeten Angreifer gefĂ€lschte Einladungen zu Besprechungen, um Zugangsdaten zu E-Mail-Konten zu stehlen. Insgesamt meldeten die Forscher ĂŒber 302.000 Phishing-E-Mails, die gegen mehr als 40.000 Organisationen gerichtet waren.
Auch andere Beobachter registrieren ein starkes Wachstum dieser Methode. Die Sicherheitsfirma Sublime stellte fest, dass Angriffe ĂŒber Kalendereinladungen zwischen Juli und August 2026 um mehr als das 10-Fache zulegten. WĂ€hrend aus manchen LĂ€ndern wie Argentinien bislang keine öffentlich gemeldeten FĂ€lle registriert wurden, betrifft die Bedrohung MobilgerĂ€tenutzer international in hohem MaĂe.
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Automatischer Kalendereintrag als Einfallstor
Die BetrĂŒger bedienen sich hĂ€ufig sogenannter ICS-Dateien. Diese Kalenderdateien fĂŒhren dazu, dass Termine oft automatisch in der Agenda des Smartphones oder Tablets erscheinen. In den KalendereintrĂ€gen platzieren die Angreifer manipulative Verweise. Zu den VorwĂ€nden zĂ€hlen angebliche Rechnungen, verpasste Anrufe, Abo-VerlĂ€ngerungen sowie angebliche Sicherheitswarnungen.
Neben den klassischen Angriffsvektoren wie SMS und herkömmlichen E-Mails gewinnen digitale Termineinladungen an Bedeutung, um persönliche Daten bis hin zu Bankzugangsdaten abzugreifen. Nutzer wiegen sich bei Kalendermeldungen oft in falscher Sicherheit, da diese direkt auf dem Bildschirm des MobilgerÀts aufpoppen.
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Handlungsempfehlungen fĂŒr Anwender
Sicherheitsexperten und Verbraucherhinweise raten dringend dazu, Absenderadressen und den Inhalt eingehender Termine vor dem Ăffnen sorgfĂ€ltig zu ĂŒberprĂŒfen. Bei Einladungen zu Besprechungen ĂŒber Plattformen wie Teams oder Zoom sollte kontrolliert werden, ob die Links tatsĂ€chlich auf die offiziellen Domains der Anbieter verweisen.
VerdÀchtig sind Termineinladungen insbesondere dann, wenn sie eine direkte Aufforderung zur Anmeldung enthalten oder mit ungewöhnlichen DateianhÀngen versehen sind.
Empfohlen wird zudem, keine Links in unklaren Terminen zu öffnen und keine dort genannten Rufnummern anzurufen. Um das Risiko von vornherein zu senken, können Nutzer auf ihren GerĂ€ten die Funktion deaktivieren, die Kalendereinladungen aus eingehenden E-Mails automatisch der persönlichen Agenda hinzufĂŒgt.
